Gigantische Eiszapfen waren Christian Fuchs´ Durchbruch
Architekten und Künstler aus aller Welt gehören seit Jahren zu Christian Fuchs´ Kunden. Mit Wandpaneelen erfand er sich nochmal neu.
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Eigentlich ist der gebürtige Stainzer Christian Fuchs Malermeister. 1992 übernahm er den elterlichen Betrieb. Doch dann kam doch alles anders – große Karriere inklusive. „Es hat sich schnell herauskristallisiert, dass ich für das normale Malergeschehen nicht wirklich geeignet bin. Ich hatte einfach immer neue Ideen“, schmunzelt Fuchs. Heute, 31 Jahre später, hat Fuchs zwei international tätige Unternehmen: „Idee & Design“ mit Sitz in Pichling bei Stainz und „Soundcomb“ in Mureck.
Doch der Reihe nach: Neue Wege beschreiten, konnte Fuchs erstmals in der Erlebnisgastronomie, für die er auf Anfrage dekorative Kunstfelsen kreierte. „Die haben wir damals noch mittels einer Motorsäge geschnitzt. 1996 habe ich mir aber bereits eine 3D-CNC-Fräse gekauft. Die Software dazu mussten wir selbst erfinden. Das war alles noch Neuland“, erinnert sich Fuchs.
Einzigartige Arbeitsweise
Die Investition machte sich bezahlt. Der große Durchbruch gelang 2001 nach einer Ausstellung in Graz, die von der britischen Architektin Zaha Hadid kuratiert wurde. „Wir haben damals überdimensional große Eiszapfen aus Polyurethanblöcken hergestellt. Das erregte Aufsehen.“ Aufträge in Wien, Singapur und New York folgten. Heute erhält man Anfragen aus ganz Europa, dem arabischen Raum und den USA. „Wir sind weltweit die einzigen, die in einer zusammenhängenden Arbeitskette 3D-Figuren modellieren, scannen, fräsen, beschichten und montieren können.“ Das wissen auch Künstler wie Erwin Wurm oder Herbert Brandl, für die Fuchs bereits einige Figuren gestalten durfte.
2017 entstand aus dem Zufall heraus Fuchs zweites Standbein namens „Soundcomb“. „Ich habe eine Amazon-Schachtel in die Hand bekommen und mir gedacht, dass das eigentlich ein tolles Material ist.“ In Streifen geschnitten und mit Leim zu einem Block verklebt, bat er einen seiner zwölf Mitarbeiter eine 3D-Mulde hineinzufräsen. „Ein Kunde sah das Kunstwerk in meinem Büro und fragte mich, ob es auch Schall schluckt“, erzählt Fuchs. Gesagt, getan: In Zusammenarbeit mit der TU Graz entwickelte er dekorative Wandpaneele, die als Schallabsorber fungieren und ausschließlich aus ökologischen Materialen, wie recycelter Zellulose, Wellpappe, Holz und Biohartfasern bestehen. Mittlerweile sind die Paneele im gesamten DACH-Raum in Büros, Arztpraxen und Büros zu finden. Und es werden mehr: Jährlich verzeichnet „Soundcomb“ 100 bis 200 Aufträge.