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Mann fährt Ski
© Steiermark Tourismus

Große Erwartungen an die heurige Skisaison

Auf vielen steirischen Pisten geht es dieser Tage wieder rund. Trotz schwieriger Wirtschaftslage zeigen sich Bahnbetreiber optimistisch.     

Lesedauer: 4 Minuten

Aktualisiert am 01.12.2023
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Das Surren der Skilifte ist auf der Reiteralm schon seit einigen Tagen zu hören: Bereits seit 10. November sind die Seilbahnen in Betrieb. Damit sei man heuer so früh dran gewesen wie schon lange nicht mehr, freut sich der Geschäftsführer der Reiteralm Bergbahnen, Daniel Berchthaller: „Das Wetter spielte heuer mal wieder mit. Schon Anfang November fiel bei uns der erste Schnee.“ Bei vielen dürften die weiß angezuckerten Berge die Lust am Skifahren wieder entfacht haben – den gestiegenen Kartenpreisen zum Trotz: „Wir haben heuer so früh gestartet, weil die Nachfrage da war, denn wann kann man schon Anfang November auf einer Höhenlage von 1.200 bis 1.800 Metern Skifahren? Auch die Nachfrage nach Saisonkarten ist groß. Das dürfte ebenso vor allem dem Wetter geschuldet sein“, erzählt Berchthaller.  Als Teil des Skiverbunds Ski amadé habe die Reiteralm im November doppelt so viele Saisonkarten verkauft wie im November des Vorjahres und dürfte mit dieser erfreulichen Bilanz nicht allein sein. 

Skifahren und Snowboarden: für viele ein Muss

Laut einer aktuellen Marktstudie von Manova geben fast zwei Drittel der österreichischen Bevölkerung an, dass für sie Skifahren oder Snowboarden zum winterlichen Fixprogramm gehört. In der vergangenen Saison zählten die österreichischen Skigebiete 50,3 Millionen Erstzutritte. 54,3 Millionen war der Höchststand vor Corona. „Der Trend geht wieder nach oben, uns fehlen noch zehn Prozent auf den Top-Winter 2018/2019. Damit sind wir auf einem guten Weg“, zeigt sich der Obmann der steirischen Seilbahnen, Fabrice Girardoni, optimistisch.  Die Stuhleck Bergbahnen, deren Geschäftsführer er ist, sollten am 8. Dezember in Betrieb gehen. Das Datum dürfte halten. Schon in den vergangenen zwei Wochen konnte man immer wieder beschneien. „Die Nachfrage ist bei uns gut. Der Wetter­umschwung der vergangenen Tage treibt das Thema Skifahren wieder akut in die Köpfe der Menschen. Natürlich ist die Inflation ein Thema, aber es zeigt sich, dass die Leute auf der Piste lieber bei der Unterkunft und der Verpflegung sparen als beim Skifahren“, verrät Girardoni und verweist darauf, dass sich 79 Prozent der Skifahrer laut Manova-Markstudie mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis zufrieden zeigen.

Natürlich ist die Inflation ein Thema, aber es zeigt sich, dass die Leute auf der Piste lieber bei der Unterkunft und der Verpflegung sparen als beim Skifahren.

Die Seilbahnbetreiber seien jedenfalls bemüht, die gestiegenen Betriebskosten moderat an die Skifahrer weiterzugeben, und locken mit Aktionen. Vorreiter bei der Preisgestaltung war die Region Schladming-Dachstein. Bereits im September wurden hier die angekündigten Preissteigerungen fixiert. Anderen Skigebieten diente man damit als Richtwert. Tageskarten in der Hauptsaison kosten heuer im größten steirischen Skigebiet 73,50 Euro anstatt 68 Euro. Vergünstigungen gibt es für Frühbucher sowie Schulklassen. Letztere können nach vorheriger Anmeldung sogar völlig umsonst fahren.  „Skifahren gehört zu unserer Identität. Wir hoffen, mit der Aktion möglichst viele Kinder auf den Geschmack zu bringen“, erzählt Berchthaller. 

Skinachwuchs auf den steirischen Pisten fördern

Auch in der Oststeiermark tut man viel dafür, die Kleinsten auf die Piste zu bringen. Am 8. Dezember gehen auch die Lifte am kleinen Familienskiberg St. Jakob im Walde in Betrieb. Die Preise musste man zwar anheben, doch auch hier ist man überzeugt, dass das die Lust am Skifahren nicht trüben wird: „Unsere Gäste wissen die Qualität zu schätzen und sind auch gerne bereit, mehr zu zahlen“, sagt Geschäftsführer Stephan Berger. Auf sechs Pisten können Kinder auf insgesamt rund vier Kilometern das Skifahren stressfrei lernen. Angebote wie diese seien für die Skination Österreich unheimlich wichtig, weiß Girardoni: „Die skifahrende Population in Österreich ist jünger als der Bevölkerungsschnitt. Eine wichtige Rolle spielen hier kleinere Skigebiete. Dort machen die Kleinen ihre ersten Schwünge. Viele sind dann so begeistert, dass daraus eine Sportleidenschaft fürs Leben wird.“ 

Damit es auch in Zukunft sowohl Jung als auch Alt auf die Piste zieht, wurde auch heuer wieder kräftig in die Skigebiete investiert. Über 55 Millionen Euro flossen in die Infrastruktur. Zu den drei größten Investitionen zählten der Loser mit der Panoramabahn, die Planai mit der Dachstein-Bergstation und der 10er-Gondelbahn Rohrmoos sowie die Turracher Höhe mit der Wildkopfbahn. 

Keine Stromfresser

Nachhaltigkeit und Energie-Autarkie seien dabei immer Thema. Dass Seilbahnen häufig als Stromfresser gebrandmarkt werden, kann Girardoni nicht nachvollziehen: „Wintersport ist nachhaltig. Der Antrieb der Lift- und Schneeanlagen ist zu 100 Prozent elektrisch. Wir kaufen nur nachhaltig produzierte Energie. Zudem konnten die österreichischen Seilbahnen ihren Stromverbrauch in den letzten zehn Jahren um 20 Prozent reduzieren.“



Hinweis
Wann die Skigebiete ihre Eröffnung planen

1. Dezember:
Annerlbauer Lift/Krieglach
Tauplitz/Bad Mitterndorf 
Riesneralm/Schneebären
Gaaler Lifte*

2. Dezember 
Grebenzen/St. Lamprecht
Planneralm/Schneebären

6. Dezember
Hauser Kaibling
Brunnalm/Hohe Veitsch*

7. Dezember:
Turnau*

8. Dezember: 
Aflenzer Bürgeralm
Galsterberg/Schladming
Hochwurzen/Schladming
Hoislifte/Modriach
Kreischberg + Lachtal
Loser/Altaussee
Mariazeller Bürgeralpe
Ramsau/Dachstein
Salzstiegl/Hirschegg
Sommeralm
Stuhleck/Semmering
Gaberl*
Klug Lifte Hebalm*
Niederalpl*
Präbichl*
Rieseralm/Obdach*
St. Jakob im Walde*
Teichalm Lifte*  

15. Dezember:
Kaiserau/Admont* 

16. Dezember: 
Hohentauern
Krakau Tockneralmlift
Wenigzell*

22. Dezember: 
Eichfeldlift/Turnau*
Schmoll Lifte/Semmering*

23. Dezember:
Hartmannsdorfer Skipiste*

24. Dezember:
Koarfeldlift/Schöder
Sommeralm*

25. Dezember:
Wildalpen*

26. Dezember:
Schanz-Lift/Fischbach*

*Voraussichtlicher Saison­start. Alle Termine mit Vorbehalt. Infos: www.bergfex.at