PV-Speicher-Innovation setzt auf Natrium statt Lithium
Brandsicher und nachhaltig: Eine Grazer Entwicklung kann als Heimspeicher, aber auch in der Industrie eingesetzt werden.
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Steigende Energiekosten, der anhaltende Boom bei Photovoltaikanlagen und die eigene Innovationskraft lassen das 1998 gegründete Grazer Unternehmen Accupower optimistisch in die Zukunft blicken. Das liegt vor allem an ihrem neuen Leitprodukt: Mit „Natec Home“ bringt man den ersten in Österreich entwickelten Heimspeicher mit Natrium-Ionen-Technologie auf den Markt.
Er kommt ohne kritische Rohstoffe wie etwa Kobalt oder Lithium aus. Stattdessen setzt man auf Natrium – einen wesentlichen Bestandteil von Speisesalz (Natriumchlorid) –, das als Rohstoff auch in Europa ausreichend verfügbar ist. „Das vermindert zukünftig die Abhängigkeit von anderen Ländern“, betont Accupower-CEO Moritz Minarik. Das Gerät funktioniert als Heimspeicher für private Photovoltaikanlagen, kann aber auch als Notstromaggregat genutzt werden. Mit einer Nennkapazität von 7,68 Kilowattstunden und einer Leistung von 3,8 Kilowatt biete man eine langlebige, effiziente und vor allem sichere – weil brandsichere – Lösung für Haushalte, so Minarik. Für höhere Speicherkapazitäten können bis zu 15 Einheiten zusammengeschlossen werden, wodurch sie auch als Speicher für Unternehmen oder die Industrie geeignet sind. Dazu kommt Temperaturstabilität: Während herkömmliche Heimspeicher bei Minusgraden auf eine Restleistung von nur noch 30 Prozent kommen, erreicht „Natec Home“ noch immer 90 Prozent. „Damit denken wir Akkutechnologie neu und kombinieren Innovation mit Verantwortung und Nachhaltigkeit“, wirbt Minarik. Und während eine Tonne Lithium bis zu 15 Tonnen CO2 verursacht, sind es bei Natriumchlorid nur 60 Kilo, verweist er auf den Nachhaltigkeitsaspekt der Natrium-Ionen-Akkus.