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Radsatzproduktion Siemens Mobility
© Siemens Mobility

Siemens Mobility fährt auf Fürstenfeld ab

 40 Millionen Euro wurden in das oststeirische Werk investiert – und 150 Jobs geschaffen. Der Hub vereint Produktion, Service und Logistik unter einem Dach.

Lesedauer: 3 Minuten

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Aktualisiert am 14.07.2026

Gute Nachrichten aus der Wirtschaft sind in Zeiten eines schwierigen konjunkturellen Umfelds und hoher Inflation rar. Umso erfreulicher sind die Neuigkeiten aus Fürstenfeld, wo auf dem Areal des früheren Voestalpine-Standorts vor wenigen Tagen das neue Werk von Siemens Mobility Austria mit viel Prominenz aus Politik und Wirtschaft feierlich eröffnet wurde: Symbolisch wurde durch das gemeinsame Drücken eines Buzzers die neue Radsatzpresse offiziell in Betrieb genommen.

Zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft kamen zur Eröffnung des neuen Siemens-Mobility-Werks nach Fürstenfeld.
© Siemens Mobility Zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft kamen zur Eröffnung des neuen Siemens-Mobility-Werks nach Fürstenfeld.

Insgesamt wurden in das neue Werk sage und schreibe 40 Millionen Euro investiert und 150 Jobs in der Region geschaffen. Konkret wird Fürstenfeld das Weltkompetenzzentrum für Fahrwerke und Pantografen in Graz bei der Vormontage von Radsätzen unterstützen. Zudem entsteht  ein Fertigungskompetenzzentrum für Stromabnehmer für Schienenfahrzeuge und Ladestromabnehmer für Elektrobusse. Weiters sollen am Standort interne Logistikabläufe optimiert werden. „Damit haben wir Fertigung, Logistik und Service-Hub unter einem Dach vereint und können den globalen Wettbewerb aktiv mitgestalten“, sagte Siemens-Mobility-Austria-CEO Tanja Kienegger, selbst gebürtige Oststeirerin. Peter Hanke, Bundesminister für Mobilität, unterstrich die Rolle der Bahnindus­trie als ungebrochenes Stärkefeld: „Wenn wir die Mobilitätswende ernst nehmen, müssen wir jetzt investieren.“ Auch Landeshauptmann Mario Kunasek und Stellvertreterin Manuela Khom sprachen von einem „starken Signal für die Steiermark“, Standortleiter Stefan Erlach von einem „Meilenstein“ (siehe Kurzinterview unten). 

Vor zwei Jahren hat Siemens Mobility das Industriegelände in der Jahnstraße 13 mit 98.500 Quadratmetern Gesamtfläche, davon 20.500 Quadratmetern Gebäudefläche, erworben und adaptiert. „Mit der Schließung des Voest-Standortes ist eine Tür zugegangen, doch jetzt geht eine neue auf“, sprach Bürgermeister Franz Jost von einem „Freudentag“.

„Wir stellen uns breiter und flexibler auf“

Stefan Erlach, Leiter der Siemens-Mobility-Standorte in Graz und Fürstenfeld, über die Erweiterung und Bedeutung für die Zukunft.

Was bedeutet die strategische Erweiterung in Fürstenfeld für Siemens Mobility?

Die Eröffnung des neuen Werks ist ein wichtiger Meilenstein für den Ausbau unseres globalen Fahrwerke- und Pantographengeschäfts.  Unser Anspruch war, die Fertigung zu optimieren und das Servicegeschäft gut abzuwickeln.

Portrait Erlach Stefan
© iQ-Foto, Thomas Leibetseder Stefan Erlach, Standortleiter Siemens Mobility

Und was heißt es mit Blick auf den Standort in Graz?

Mit der Investition in Fürstenfeld stärken wir auch die Resilienz des Grazer Standorts, weil wir breiter und flexibler aufgestellt sind.Das Werk in Fürstenfeld ergänzt unsere Kompetenzen in Graz und schafft zusätzliche Kapazitäten, um die steigende Nachfrage bei Radsätzen, Pantographen und im Komponentenservice zu bedienen. 

Was bedeutet das für die Mitarbeiter?

Mit dem neuen Werk sind 150 Jobs in der Region entstanden – und der Grazer Standort wird insofern entlastet, als dort jetzt mehr Platz zur Verfügung steht.