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WKO Steiermark Präsident Josef Herk (r.) gratuliert gemeinsam mit Thomas Krautzer von der Universität Graz, JW-Vorsitzendem Christian Wipfler und Unicorn-Geschäftsführer Bernhard Weber (v.l.) den erfolgreichen Start-ups, die sich über einen neuen Coworking-Arbeitsplatz freuen dürfen.
© Fischer

Sechs steirische Startups starten mit Hilfe der WKO am Grazer Unicorn durch

Auf Initiative der Jungen Wirtschaft übernimmt die WKO Steiermark auch in diesem Jahr wieder die Patronanz von sechs Coworking-Arbeitsplätzen im Grazer Unicorn. Die von einer Jury vergebenen Plätze konnten sich Victoria Hois-Zelinka (HoZe - Social Business GmbH), Florian Wittmann (Sambly), Lobna Elgheriani (LX Design Studio e.U.), Simon Rauscher (AITARK GmbH), Niklas Christian Hösl (Chargeprice) und Franz Paul Horn (FISH SEED GmbH) sichern.

Lesedauer: 4 Minuten

Aktualisiert am 13.01.2026

Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sind Initiativen gefragt, die Verantwortung übernehmen und Zukunft aktiv gestalten. Mit dem Unicorn – dem Startup- und Innovation Hub direkt an der Universität Graz – wird die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gezielt gestärkt. Um Jungunternehmen frühzeitig zu unterstützen, übernimmt die Wirtschaftskammer Steiermark auch heuer wieder die Patronanz für sechs Coworking-Arbeitsplätze im Unicorn. Damit werden sechs förderungswürdige Betriebe aus dem akademischen Umfeld in ihrer Gründungs- und Aufbauphase begleitet. Den ausgewählten Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern steht das innovative Umfeld des Unicorn für die Dauer eines Jahres zur Verfügung. Die Kosten für die Coworking-Plätze werden zu 100 Prozent von der WKO Steiermark getragen. Ziel ist es, jungen Betrieben optimale Rahmenbedingungen für Wachstum, Vernetzung und unternehmerische Entwicklung zu bieten.

Für folgende Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer werden auf Initiative der Jungen Wirtschaft im Jahr 2026 Coworking-Plätze finanziert:  

  • Victoria Hois-Zelinka von HoZE – Social Business GmbH: Die App "connect and get better" von der HoZe – Social Business GmbH, verbindet mentale Gesundheit, wissenschaftlich geprüfte Informationen und digitale Sicherheit auf einer intuitiven Plattform, welche Menschen mit chronischen Erkrankungen – physisch wie psychisch – stärkt, vernetzt und begleitet.
  • Florian Wittman von Sambly: SAMBLY entwickelt ein innovatives Verbindungssystem als nachhaltige Alternative zur Schraube. Durch die Kombination magnetischer und mechanischer Prinzipien ermöglicht es schnelle Reparaturen, Wiederverwendbarkeit und eine deutliche Reduktion von Kosten und Elektroschrott. 
  • Lobna Elgheriani von LX Design Studio e.U.: LX Design Studio arbeitet an der Schnittstelle von Raumgestaltung, Digitalisierung von Grundrissen und nachhaltiger Materialökologie. Das Studio unterstützt dabei, Gebäude besser zu verstehen und ressourcenschonend zu planen und zu optimieren.
  • Simon Rauscher von AITARK GmbH:  AITARK ist eine KI-gestützte SaaS-Plattform, die KMU bei der effizienten Erstellung prüfbarer Nachhaltigkeitsberichte unterstützt. Mit dem Ansatz „Prompt to Report“ vereinfacht die Software die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Nachhaltigkeits- und Steuerberatung erheblich. 
  • Niklas Christian Hösl von Chargeprice: Chargeprice ist Europas führendes Preisvergleichsportal für das öffentliche Laden von Elektroautos und unterstützt über 300.000 Nutzer:innen bei der Suche nach der günstigsten Lademöglichkeit. Zusätzlich bietet das Unternehmen eine umfassende Datenplattform für Marktanalysen und Transparenz im E-Mobilitätsmarkt. 
  • Franz Paul Horn von FISH SEED GmbH: FISH SEED entwickelt mit einem mobilen Erbrütungscontainer eine innovative Lösung zur nachhaltigen Wiederherstellung heimischer Fischpopulationen. Die Technologie ermöglicht eine naturnahe Aufzucht direkt am Gewässer und stärkt so langfristig natürliche Fischbestände.
     

Statements: 

Josef Herk, Präsident WKO Steiermark: „Wirtschaft und Wissenschaft greifen in der Steiermark eng ineinander – das zeigen die vielen innovative Startups in diesem Bereich. Umso mehr freut es uns, dass wir als Wirtschaftskammer auch heuer wieder die Patronanz für sechs Coworking-Arbeitsplätze im Grazer Unicorn übernehmen können. Damit wollen wir Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer gezielt auf ihrem Wachstumskurs unterstützen, um schlussendlich auch einen Mehrwert für den gesamten Standort zu generieren. Gerade in herausfordernden Zeiten wie diesen braucht es nachhaltige Innovationen.“ 

Christian Wipfler, Landesvorsitzender Junge Wirtschaft: „Die Start-up-Kultur in der Steiermark ist weiterhin sehr dynamisch – das zeigt nicht zuletzt das große Interesse an den Coworking-Arbeitsplätzen im Grazer Unicorn deutlich. Als Junge Wirtschaft freut es uns ganz besonders, dass die Wirtschaftskammer Steiermark auch in diesem Jahr auf unsere Initiative hin junge, engagierte Selbständige auf ihrem unternehmerischen Wachstumskurs gezielt und tatkräftig unterstützt.“ 

Thomas Krautzer, Leiter des Instituts für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte an der Universität Graz, Aufsichtsrat des Unicorn: „In Zeiten wirtschaftlicher Transformation ist es eine schlechte Strategie, am Herkömmlichen festhalten zu wollen. Umso wichtiger ist es, dass gleichzeitig neue Strukturen entstehen. Man kann viel über Schumpeters ‚schöpferische Zerstörung‘, über Innovation und Zukunftschancen reden. Entscheidend ist aber, dass es Menschen gibt, die auch ins Tun kommen. So gesehen erfüllen mutige Gründerinnen und Gründer eine enorm wichtige Funktion für den Standort: sie schaffen Substanz und geben gleichzeitig ein Beispiel für die richtige Haltung.“ 

Bernhard Weber, Geschäftsführer Unicorn: „Angesichts der aktuellen Nachrichten- und Stimmungslage zeigt sich, wie entscheidend Innovation, unternehmerischer Mut und starke Ökosysteme für die Zukunft unseres Standortes sind. Start-ups brauchen nicht nur Kapital, sondern vor allem ein Umfeld, in dem sie sich vernetzen, wachsen und frühzeitig mit Wirtschaft und Wissenschaft in Kontakt treten können. Hubs wie das Unicorn sind genau dafür da: als Brücke zwischen Forschung, Unternehmertum und Industrie. Kooperationen wie jene mit der WKO Steiermark sind daher kein ‚Nice-to-have‘, sondern eine strategische Notwendigkeit, wenn wir die Steiermark langfristig als innovativen und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort sichern wollen. Dass wir diese sechs Teams ein Jahr lang in diesem Umfeld begleiten dürfen, ist ein starkes Signal für die gemeinsame Verantwortung, Zukunft aktiv zu gestalten.“