Zum Inhalt springen
Sunbooster Vertical ist flexibel wie ein Sichtschutzband
© Sunbooster

Sunbooster macht Zäune zu Solaranlagen

Sichtschutz, Zaun und PV-Anlage in einem? Ein Grazer Unternehmen hat dafür die Lösung gefunden – hohe Erträge inklusive.

Lesedauer: 3 Minuten

Einen Moment bitte. Ladevorgang läuft ...
0:00
Audio konnte nicht geladen werden. Erneut versuchen
0:00
0:00
Aktualisiert am 08.07.2026

Die besten Unternehmensideen entstehen oft aus dem Alltag. So geschehen auch bei Stefan Ponsold. Den Grazer trieb bereits vor fünf Jahren eine Idee um: Wieso nicht Zäune in Solaranlagen verwandeln? „Zäune waren bei der Erzeugung von Solarstrom bisher kaum im Fokus. Dabei sind sie oft lang und bieten enorme Flächen, um Strom zu erzeugen“, erzählt Ponsold. Mit seinem Team tüftelte er an flexiblen Solarmodulen und verbaute den ersten Prototyp am eigenen Grund. Seit 2025 ist das zum Patent angemeldete Produkt unter dem Namen „Sunbooster Vertical“ zum Kauf erhältlich. Alles, was es für die Anwendung braucht, ist ein gewöhnlicher Doppelstabmattenzaun. Die Solarstreifen werden in den bestehenden Zaun eingefädelt und erzeugen auf beiden Seiten Energie. Hat man noch keinen Zaun, kann man diesen inklusive der neuen PV-Streifen erwerben. Länge und Breite sind flexibel wählbar: „Beim 2025 erschienenen Produkt war die nutzbare Zaunlänge auf maximal zehn Meter und die Leistung auf 800 Watt beschränkt. Der neue ,Sunbooster Vertical  +‘ kann bis zu einer Länge von 100 Metern und einer Leistung von 18,8 Kilowatt-Peak erweitert werden. Das ist mehr Energie, als viele Dächer erzeugen können, weil dort die Fläche begrenzt ist.“

Als besonders effektiv erweist sich der Solarzaun in den Abend- und Morgenstunden, wenn die Sonne tief am Himmel steht und andere PV-Systeme durch ihre Neigung niedrigere Erträge bringen. „Gerade in der Früh und am Abend ist unser Stromverbrauch aber am höchsten. Der Solarzaun ist eine ideale Ergänzung zu Dach- und Freiflächenanlagen und amortisiert sich typischerweise nach drei bis vier Jahren“, erklärt der CEO. 

Unsere Solarstreifen haben die gleiche Effizienz wie starre Glas-PV-Module.

Mit der Umwandlung von Sonnenenergie in Strom kennt sich Ponsold aus. 2010 landete er seinen ersten Coup mit dem „Sunnybag“ – einem mit Solarpaneelen und Akku ausgestatteten Rucksack. 2024 brachte er einen Plug-in-Energiespeicher für Balkonkraftwerke auf den Markt. Was es damit auf sich hat, erzählt er im Podcast „Geniestreich“.

Hinweis
Mit dem Handbuch Fit4ESG gelingt die Nachhaltigkeitsberichterstattung von kleinen Gewerbe- und Handwerksbetrieben. Im Fokus stehen messbare Kennzahlen wie Energieverbrauch oder Wassernutzung. Alle Infos: Das Fit4ESG-Handbuch