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Servicemitarbeiterin
© Foto Fischer

Wo Betrieben geholfen wird 

Ein wirtschaftlich schwieriges Jahr hat auch die steirischen Unternehmen 2025 vor große Herausforderungen gestellt. Die WKO Steiermark diente vielen heimischen Betrieben als Ansprechpartner. Laut neuer Servicebilanz wurden im Vorjahr 92.000 Anfragen von 29.000 Mitgliedsbetrieben verzeichnet.

Lesedauer: 4 Minuten

Aktualisiert am 07.01.2026

Die unternehmerischen Herausforderungen quer durch alle Branchen und Regionen haben 2025 einmal mehr gezeigt, wie wichtig die WKO als Ansprechpartner für die steirischen Unternehmen ist. Davon zeugen nicht zuletzt 92.000 Servicefälle für rund 29.000 Mitgliedsbetrieben, in denen die Mitglieder im vergangenen Jahr eine persönliche Auskunft und Beratung durch die WKO Steiermark in Anspruch genommen haben.

Die Experten der WKO Steiermark standen dabei Unternehmen aller Größenordnungen – vom EPU bis zum Industriebetrieb – mit fachlicher Expertise zur Seite. Besonders hervorzuheben ist die hohe Kontaktquote bei Großbetrieben mit über 250 Beschäftigten, die bei 91 Prozent liegt und die im Schnitt rund 47 Anfragen pro Jahr an uns richten. Klein- und Kleinstunternehmen wurden im vergangenen Jahr 27.000-mal beraten. Die Servicebilanz spiegelt auch die Bedeutung der Steiermark als Exportland – vor allem in Jahren, in denen es eine unternehmerische Unsicherheit gibt, welche Investitionsentscheidungen beeinflusst. Allein im Bereich Steuern wurden 21.000 Anfragen verzeichnet, davon 12.400 im Zollbereich. Weitere Schwerpunkte lagen im Wirtschafts- und Gewerberecht (16.900 Anfragen), im Bereich Arbeit und Soziales (14.900 Anfragen) sowie in Gründungs- (15.600 Anfragen) und in verschiedenen Branchenfragen (8.900 Anfragen).

Neben der persönlichen Beratung hat die WKO Steiermark auch im heurigen Jahr wieder ihr digitales Serviceangebot ausgebaut. Auf WKO.AT stehen den Mitgliedern mittlerweile rund 90 digitale Services zur Verfügung, die kontinuierlich ausgebaut werden. 

Die Beratungsleistungen wurden Servicekunden mit der hervorragenden Durchschnittsnote 1,28 bewertet. Diese hohe Zufriedenheit resultiert in einem exzellenten Net Promoter Score (NPS) von 72,6 wobei 68,7% der Befragten die Weiterempfehlung des Beratungsangebots als äußerst wahrscheinlich einschätzen. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist dabei die Leistungskompetenz der Mitarbeiter, die von den Mitgliedern als wichtigste Servicedimension hervorgehoben wird : Nahezu 90% zeigen sich mit der Freundlichkeit sehr zufrieden und das Fachwissen erreicht einen Top-Wert von 78,8% "sehr zufrieden".

Starke Bildungsbilanz: Wirtschaftskammer ist größter nicht-staatlicher Bildungsanbieter

Die allgemeinen wirtschaftlichen Herausforderungen waren auch im Bildungsbereich spürbar. Trotzdem konnte das WIFI Steiermark einmal mehr seinen hohen Stellenwert in der Erwachsenenbildung unter Beweis stellen: Rund 31.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben im vergangenen Jahr das WIFI besucht, das ist etwas weniger als im Vorjahr (rund 32.000). Der Anteil an Firmenbuchungen ist mit 55,4 Prozent weiterhin hoch. Das heißt, jede zweite Kursgebühr wird vom Arbeitgeber übernommen. Besonders stolz ist die WKO auf die Eröffnung des neuen Center of Excellence, das im Herbst seinen Vollbetrieb gestartet hat. Das große Zukunftsfeld am WIFI bleibt das Thema „künstliche Intelligenz“. Bereits mehr als 20 branchenübergreifende Ausbildungen, angeführt vom Flaggschiff „KI-Führerschein“, bietet das WIFI Steiermark hier bereits an.

An der Fachhochschule der Wirtschaft, der FH CAMPUS 02 laufen wiederum intensive Vorbereitungen für das heurige Jubiläumsjahr „30 Jahre FH CAMPUS 02“. Ein zentrales Element wird das Forschungsforum der Fachhochschulen bilden, in dem der Beitrag angewandter Forschung & Entwicklung zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Regionen herausgestellt wird. Die FH CAMPUS 02 ist laut einer Studie der TU München Nummer eins der akademischen Institutionen in Österreich bei der Anzahl der Start-ups. 11,8 Gründungen pro 1.000 Studierende sind der Spitzenwert aller Hochschulen in Österreich. 

Positive Entwicklung der Lehrbetriebs- und Lehrlingsförderungen

Was den Lehrstellenmarkt betrifft, so gab es 2025 aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine leicht rückläufige Tendenz zu verzeichnen. Dennoch werden weiterhin knapp 15.000 Lehrlinge in mehr als 4.500 Ausbildungsbetrieben für zukünftige berufliche Aufgaben qualifiziert. Lehrbetriebe und Lehrlinge werden dabei von der WKO-Lehrlingsstelle beraten, begleitet und gefördert. Der Bereich der Lehrbetriebs- und Lehrlingsförderungen hat sich in der Steiermark weiterhin sehr positiv entwickelt. Die Prüfungsantritte im Bereich der Lehrabschlussprüfungen bleiben gegenüber dem Vorjahr mit mehr als 6.000 relativ konstant. Die Modulantritte zu Meister-, Befähigungs- und Unternehmerprüfungen erfuhren mit mehr als 3.600 nicht zuletzt aufgrund der Gebührenfreistellung von Erst- und Zweitantritten eine weitere Steigerung.

Fehlt noch der Blick ins Talentcenter. Dort konnte die WKO 2025 den insgesamt 50.000sten Talentcheck feiern. Insgesamt wurden im Vorjahr knapp 7.000 Berufsorientierungs-Testungen durchgeführt. Mehr als 500 Kinder und Jugendliche haben zudem die MINT & Ferienerlebnisse in Anspruch genommen.

In Kooperation mit dem Room 466 – dem Innovationslabor der WKO Steiermark im Bereich Forschung und Entwicklung in Bildungsfragen – hat die WKO erstmals auch 500 Volksschulkinder in die spannende Welt der Berufe eintauchen lassen. Im Room 466 laufen aktuell 15 europäische F&E-Projekt mit über 100 Partnerorganisationen und steirischen Unternehmen.  

Die WKO Steiermark startete 2025 zudem eine Transparenz-Offensive: Sämtliche Funktionsentschädigungen, Wählergruppenunterstützungen sowie Voranschläge und Rechnungsabschlüsse der WKO Steiermark sind im Internet öffentlich (https://www.wko.at/stmk/wko/offenlegung-transparenz).