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Erich Brugger, Kristina Edlinger-Ploder, Karl-Heinz Dernoscheg
© Luef

Wo Hochschullehre auf Unternehmertum trifft

Die Fachhochschule CAMPUS 02 feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum und zieht mit zahlreichen Forschungsprojekten und vielfältigen Unternehmenskooperationen Bilanz. Rund 7.400 Absolventinnen und Absolventen konnten bis dato hervorgebracht werden.

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Aktualisiert am 31.03.2026

Im Jubiläumsjahr setzt die Fachhochschule vielfältige Impulse und zieht zugleich Bilanz über ihre Entwicklung. Geschäftsführer Erich Brugger, Rektorin Kristina Edlinger-Ploder und WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg präsentierten dazu zentrale Kennzahlen und Einblicke.

Im Zentrum steht dabei von Anfang an die intensive Verbindung von Lehre und Praxis. Viele Studentinnen und Studenten wenden ihr Wissen schon während des Studiums direkt im Unternehmen an: 75 Prozent der Studienplätze werden nämlich berufsbegleitend oder dual angeboten. „Was unsere Studierenden am Wochenende bei uns lernen, können sie ab Montag in ihren Betrieben einsetzen. Das macht Unternehmen stark und zukunftsfit“, betont Erich Brugger, Geschäftsführer der FH CAMPUS 02.

Die Qualität der Ausbildung zeigt sich auch in den Auswertungen des Absolvent:innen-Trackings von Statistik Austria: Drei Jahre nach Studienabschluss liegt die Erwerbsquote der Absolventinnen und Absolventen bei mindestens 91 Prozent und damit deutlich über vergleichbaren Studienrichtungen. Im Entrepreneurial Impact Ranking 2025 ist die FH CAMPUS 02 unter den Top 20 Hochschulen im deutschsprachigen Raum im Bereich Deep-Tech-Startups pro Studierende.

Hochschulen als Motor für die Region

Dass sich der starke Bezug zur Praxis lohnt, bezeugen auch Arbeitgeber: Bei einer Befragung der FH CAMPUS 02 bestätigten 96,5 Prozent die hohen fachlichen Kompetenzen der Absolventinnen und Absolventen. Eine aktuelle Analyse des Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung (IWS) der WKO Steiermark zeigt zudem, dass Hochschulen den Wirtschaftsstandort Steiermark langfristig stärken. Über 64.200 Studentinnen und Studenten sowie mehr als 15.400 Beschäftigte der neun steirischen Hochschulen machen die steirischen Hochschulen zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor. „Hochschulen sichern nicht nur die Ausbildung qualifizierter Fach- und Führungskräfte, sondern schaffen auch Innovationsimpulse und stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen“, unterstreicht WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg.

Beispiele aus Forschungsprojekten

Forschung und Entwicklung folgen an der FH CAMPUS 02 dem Prinzip „Von der Idee zur Wertschöpfung“. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden mit Anforderungen der Praxis verknüpft, um Studentinnen und Studenten bestmöglich auszubilden und gemeinsam mit steirischen Unternehmen konkrete Lösungen zu entwickeln. „Unsere Forschung ist konsequent an den Bedürfnissen der Wirtschaft ausgerichtet und beschäftigt sich mit neuen Technologien oder innovativen Geschäftsmodellen. Gemeinsam mit Unternehmen entwickeln wir Lösungen, die wissenschaftlich fundiert sind und gleichzeitig unmittelbar in der Praxis wirken“, erklärt Kristina Edlinger-Ploder, Rektorin der FH Campus 02.

Der FH CAMPUS 02 kooperiert dabei mit den unterschiedlichsten Unternehmen. So wird im Rahmen des Projekts „KIA“ gemeinsam mit der AVL List GmbH untersucht, wie Künstliche Intelligenz Geschäftsmodelle der Automobilindustrie verändert. Besonders kleine und mittlere Unternehmen profitieren von der Zusammenarbeit mit der Hochschule: Im Projekt „Chicken Watcher“ wird gemeinsam mit der novu.track GmbH ein System für ein automatisiertes Gesundheitsmonitoring von Hühnern entwickelt, während im Projekt „PV Swarm“ Lösungen zur effizienteren Fehleridentifikation in Photovoltaiksystemen erarbeitet werden. Im Josef-Ressel-Zentrum für Plattformen und Digitale Ökosysteme analysieren Forschende zusammen mit Partnern wie der Raiffeisenlandesbank Steiermark, Energie Steiermark und der K1 Group die Dynamiken digitaler Plattformen.

Hochschulen sind also nicht nur wichtige Bildungseinrichtungen, sondern ein Motor für Innovation und die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Steiermark.