Ein Schritt in die richtige Richtung
„Mit einer Hand zu geben und mit der anderen zu nehmen, ist nicht zielführend.“
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Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt. In diesem volatilen und schwer kalkulierbaren Umfeld bleibt den Betrieben oft nichts anderes, als auf Sicht zu
fahren. Zu einem schwierigen geopolitischen Umfeld kommen hausgemachte Wachstumshemmnisse: Bürokratie, hohe Arbeitskosten sowie Steuern und Abgaben. Die Belastungsgrenze ist erreicht.
Gerade für kleine und mittlere Betriebe bedeutet die Reduktion der Lohnnebenkosten eine direkte Eintlastung im Alltag.
Umso wichtiger sind spürbare Entlastungen. Die Bundesregierung hat trotz einer schwierigen Ausgangslage beim Budget diese Woche eine Senkung der Lohnnebenkosten um einen Prozentpunkt ab 2028 beschlossen – eine langjährige Forderung der Wirtschaftskammer und ein klares Signal für den Wirtschaftsstandort. Das Volumen von 2 Milliarden Euro jährlich kann sich sehen lassen – es entspricht immerhin einem Drittel des Tiroler Landesbudgets.
Reduktion der Lohnnebenkosten
Gerade für kleine und mittlere Betriebe bedeutet die Reduktion der Lohnnebenkosten eine direkte Entlastung im Alltag. Sie stärkt die Wettbewerbsfähigkeit, schafft Spielräume für Investitionen und sichert Beschäftigung. Von manchen wird diese Senkung als „Geschenk an die Wirtschaft“ dargestellt. Das ist völlig falsch: Von einer Reduktion profitieren Arbeitgeber wie Arbeitnehmer gleichermaßen. Und: Österreich gehört zu den fünf Ländern in der EU mit der höchsten Belastung. Zum Bruttolohn kommen 29,6 % dazu - das bedeutet: Von jedem Euro, den ein Betrieb für Arbeit aufwendet, kommen bei den Mitarbeiter:innen nur rund 53 Cent an. Kein Wunder also, dass die Senkung der Lohnnebenkosten für 9 von 10 Unternehmen oberste Priorität hat. Sie ist kein Geschenk, sondern eine Notwendigkeit, um unseren Standort wettbewerbsfähig zu halten.
Auch die Wirtschaftskammer geht in Vorlage und entlastet die österreichischen Unternehmen bis 2030 um 100 Millionen Euro – mit einem klaren Fokus auf die Senkung der Kammerumlage 2. Die Länderkammern stehen dabei geschlossen hinter dem Reformweg von Martha Schultz.
Zurück zum Doppelbudget 2027 und 2028: Entscheidend ist die konkrete Umsetzung der Details. Die Verlängerung der Bankenabgabe sowie die geplante progressive Ausgestaltung der Körperschaftsteuer bedeuten zusätzliche Belastungen – insbesondere für größere Unternehmen.
Unterm Strich bleibt dennoch eine gute Nachricht: Die Senkung der Lohnnebenkosten ist ein wichtiger und notwendiger Schritt, der in der Breite der Betriebe ankommt. Jeder Schritt in die richtige Richtung zählt.