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Elektro Manni
© WK Tirol

Elektro Manni, der Lehrbetrieb für Multitalente

In Volders, einer kleinen Gemeinde im Bezirk Innsbruck-Land, werkeln seit zwölf Jahren Manfred Wetscher und sein mittlerweile zwölfköpfiges Team. Vom Herdanschluss über ganze Gebäudeinstallationen bis zur Photovoltaikmontage – wer bei Elektro Manni arbeitet, kann so ziemlich alles, was mit Strom zu tun hat. Ein so vielseitiger Arbeitsalltag prägt auch die Lehre.

Lesedauer: 5 Minuten

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Aktualisiert am 20.03.2026

Am einen Tag baut man einen Verteiler, am nächsten liefert man Waschmaschinen, am übernächsten ist eine Wohnung zu installieren. Wer sich gut anstellt und mag, darf Verantwortung übernehmen und eigenständig arbeiten. Nur so lernt man es richtig“, erklärt Geschäftsführer Manfred Wetscher. 

Für Wetscher ist Lehrlinge auszubilden kein Nebenthema, sondern Teil der Unternehmensphilosophie. Seit der Gründung haben sich vier junge Menschen für eine Lehre bei Elektro Manni entschieden.

Der Fachkräftemangel macht die Lehrlingssuche jedoch nicht einfach. Aktuell stehen zwei Lehrstellen offen. Wetscher hofft auf Neuzugang:
„Es ist nicht einfach, neue Lehrlinge zu finden, allein schon, weil viele in die ganz großen Unternehmen wollen. Dabei hat das Arbeiten im Kleinbetrieb viele Vorzüge. Und wir geben uns wirklich Mühe, die Lehre attraktiv zu gestalten.“ Gesucht wird für Herbst 2026 und den darauffolgenden Sommer.

Elektro Manni
© WK Tirol Für eine Lehre bei Elektro Manni braucht es Köpfchen und Geschick, aber vor allem eine Leidenschaft für den Beruf.

Machen statt zuschauen

Ausgebildet wird der Lehrberuf Elektroinstallationstechniker mit Spezialisierung auf Prozess- oder Busleittechnik. Das hat nichts mit Bussen zu tun – tatsächlich geht es um Gebäudeautomation. Eine Besonderheit ist der interne Verteilerbau. Bei Elektro Manni gehört er fix zur Ausbildung dazu, als Ergänzung zur Baustelle und als Einblick in präzise Werkstattarbeit. 

Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil des beruflichen Alltags: Sie beginnt bei Photovoltaik und Energiemanagement und endet beim Einsatz von Elektrofahrzeugen. Lehrlinge arbeiten von Beginn an an Zukunftsthemen mit und erleben, wie sich der Beruf weiterentwickelt.

Der Arbeitsalltag ist klar strukturiert, aber nicht langweilig. Treffpunkt ist frühmorgens im Betrieb, danach werden die Teams eingeteilt. Je nach Auftrag geht es auf die Baustelle oder in die Werkstatt. Welche Aufgaben ein Lehrling übernimmt, hängt vom Lehrjahr und vom Können ab. Verantwortung wächst Schritt für Schritt – nicht erst kurz vor der Lehrabschlussprüfung. 

Vom Lehrling zum Profi

Im ersten Lehrjahr stehen Grundlagen im Fokus: Sicherheitsvorschriften, Arbeitsabläufe, einfache Tätigkeiten wie Dosen setzen, Kabel ziehen oder Stemmarbeiten. Ab dem zweiten und dritten Lehrjahr kommen selbstständige Installationen, kleine Verteiler auf der Baustelle und Einblicke in Spezialbereiche dazu. Im vierten Lehrjahr arbeiten die Lehrlinge weitgehend eigenständig und bereiten sich gezielt auf die Lehrabschlussprüfung vor.

Einer der beiden aktuellen Lehrlinge, der 18-jährige Niklas, kann sich gut vorstellen, im Betrieb zu bleiben: „Die Abwechslung taugt mir. Baustelle, Werkstatt, immer was anderes. Und die Aufgaben machen mir auch Spaß.“ Aktuell ist er im vierten Lehrjahr und steht kurz vor seiner Lehrabschlussprüfung.

Elektro Manni
© WK Tirol Bei Elektro Manni wird mit viel Einsatz und Motivation gearbeitet.

Über Bekannte hat er Elektro Manni kennengelernt. Eingestiegen ist er über ein Schnuppern, geblieben aus Überzeugung: „Ich wusste nie, was ich machen will. Nach dem Poly (Polytechnische Schule) habe ich bei mehreren Berufen reingeschnuppert. Bei Elektro Manni bin ich dann geblieben, vor allem, weil die Arbeit so vielfältig ist.“

Hier darf man Mensch sein

Den Umgang miteinander schätzt Niklas besonders: „Wenn ich was brauche, helfen alle gleich. Und wenn ich mal Fehler mache, gehen sie echt gut damit um und erklären alles, bis ich es verstanden habe.“

Bei Elektro Manni bedeutet Teamarbeit mehr als Kooperation: „Wir machen immer wieder Betriebsausflüge oder hocken uns nach Feierabend zusammen, waren sogar schon auf der Wiesn in Wien“, erzählt Niklas. Auch der direkte Kontakt zum Chef und flache Hierarchien tragen zu einem harmonischen Arbeitsalltag bei.
Zwei Monate im Jahr geht Niklas in die Berufsschule, den Rest der Zeit verbringt er im Betrieb. Spätestens im November ist er fertig mit der Lehre. Niklas erinnert sich gerne an die vergangenen vier Jahre zurück: „Ich werde nie vergessen, wie happy ich war, als ich das erste Mal etwas alleine gemacht habe und alles gepasst hat.“

Er wolle nach der LAP auf jeden Fall bei Elektro Manni weitermachen, so gut gefällt es ihm. 

Chancen nach dem Lehrabschluss

Nach der Lehre ist bei Elektro Manni nicht Schluss. Weiterbildung erfolgt laufend, etwa über Schulungen bei Großhändlern. Spezialisierungen in Photovoltaik, Verteilerbau, EDV oder Installation sind möglich. Auch der klassische Weg vom Facharbeiter über den Vorarbeiter bis zum Bauleiter steht offen. 
Und das ist nicht alles, ergänzt Wetscher: „Wir freuen uns natürlich, wenn uns die Lehrlinge erhalten bleiben, das wäre das Ziel. Wer nach der LAP noch den Meister machen will, den unterstützen wir auf jeden Fall gerne.“

Warum Elektro Manni?

Elektro Manni ist ein regionaler Lehrbetrieb, der für familiären Umgang, Abwechslung im Arbeitsalltag und modernste Elektrotechnik steht. Wer hier lernt, arbeitet von Anfang an mit, übernimmt Schritt für Schritt Verantwortung und erlebt den Beruf in seiner ganzen Vielfalt. Fundierte Theorie trifft auf gelebte Praxis, auch über die Lehrabschlussprüfung hinaus. Individuelle Entfaltung und Weiterbildungen sind fester Bestandteil des Lehrprogramms. Hier zählt nicht nur das Ergebnis, sondern der Mensch: die Hierarchien sind flach und vom Praktikanten bis in die Chefetage packen alle mit an. 

Manfred Wetscher dazu: „Ich freue mich, wenn ich meine Erfahrung und Fähigkeiten weitergeben kann, an fanatische junge Leute, die wirklich etwas lernen wollen. Wer will, lernt hier mehr als den Beruf, nach der Lehre stehen euch so viele Branchen und Möglichkeiten offen. Also bewerbt euch gerne, wir freuen uns!“
Genau diese Mischung aus Nähe, Anspruch und Zukunftsthemen macht die Lehre bei Elektro Manni besonders – eine Lehre, die fordert, fördert und junge Fachkräfte optimal auf die Zukunft vorbereitet. 

Weitere Informationen: www.elektro-manni.at

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