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Warnung vor Betrugsfällen in Frankreich

Viele Betrugsversuche im Zusammenhang mit Geschäftsanfragen

Lesedauer: 1 Minute

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Frankreich
Stand: 05.05.2026

In Frankreich häufen sich derzeit Betrugsversuche im Zusammenhang mit Geschäftsanfragen. Dabei werden häufig Identitäten real existierender Unternehmen nachgeahmt, um Lieferungen oder Zahlungen zu erschleichen. Die Kontaktaufnahme erfolgt meist per E-Mail oder Telefon und wirkt auf den ersten Blick seriös, weist jedoch nicht selten kleine Unstimmigkeiten auf.

Potenzielle Betrüger

Die Masche der Betrüger ist dabei immer die gleiche. Es werden frei zugängliche und überprüfbare Firmendaten aus dem online Firmenbuch kopiert sowie eine Unternehmensbeschreibung von der Firmen-Homepage hinzugefügt und diese Informationen werden mit einer anderen Telefonnummer, meist wiederum einer pre-paid Mobiltelefonnummer, und einer selbstkreierten E-Mail-Adresse, die manchmal nur leicht unterschiedlich zur E-Mail-Adresse des reellen Unternehmens ist, ergänzt. Zudem ist die Domain der Mailadresse oft nur kurzfristig für ein Jahr registriert, wir empfehlen diese über whois.com bzw. andere kostenlose Dienste zu überprüfen.

Achten Sie daher bei neuen Geschäftskontakten auf verdächtige Details, zum Beispiel Zusätze in der E-Mail-Adresse oder einen fehlenden Buchstaben bzw. Schreibfehler im Unternehmensnamen.

Auch unübliche Vorgangsweisen, den Bestellprozess möglichst rasch abzuschließen, sollten Sie hellhörig machen – zum Beispiel das verhandlungslose Annehmen des Angebotes, kein Nachfragen nach Mustern oder eine direkte Kontaktaufnahme durch eine große Lebensmittelkette.

Ebenfalls ein wichtiger Warnhinweis: eine seltsame Lieferadresse, die manchmal auch kurzfristig vor Liefertermin geändert wird.

Sollte eine an Sie gerichtete Geschäftsanfrage in irgendeiner Weise suspekt sein, zögern Sie bitte nicht, das AussenwirtschaftsCenter Paris bezüglich einer Firmenüberprüfung zu kontaktieren.

Eine Prüfung vor einer ersten Lieferung oder Überweisung ist die einzige Möglichkeit für Ihr Unternehmen, einem Schaden zu entgehen. Die Chance, die Verantwortlichen im Nachhinein ausfindig zu machen, ist erfahrungsgemäß extrem gering.

Zudem stellen wir einen Anstieg von Betrugsfällen bei Privatpersonen fest (Enkeltrick, Internetbetrug ...). Wir raten Ihnen zu größter Vorsicht bei Bestellungen oder Geldüberweisungen über das Internet oder per Smartphone.

Weitere Fragen?

Das AußenwirtschaftsCenter Paris, Frau Valentine Holtz, Key Account Managerin, E paris@wko.at ist gerne für Sie da.

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