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Eine Person mit kurzen, grauen Haaren und Hemd steht an einem erhöhten Tisch und hält in beiden Händen jeweils einen Zettel. Auf dem Tisch ist ein aufgeklappter Laptop. Hinter der Person ist eine große Glasfront, hinter der ein Raum ist
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EEG-V: Studie zu volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Gesetzesentwurfs

Economica-Studie untersucht Folgen geplanter nationaler Umsetzung der EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III) für Kraftstoffpreise, Unternehmen & Haushalte

Lesedauer: 1 Minute

Stand: 20.10.2026
Die Economica-Studie untersucht die volkswirtschaftlichen Auswirkungen des geplanten Erneuerbare-Energien-Gesetzes – Verkehr (EEG-V). Im Fokus stehen mögliche Mehrbelastungen für Unternehmen und Haushalte sowie die Auswirkungen unterschiedlicher Umsetzungswege der europäischen Erneuerbare-Energien-Richtlinie.

Die Wirtschaftskammer Österreich hat Economica beauftragt, die volkswirtschaftlichen Auswirkungen des geplanten Erneuerbare-Energien-Gesetzes – Verkehr (EEG-V) zu untersuchen. Die Studie vergleicht den österreichischen Gesetzesentwurf mit unterschiedlichen Umsetzungswegen der RED III und analysiert die wirtschaftlichen Auswirkungen bis 2035.

Die Ergebnisse zeigen erhebliche mögliche Mehrbelastungen durch zusätzliche nationale Vorgaben.

Aus Sicht der WKÖ braucht es daher eine technologieoffene und kosteneffiziente Umsetzung der europäischen Klimaziele, die Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit in ein ökonomisch vertretbares Gleichgewicht bringt.

Österreich braucht eine Klimapolitik, die Emissionen reduziert, ohne Betriebe und Haushalte unnötig zu belasten. Unser Ziel muss eine Mobilitätswende sein, die Klimaschutz, leistbare Energie und einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort miteinander verbindet.

Fragen und Antworten zur EEGV-Studie

Die von der WKÖ beauftragte Studie vergleicht den österreichischen Entwurf des Erneuerbare-Energien-Gesetzes – Verkehr (EEG-V) mit zwei Wegen zur Umsetzung der EU-Richtlinie RED III. Sie zeigt anhand von Modellrechnungen mögliche Folgen für Treibstoffpreise, Haushalte und die Wirtschaft bis 2035.

Für 2035 berechnet Economica im EEG-V-Szenario um 95 Cent je Liter höhere Dieselpreise und um 86 Cent höhere Benzinpreise als bei einer Umsetzung der RED III über das Treibhausgasminderungsziel. Das sind modellierte Unterschiede zwischen zwei Szenarien, keine Aufschläge auf heutige Tankstellenpreise.

Höhere Treibstoffkosten können Transporte, Waren und Dienstleistungen verteuern. Im EEG-V-Szenario liegen laut Economica 2035 der private Konsum um 0,72 % und das Bruttoinlandsprodukt um 0,30 % unter einem Referenzpfad ohne die modellierten realen Treibstoffpreissteigerungen. Eine konkrete zusätzliche Inflationsrate berechnet die Studie nicht.

Die Studie nimmt an, dass 2035 trotz wachsender Elektromobilität rund 75 % der Pkw und 78 % der Nutzfahrzeuge nicht rein batterieelektrisch betrieben werden. Weil Fahrzeuge viele Jahre genutzt werden, bleibt der Bedarf an flüssigen Kraftstoffen während der Umstellung hoch. Die Werte sind Modellannahmen.

Die WKÖ fordert eine Umsetzung der europäischen Klimaziele ohne zusätzliche nationale Verschärfungen. Alle unionsrechtlich zulässigen Möglichkeiten – Elektromobilität, Wasserstoff und erneuerbare Kraftstoffe – sollen genutzt werden. Entscheidend sind möglichst geringe Kosten und Bürokratie sowie Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit.

Die WKO bekennt sich zu den europäischen Klimazielen und sieht es sehr kritisch, dass Österreich wesentlich ambitionierter vorgehen will. Die gesetzliche Festlegung des Klimaneutralitätsziel 2040 wird abgelehnt, weil sie massiv kostentreibend wirkt.