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© Edwin Enzlmüller Fotografie, WKOÖ – sparte.industrie
Sparte Industrie

Industrie.aktuell

China-Speed: Von China lernen, Chancen erkennen und mutig handeln

Lesedauer: 10 Minuten

07.09.2026

Am 20. August 2026 veranstaltete die sparte.industrie der WKOÖ den ersten Teil des Workshops „China-Speed“ im Rahmen der gleichnamigen Offensive.

Gemeinsam mit Workshopleiterin Mag.a Yan Ertl wurde ein intensiver Austausch mit China-erfahrenen C-Level-Führungskräften aus der oberösterreichischen Industrie geführt. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche Erkenntnisse und Impulse aus China für das eigene Geschäftsmodell abgeleitet werden können und wo sich daraus konkrete Chancen für die heimische Industrie ergeben.

Die Diskussion zeigte, welche Potenziale das chinesische Mindset und die dortige Innovationsgeschwindigkeit bieten, aber auch, welche Risiken der aktuelle Boom in China für die europäische und insbesondere die oberösterreichische Industrie mit sich bringt.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass sich die chinesische Arbeitsweise nicht eins zu eins auf Europa übertragen lässt. Unterschiedliche Rahmenbedingungen, von der Verfügbarkeit von Arbeitskräften bis hin zu politischen und regulatorischen Voraussetzungen erfordern eigene europäische Ansätze.

„Es ist jetzt wichtig, von China zu lernen, uns etwas vom Golden Plating zu entfernen und uns wieder mehr zu trauen“, betont Stephan Kubinger, Vorsitzender der Strategiegruppe Technologie und Innovation der Sparte Industrie der WKOÖ.

Im ersten Teil des Workshops wurde gemeinsam intensiv gebrainstormt und es wurden jene Themenfelder definiert, die im zweiten Workshopteil, der Anfang November stattfindet, vertieft werden sollen.

Zusätzliche Impulse werden auch von einer für Mitte September geplanten Delegationsreise nach China erwartet. Die Reise führt unter anderem nach Shenzhen und Chengdu. Einige Teilnehmer des Workshops werden daran teilnehmen und ihre Erfahrungen und Eindrücke anschließend in den zweiten Workshopteil einbringen.

Für Stephan Kubinger steht fest, dass jetzt gehandelt werden muss: „Wenn wir jetzt nicht am Ball bleiben und die Synergien mit China suchen, wird unsere Wirtschaft überrollt.“

Der Workshop „China-Speed“ soll damit einen Beitrag leisten, die Entwicklungen in China besser zu verstehen, daraus relevante Erkenntnisse für die heimische Industrie abzuleiten und gleichzeitig den Mut zu fördern, neue Wege zu gehen.

Bildung

Wie verändert Künstliche Intelligenz die Arbeit in Schule, Ausbildung und HR? FH-Prof. Mag. DI Dr. Andreas Stöckl zeigt, wie sich KI von einfachem Prompting über persönliche Assistenten bis hin zu Multi-Agenten-Systemen entwickelt – und welche Aufgaben künftig beim Menschen bleiben.

Anhand konkreter Praxisbeispiele aus Recruiting und Ausbildung wird deutlich: Während KI zunehmend beim Entwerfen, Sortieren, Strukturieren und bei Routineaufgaben unterstützt, bleiben Beurteilen, Entscheiden, Beziehungsarbeit und ethische Abwägungen zentrale menschliche Kompetenzen.

Dr. Andreas Stöckl ist Professor am Department Digitale Medien der FH Oberösterreich, Campus Hagenberg. Seine Schwerpunkte liegen in Sprachmodellen, RAG-Systemen und Agenten-Workflows.

Weitere Informationen:

Die Veranstaltung findet online statt.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Wir freuen uns auf Sie!

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Neben Änderungen im Asylverfahren selbst, ergeben sich dadurch auch weitreichende Auswirkungen auf die Beschäftigung von Antragsteller:innen auf internationalen Schutz in Unternehmen:

Bisher konnten Antragsteller:innen auf internationalen Schutz, die seit mindestens drei Monate zum Asylverfahren zugelassen waren und über deren Asylantrag noch nicht rechtskräftig entschieden wurde, in Unternehmen mittels Beschäftigungsbewilligung des AMS beschäftigt werden, wenn für die freie Stelle durch das AMS keine andere arbeitslos gemeldete Person gefunden bzw. vermittelt werden konnte.

In Umsetzung des AMPAG führen die neuen gesetzlichen Regelungen in diesen Fällen ab sofort dazu, dass keine neuen Beschäftigungsbewilligungen mehr erteilt werden und auch keine Verlängerungen von ablaufenden Beschäftigungsbewilligungen mehr erfolgen, wenn durch das Bundesamt für Asyl- und Fremdenwesen (BFA) in 1. Instanz über den Asylantrag der/des Antragstellers:in auf internationalen Schutz negativ entschieden wurde.

Beschäftigungsbewilligungen für Antragsteller:innen auf internationalen Schutz sind demnach nur mehr in bestimmten Fällen möglich, solange noch kein erstinstanzlicher negativer Asylbescheid durch das Bundesamt für Asyl- und Fremdenwesen (BFA) ergangen ist und das Asylverfahren noch nicht länger als sechs Monate dauert. Bei länger als sechs-monatiger Verfahrensdauer ist eine Bewilligung nur möglich, wenn die Verfahrensverzögerung nicht auf den/die Antragsteller:in auf internationalen Schutz zurückzuführen ist, was vom AMS geprüft und beim BFA erfragt wird.

Die WKOÖ empfiehlt jenen Unternehmen, die aktuell eine/n Antragsteller:in auf internationalen Schutz mittels Beschäftigungsbewilligung beschäftigen und deren Antrag auf Verlängerung der Bewilligung vom AMS abgelehnt wurde, Beschwerdemöglichkeiten gegen die Ablehnung an das Bundesverwaltungsgericht zu prüfen.

Denn: Die Beschäftigungsbewilligung wird in diesem Fall bis zur rechtskräftigen Entscheidung durch das Bundesverwaltungsgericht automatisch verlängert und ermöglicht für die Dauer des Verfahrens eine legale Weiterbeschäftigung der/des Antragstellers:in auf internationalen Schutz. Üblicherweise dauern derartige Verfahren mehrere Wochen bzw. Monate.

Bei Fragen zu diesem Thema erhalten WK-Mitglieder kostenlose Beratung und Unterstützung durch die Expert:innen des Rechtsservice der WKOÖ.

Energie

Das Vereinigte Königreich führt mit 1. Jänner 2027 den „Carbon Border Adjustment Mechanism“ (CBAM) – einen CO₂-Preis für bestimmte importierte Waren ein. Das Außenwirtschaftscenter London veranstaltet daher am Mittwoch, 7.10.2026 um 15 Uhr ein Webinar für österreichische Unternehmen zum UK Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM).

In diesem Webinar erhalten Sie einen aktuellen Überblick über die kommenden Bestimmungen, darüber, welche Branchen und Waren davon betroffen sind, und darüber, wie sich der britische CO₂-Grenzausgleichsmechanismus auf österreichische Unternehmen auswirkt, die in das Vereinigte Königreich exportieren, sowie auf Standorte österreichischer Unternehmen im Vereinigten Königreich, die Waren aus aller Welt importieren.

Der anerkannte Experte für Zoll, Exportkontrolle und Sanktionen, Herr Arne Mielken, CEO Customs Manager, erklärt welche praktischen Maßnahmen österreichische Unternehmen jetzt ergreifen müssen, um Compliance-Anforderungen und Meldefristen zu erfüllen.

Ablauf

15:00 - 15:05: Einführung | Michael Müller, Österreichischer Wirtschaftsdelegierter in London

15:05 - 15:50: Präsentation von Arne Mielken, CEO Customs Manager

  • Grundzüge des britischen CBAM und Unterschiede zum EU-CBAM
  • Auswirkungen für Unternehmen aus Österreich, die in das Vereinigte Königreich verkaufen
  • Compliance-Anforderungen und Meldefristen
  • Praktische Maßnahmen, die Unternehmen jetzt zur Vorbereitung ergreifen können

15.50 – 16:00 Uhr Fragen und Antworten

Um das Webinar möglichst praxisbezogen zu gestalten, können Sie Ihre Fragen gerne vorab bis zum 2.10.2026 an london@wko.at senden.

Den Link zur Anmeldung findet man hier: Webinar: UK Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) - WKO

  • Anmeldefrist: 6. Oktober 2026 bis 17:00 Uhr
  • Kosten: Teilnahme am Webinar ist kostenlos
  • Das Webinar wird in deutscher Sprache abgehalten

Weiterführende Informationen zum UK CBAM: Britischer CO2-Grenzausgleichsmechanismus (UK CBAM) tritt in Kraft - WKO

Die Austrian Energy Agency meldet, dass die Großhandelspreise deutlich teurer als vor einem Jahr sind:

Der Strompreisindex auf Monatsbasis (ÖSPI_Monat) steigt gegenüber dem Vormonat um 26,02 Prozent auf 147,17 EUR/MWh. Im Vergleich zum September 2025 liegt der Index um 68,12 Prozent höher. Der Spitzenlastpreis liegt dabei auf dem Niveau des Grundlastpreises.

Der Gaspreisindex auf Monatsbasis (ÖGPI_Monat) steigt im Monatsvergleich um 16,6 Prozent auf 61,29 EUR/MWh. Im längerfristigen Vergleich liegt der Index mit +71,1 Prozent deutlich über dem Niveau des Vorjahres.

Die Entwicklungen der beiden Indizes als Grafiken finden Sie hier.

Die Zeitreihen zu den neuen Indizes für Strom und Gas sind auf der Webseite zum Download zu finden.

Alle Informationen zur Methodik und zum Haftungsausschluss finden Sie hier.

Zur Pressemitteilung

HyCentA erweitert seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und errichtet am neuen Standort in Enns eine hochspezialisierte Forschungs- und Testinfrastruktur für Flüssigwasserstoff und kryogene Technologien. Das neue Liquid Hydrogen Lab (LHL) soll bereits im ersten Quartal 2027 in Betrieb gehen. Insgesamt werden rund 6,6 Millionen Euro in die neue Infrastruktur investiert.

Das Labor ermöglicht künftig Material-, Komponenten- und Systemtests unter realitätsnahen Bedingungen bei Temperaturen von rund –253 C. Untersucht werden können unter anderem Speicher, Pumpen, Ventile, Sensorik, Transfer- und Betankungssysteme sowie wasserstoffbasierte Antriebstechnologien. Herzstück der Anlage ist ein stationärer Flüssigwasserstofftank mit einer Kapazität von rund 4.400 kg LH₂, ergänzt durch mehrere Testplätze und eine freie Testfläche für größere Systeme.

Zusätzlich wird die experimentelle Infrastruktur mit modernen digitalen Methoden wie 3D-CFD-Simulationen, Digital Twins und virtueller Produktentwicklung verknüpft. So können physische Versuche und digitale Entwicklungsprozesse eng zusammenspielen.

Von der neuen Forschungs- und Testinfrastruktur sollen insbesondere Anwendungen in Industrie, Luft- und Raumfahrt, Straßen- und Schienenverkehr sowie Schifffahrt profitieren. Der neue Standort ergänzt die bestehenden Forschungsaktivitäten des HyCentA in Graz und stärkt die Kompetenzen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Erste nationale und europäische Forschungsprojekte für den Standort Enns sind bereits gesichert.

Weitere Informationen

Industrieprozesse werden zunehmend komplexer. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Produktqualität. Zwar stehen durch die Digitalisierung immer mehr Prozess- und Sensordaten zur Verfügung, doch die entscheidende Herausforderung bleibt: Wie lassen sich diese Daten in konkretes Wissen für eine effizientere Prozesssteuerung überführen?

Datum: 22.9.2026

Uhrzeit: 12:30 bis 16:20 Uhr

Ort: Linz Center of Mechatronics, Altenbergerstr. 66, 4040 Linz, Science Park I, Raum MT0121 oder online

Es werden die zentralen Projektergebnisse des Forschungsprojekts Cognergy anhand zweier industrieller Anwendungsfälle aus der Zementmahlung und der Schleifmittelproduktion vorgestellt. Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Einblicke in physikalische Prozessmodellierung, Machine Learning, Reinforcement Learning und Kausalanalyse sowie in deren konkrete Anwendung zur Steigerung von Effizienz und Nachhaltigkeit in der industriellen Produktion.

Zum Abschluss werden zukünftige Einsatzmöglichkeiten sowie das Potenzial zur Übertragung der entwickelten Technologien auf weitere Industriebereiche diskutiert.

Der Workshop wird auch in hybrider Form angeboten. Angemeldete Teilnehmer, die online teilnehmen, erhalten den Zugangslink vor der Veranstaltung. Bitte beachten Sie, dass die Anzahl der Teilnehmer begrenzt ist. Anmeldeschluss ist der 14. September 2026.

Projektpartner:

Linz Center of Mechatronics GmbH, Software Competence Center Hagenberg GmbH, Cement and Mining Technology GmbH und Hermes Schleifmittel Ges.m.b.H.

Programmdetails und Anmeldung: Seminar: Digital Tools for Energy-Efficient Industrial Processes – Results and Applications - Linz Center of Mechatronics

Am Dienstag, 15. September 2026, von 11:00 bis 11:30 Uhr gibt die E-Control in einem kompakten Webinar einen Überblick über die aktuellen Ergebnisse der Strom- und Gaskennzeichnung 2026.

Dr. Harald Proidl, Leiter Erneuerbare Energien und Leiter der Energieeffizienzmonitoringstelle der E-Control, präsentiert dabei nicht nur, wie Kund mit Strom und Gas beliefert wurden, sondern informiert auch über organisatorische und technische Neuerungen bei Herkunftsnachweisen sowie in der zugehörigen Datenbank.

Termin: Dienstag, 15. September 2026

Uhrzeit: 11:00–11:30 Uhr

Format: Webinar

Weitere Informationen und Anmeldung

Technologie

Wir freuen uns Ihnen eine neue Fördermöglichkeit der FFG vorzustellen. Mit der Initiative Leading Companies and Ecosystems werden global agierende und führende Industrieunternehmen gezielt dabei unterstützt, gemeinsam mit Start-ups, KMU, Forschungseinrichtungen und weiteren Partnern leistungsfähige Innovationsökosysteme mit Bezug zu den Schlüsseltechnologien aufzubauen.

Erstellen Sie in Phase 1 Ihre F&E-Roadmap zur Lösung einer Herausforderung mit Bezug zu den Schlüsseltechnologien und erhalten Sie in Phase 2 die Förderung zur Umsetzung. Insgesamt stehen 60 Mio. EUR für Leading Companies sowie Ihre Ökosysteme aus Start-ups, KMU und Forschungseinrichtungen zur Verfügung, um neue Wertschöpfungsketten zu schaffen und Österreichs internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Erfahren Sie mehr zu Zielen, Voraussetzungen und Einreichmöglichkeiten und stellen Sie Ihre Fragen beim Webinar am 8. September 2026.

Weitere Informationen zur Ausschreibung finden Sie im Dokument anbei oder über den Link.

Seit 1. September 2026 können Projekte für den Houskapreis 2027, Österreichs größten privaten Preis für anwendungsorientierte Forschung, eingereicht werden. Der von der B&C Privatstiftung vergebene Preis zeichnet wirtschaftsnahe Spitzenforschung aus und ist mit insgesamt 760.000 Euro dotiert.

Besonders interessant für Unternehmen ist die Kategorie „Forschung & Entwicklung in KMU“. Prämiert werden innovative Produkte, Verfahren, Methoden oder Dienstleistungen mit klarer Anwendungsperspektive und wirtschaftlicher Relevanz.

Eckpunkte auf einen Blick

  • Einreichfrist: 1. September bis 28. Oktober 2026
  • Kategorie für Unternehmen: Forschung & Entwicklung in KMU
  • Preisgelder pro Kategorie:

1. Platz: 150.000 Euro

2. Platz: 70.000 Euro

3. Platz: 30.000 Euro

  • Bekanntgabe der Nominierten: Februar 2027
  • Preisverleihung: 20. April 2027 in Wien

Es werden zwei Online- Informationsveranstaltungen seitens der B&C Privatstiftung angeboten; Anmeldung unter houskapreis@bcprivatstiftung.at erbeten:

Nähere Informationen, Ausschreibungsunterlagen, Bewertungskriterien und FAQs finden sich auf der Website des Houskapreise: https://bcgruppe.at/houskapreis/

Umwelt

Entsprechend § 8 Abs. 3 AWG 2002 (BGBl. I Nr. 102/2002) hat der Bundes-Abfallwirtschaftsplan eine Bestandsaufnahme der Situation der Abfallwirtschaft, eine Abschätzung der zukünftigen Entwicklungen der Abfallströmes owie die regionale Verteilung der Anlagen zur Beseitigung von Abfällen und bedeutender Anlagen zur Verwertung von Abfällen zu enthalten. Während der Bundes-Abfallwirtschaftsplan jeweils alle sechs Jahre veröffentlicht wird, zeigen die jährlichen Statusberichte Daten und Fakten zum Abfallaufkommen und zur Abfallbehandlung.

Näheres finden Sie hier.

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