th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Kündigungsentschädigungen - Abgabenrechtliche Behandlung

Alles auf einen Blick

Was versteht man unter Kündigungsentschädigung? 

Im Falle einer ungerechtfertigten Entlassung, einer frist- oder terminwidrigen Kündigung sowie eines berechtigten vorzeitigen Austritts aus Verschulden des Arbeitgebers gebührt dem Arbeitnehmer eine Kündigungsentschädigung. 

Der Anspruch umfasst sowohl das laufende Entgelt, auf das der Arbeitnehmer während der fiktiven Kündigungsfrist Anspruch gehabt hätte, als auch die anteiligen Sonderzahlungen sowie sonstige Entgeltbestandteile. 

Sozialversicherung 

Für die Zeit des Bezuges einer Kündigungsentschädigung (Entschädigungszeitraum) besteht die Pflichtversicherung weiter. Die in der Kündigungsentschädigung enthaltenen Teile der laufenden Bezüge sind für jeden Monat des Entschädigungszeitraumes als laufende Bezüge und die Sonderzahlungsanteile wie Sonderzahlungen zu behandeln. 

Lohnsteuer

Kündigungsentschädigungen sind im Kalendermonat der Zahlung zu erfassen und wie ein laufender Bezug nach dem Lohnsteuertarif zu versteuern. 

Dabei ist nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge ein Fünftel des verbleibenden Betrages - höchstens 1/5 der 9-fachen monatlichen Höchstbeitragsgrundlage (Wert 2017: € 8.964,-- steuerfrei zu belassen. Der Rest ist wie ein laufender Bezug im Zeitpunkt des Zufließens nach dem Lohnsteuertarif zu versteuern.

Beispiel:

Beendigung des Dienstverhältnisses eines Angestellten und Auszahlung des letzten laufenden Gehaltes mit 30.11.2017 (Arbeitgeberkündigung).

Nächster Kündigungstermin ist der 31.12.2017

Kündigungsentschädigung € 2.333,33 (€ 2.000,- laufender Bezug, € 333,33 aliquote Sonderzahlungen)

Dienstgeberbeitrag (DB) 

Die Kündigungsentschädigung ist DB-pflichtig. 

Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (DZ) 

Die Kündigungsentschädigung ist DZ-pflichtig. 

Kommunalsteuer 

Die Kündigungsentschädigung ist KommSt-pflichtig. 

Bitte wählen Sie oben ein Bundesland aus, um Kontakte und Serviceangebote des Bundeslandes zu erhalten.