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EU-Kontrollgerät und Fahrtenschreiber

Informationen und Praxistipps für Unternehmen

Für alle Fahrzeuge im Güterverkehr über 3,5 Tonnen ist ein EU-Kontrollgerät Vorschrift. Fahrzeuge mit Erstzulassung ab Mai 1996 benötigen ein digitales Kontrollgerät. Für ältere Fahrzeuge sind analoge Geräte erlaubt. Kontrollgeräte speichern alle Daten wie zum Beispiel die Lenk- und Ruhezeiten. Lenker und Beifahrer von Fahrzeugen ohne Kontrollgerät, die als Arbeitnehmer beschäftigt sind, müssen ein Fahrtenbuch führen. 

Einsatz EU-Kontrollgerät

Das EU-Kontrollgerät zeichnet die Fahr- und Ruhezeiten auf. Der Tachograph oder Fahrtenschreiber, wie das Kontrollgerät auch genannt wird, ist für LKW mit mehr als 3,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht und Bussen mit mehr als 8 Sitzplätzen vorgeschrieben. Fahrer und Unternehmen sind für die vorschriftsmäßige Benutzung verantwortlich.

Unternehmen müssen Lenker in der Bedienung des Kontrollgeräts schulen. Das Gerät muss alle 2 Jahre kontrolliert werden. Zusätzliche Kontrollen sind nach jeder Reparatur oder Änderung des Reifenumfangs vorgeschrieben.

Unterschieden wird zwischen digitalem und analogem Fahrtenschreiber.

Das digitale Gerät muss in allen ab 1.5.2006 erstmals zugelassenen LKW und Bussen eingebaut sein. Für das Gerät gibt es 4 Gerätekarten:

  1. Fahrerkarte lässt sich der Lenker ausstellen und muss sie immer mitführen
  2. Unternehmenskarte besorgt der Betrieb – mit ihr lässt sich die Fahrerkarte auslesen.
  3. Kontrollkarte – sie ermöglicht der Polizei das Auslesen des Kontrollgeräts
  4. Werkstattkarte ermöglicht das Kalibrieren und Einstellen des Fahrtenschreibers durch zertifizierte Werkstätten.

Das analoge Gerät bedient der Fahrer mit einem Schalter. Es zeichnet die Daten auf einem Schaublatt, der Tachoscheibe, auf.

Ausnahmen von der Kontrollgerätepflicht

Ohne Kontrollgerät dürfen Fahrzeuge zur Güterbeförderung bis 3,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht ohne Anhänger und Personenbeförderung bis zu neun Personen inklusive Fahrer oder Arbeitsmaschinen genutzt werden. 

Es gibt zahlreiche weitere Ausnahmen, die von der Nutzung des Fahrzeugs abhängen: Beispielsweise land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen, die sich nicht weiter als 100 km vom Firmenstandort wegbewegen. Innerhalb des 100-km-Radius gilt auch die Ausnahme, wenn das Lenken des Fahrzeugs nicht die Haupttätigkeit darstellt. 

Fahrtenbuch

Als Arbeitnehmer beschäftigte Lenker und Beifahrer von Fahrzeugen ohne Fahrtenschreiber müssen ein Fahrtenbuch führen. Unternehmer, die selbst liefern, sind in Österreich davon ausgenommen. In Deutschland müssen alle Lenker von Fahrzeugen ab 2,8 Tonnen bis 3,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht ein Fahrtenbuch führen.

Der Online-Ratgeber-EU-Kontrollgerät informiert, ob und wie ein Kontrollgerät verwendet werden muss.

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