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Junge Frau als Lehrling zur Kfz-Mechanikerin in einer Werkstatt
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Anpassungen bei der Lehrstellenförderung

Ab Juli 2026 sinkt die Basisförderung für Lehrlinge – doch eine wichtige Ausnahmeregel schützt viele steirische Betriebe.

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Aktualisiert am 18.06.2026

Das Wirtschaftsministerium hat dieser Tage in Sachen Lehrstellenförderung für Klarheit gesorgt: Ab 1. Juli 2026 wird die Basisförderung neu berechnet. Wer mehrere Lehrlinge ausbildet, bekommt für den zweiten und jeden weiteren Lehrling künftig nur noch 75 Prozent der bisherigen Berechnungsgrundlage ausbezahlt – vorausgesetzt, das förderrelevante Lehrjahr endet nach diesem Stichtag. Der Hintergrund ist eindeutig: Die inflationsbedingt gestiegenen Kosten für sämtliche Beihilfen sprengen das Gesamtbudget von 280 Millionen Euro, das durch das Doppelbudget 2027/28 unverändert festgeschrieben bleibt.

Hinweis
Ab 1. Juli 2026 wird die Basisförderung neu berechnet. Wer mehrere Lehrlinge ausbildet, bekommt für den zweiten und jeden weiteren Lehrling künftig nur noch 75 Prozent der bisherigen Berechnungsgrundlage ausbezahlt – vorausgesetzt, das förderrelevante Lehrjahr endet nach diesem Stichtag.

Eine wichtige Schutzregel federt den Einschnitt allerdings ab: Pro Betrieb und Kalenderjahr bleibt ein – frei wählbarer – Lehrling weiterhin vollständig mit 100 Prozent gefördert. Welchen Lehrling ein Betrieb dafür auswählt, liegt allein in seiner Hand. Das ist kein nebensächliches Detail: Knapp die Hälfte aller steirischen Lehrbetriebe bildet ohnehin nur einen einzigen Lehrling aus. Für sie ändert sich damit finanziell schlicht gar nichts.

Hinweis
Pro Betrieb und Kalenderjahr bleibt ein – frei wählbarer – Lehrling weiterhin vollständig mit 100 Prozent gefördert.

Ab 2029 steigt das Fördervolumen dann auf 285 Millionen Euro jährlich. Alle übrigen Förderkomponenten bleiben unberührt. Für Mehrfachausbilder bedeutet die Neuregelung unterm Strich dennoch spürbare Mehrkosten. Wer jetzt plant, sollte die neuen Fördersätze konsequent einkalkulieren. Denn die Ausbildungsbereitschaft der steirischen Betriebe ist ein wertvolles Gut.