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Johannes Matzhold
© Matzhold

„Güterverkehr ist der Motor unserer Wirtschaft“

Johannes Matzhold ist neuer Obmann der Fachgruppe Güterbeförderung. Herausforderungen begegnet er mit Sachlichkeit.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 21.01.2026

Voller Energie sei er und habe keinerlei Kontaktängste, erzählt Neo-Obmann Johannes Matzhold. Dementsprechend schnell fiel seine Entscheidung, die Obmannschaft von seinem Vorgänger Peter Fahrner zu übernehmen, der seit 2017 an der Spitze der Fachgruppe Güterbeförderung stand. „Ich habe keine Sekunde gezögert“, verrät Matzhold. Komplettiert wird sein Team durch seine beiden Stellvertreter Markus Pototschnig und Alexandra Trimmel.

In der Branche kennt sich der 62-Jährige aus. Der gelernte Kfz-Mechaniker begann seine Unternehmer-Karriere 1988 als Ein-Mann-Betrieb mit einem gebrauchten Lkw. „Eigentlich war es mein Ziel, als EPU mit einem Lkw bis zur Pension zu fahren. Doch dann kam alles anders. Vier Monate, bevor mein neuer Lkw angeliefert wurde, hatte mein alter einen Motorschaden. Ich reparierte ihn und stand auf einmal mit zwei Lkw da – einem neuen und einem alten mit tadellosem Motor. Ein Kollege bot mir dann an, für mich zu arbeiten. Und so nahm alles seinen Lauf.“ Heute hat Matzhold 60 Lkw und beschäftigt in seiner Transport- und Speditionsfirma in St. Ruprecht an der Raab 120 Mitarbeiter. Seine Fahrer seien weltweit unterwegs. Die Hauptzielrouten liegen jedoch in Deutschland, Italien, Skandinavien und den Beneluxstaaten. Transportiert wird so gut wie alles. Der Fokus liegt aber insbesondere auf Waren für die Elektroindustrie sowie die Zellstoff-, Lebensmittel- und Tiernahrungsindustrie. 

Die Prioritäten für seine Zeit als Obmann stehen für ihn schon fest: „Es gibt viele Herausforderungen. Zum einen die enormen Kosten, mit denen wir uns herumschlagen, zum anderen die Bürokratie, die abgebaut werden muss, und personelle Themen. Der Beruf des Lkw-Fahrers muss auch attraktiver werden. Das gelingt, indem mehr Netto vom Brutto übrigbleibt, aber auch, indem das Ansehen für den Job gesteigert wird. Lkw-Fahrer sind keine Störenfriede auf der Straße. Der Güterverkehr ist der Motor unserer Wirtschaft. Zudem brauchen wir Unternehmer eine deutlich bessere Planbarkeit.“