Zum Inhalt springen
Snowboard in Action
© Bischof Snowboards

Mit Vollgas auf die Piste

Leo Bischof bringt Kunden über einen innovativen Online-Konfigurator in Sekundenschnelle zum maßgeschneiderten Snowboard.

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 22.01.2026

Schneller produzieren als die Konkurrenz – das klingt nicht schlecht. 192 Millionen Mal schneller produzieren als die Konkurrenz – das klingt nach Utopie. Genau das ist es aber, was Leo Bischof auf dem Weg zu maßgefertigten Snowboards  verspricht. Der junge Steirer entwickelte einen Online-Konfigurator, der von Körper- direkt auf Snowboarddaten umrechnet – und das in deutlich weniger als einer Sekunde. Weltweit ist das in dieser Form einzigartig. „So kann ich maßgeschneiderte Boards in höchster Qualität leistbar anbieten“, erklärt der Gründer. 

Auf die Idee kam Bischof durch seine eigene Statur: „Ich habe einfach riesengroße Füße – es  gibt kein herkömmliches Board am Markt, das für mich passt.“ Entsprechend hoch sei die Sturzgefahr. Also habe er in der Corona-Zeit begonnen, selbst Snowboards zu bauen – und schließlich seine HTL-Diplomarbeit zum Thema begonnen. 1.442 Arbeitsstunden später habe er sein über 900 Seiten langes und 1,5 Kilo schweres Werk abgegeben – der weltweit erste Snowboard-Konfigurator war entwickelt.

Viele Menschen stehen auf Snowboards, die nicht wirklich passen. Mit meinem Online-Konfigurator können sie sich in kurzer Zeit ihr ideales Board entwerfen.

 

Über Bischofs Nebentätigkeit als Snowboard-Lehrer habe er zunehmendes Interesse an den Boards bemerkt. „Bis mich der Vater eines Schülers gefragt hat, ob ich ihnen nicht auch ein Brett bauen könnte.“ Gesagt getan, 2024 bewarb sich Bischof bei der Gründungsgarage, entwickelte den Konfigurator stetig weiter – bis zur Gründung vor wenigen Monaten. Die Selbständigkeit liegt ihm im Blut. „Mein Vater (Werner Bischof, Bischof Innovation and Technology, Anm.) ist auch  Unternehmer und Erfinder.“

Produziert wird in Kärnten. „Nach höchstem Industriestandard, mit Qualitätsmaterialien fast ausschließlich aus Österreich“, so Bischof, der aktuell noch jedes Brett selbst auf Basis der Pläne aus dem Konfigurator baut. „Weil ich mögliche Lücken in der Produktion schließen und den Prozess optimieren will.“ Später soll dann vollautomatisiert gebaut werden.

Über die Website können Kunden unkompliziert die wichtigsten Daten – Geschlecht, Größe, Gewicht und Co. – eingeben und das Board ihrer Träume designen. Auch was die Fahrweise und die Optik betrifft. „Im ‚Advanced Mode‘ gibt es für Auskenner die Möglichkeit, noch mehr Details zu beeinflussen“, erklärt der Gründer. Bei Unsicherheit könne man sich auch kostenlos beim Kauf beraten lassen. 

Bei Snowboards allein soll es übrigens nicht bleiben: „Wir werden heuer noch mit Ski, Skwal und Co. starten“, so Bischof.  Neben dem Online-Verkauf direkt an Kunden seien auch B2B-Partnerschaften angedacht. „Mit einem Händler kooperieren wir bereits – das wollen wir ausbauen!“

QUERGEFRAGT

Was ist Ihre Vision?

Bischof: Menschen auf Bretter zu bringen, die wirklich passen.

Die nächsten Ziele?

Nutzerfreundlicher zu werden, auch Ski anzubieten und mit Schuh- und Bindungsmanufakturen zu kooperieren. Man soll bei uns alles Nötige bekommen.

Die Herausforderungen?

Produktion, Marketing und Co. unter einen Hut zu bringen.