Das „Tuxi“ von Peter Schlacher erobert die Grazer Innenstadt
Seit Mai sind in Graz Tuk-Tuks unterwegs. Was es mit ihnen auf sich hat und wieso sie Taxis keine Konkurrenz machen.
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In der Landeshauptstadt hat sie vielleicht der eine oder andere schon entdeckt: ein rotes und ein türkises E-Tuk-Tuk, die seit Mai in der Grazer Innenstadt unterwegs sind und unter dem klingenden Namen „Tuxi“ fahren. Dahinter steckt Peter Schlacher. Seit rund drei Jahren importiert er mit seinem Unternehmen „CityTuk“ E-Tuk-Tuks und adaptiert sie für den österreichischen und deutschen Markt. „Die Idee entstand durch Zufall. Ich wollte mir eigentlich vor ein paar Jahren ein Lastenfahrrad kaufen, um mit meinem Hund ins Büro fahren zu können, doch die Räder waren trotz Förderung sehr teuer. Irgendwann wurde ich auf Tuk-Tuks aufmerksam.“ Recht bald erkannte Schlacher, dass er das Tuk-Tuk nicht nur für sich selbst nutzen kann, sondern die Fahrzeuge auch weiterverkaufen könnte. „Tuk-Tuks sind im Prinzip elektrische Lastenräder, mit denen man auf Radwegen fahren kann. Die Fahrzeuge beziehe ich aus Asien, tausche minderwertige Teile aus und verkaufe sie dann mit meinem dreiköpfigen Team weiter“, erzählt Schlacher. Zu den Kunden zählen hauptsächlich Senioren, körperlich eingeschränkte Personen oder junge Menschen, die sich kein Auto leisten können.
Tuk-Tuks als „Tuxis“
Hat Schlacher früher nur Tuk-Tuks ohne Dach verkauft, hat er seit diesem Jahr auch bedachte Fahrzeuge im Programm. Und mit eben diesem Modell wollte er beim kürzlich stattgefundenen Grazer Lendwirbel Fahrten zu Promotionszwecken anbieten. „Ich wollte damit unser neues Modell unter die Leute bringen. Dazu habe ich die Ladefläche so umgebaut, dass zwei erwachsene Fahrgäste Platz haben. Die Fahrten kamen so gut an, dass ich mir dachte: Warum nicht generell Fahrten innerhalb der Stadt anbieten?“
Damit fiel der Startschuss zu den „Tuxi-Fahrten“ in Graz, die seit Mai von Mittwoch bis Samstag von 20 Uhr bis 4 Uhr in der Früh angeboten werden und primär für Fahrten in den inneren Stadtbezirken gedacht sind. Aktuell sind zwei Fahrzeuge unterwegs, ab August sollen drei weitere dazukommen. Geplant ist dann auch, dass die Fahrten auf Sonntage zwischen 10 und 22 Uhr ausgeweitet werden. „Man kann bei uns keine Einzelfahrten bestellen, sondern sich das Tuxi nach dem Prinzip ‚Catch me if you can‘ sichern. Sieht man also ein freies Tuxi, kann man es an Ort und Stelle abstoppen und mitfahren.“ Fahrten innerhalb eines Bezirks kosten sechs Euro. Mieten kann man das Tuxi aber auch für halbe und ganze Stunden. „Wir richten uns mit unserem Angebot vor allem an Touristen, das Partyvolk oder auch einfach an Leute, die zum Spaß mit dem Tuk-Tuk unterwegs sein wollen. Wir fahren auf Radwegen und kommen daher sehr schnell ohne Stau voran.“