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Pixel Project
© Pixel Project

Pixel Project: Wo aus Kreativität ein Beruf wird

Von der Idee bis zum fertigen Werbeauftritt – und mittendrin die Fachkräfte von morgen.

Lesedauer: 4 Minuten

Aktualisiert am 28.08.2026

Ein Firmenlogo an der Fassade, die Beklebung eines Linienbusses oder die markanten M-Preis-Würfel vor den Supermärkten – täglich begegnen uns Produkte der Werbetechnik, ohne dass wir darüber nachdenken, wer sie gestaltet und produziert. Genau hier kommt Pixel Project ins Spiel. Das Innsbrucker Unternehmen zählt seit seiner Gründung 2002 zu den führenden Betrieben der Werbetechnik in Tirol und setzt auf eine Ausbildung, die weit über den Lehrplan hinausgeht.

37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt Pixel Project heute, darunter drei Lehrlinge im Beruf Beschriftungsdesign und Werbetechnik. Ein weiterer Ausbildungsplatz ist derzeit frei. „Das ist ein absolut lässiger Beruf für flippige Typen“, sagt Geschäftsführer Andreas Span. „Es dreht sich alles um Kreativität, Farben und Bilder. Wer Freude an Gestaltung hat, handwerklich geschickt ist und gleichzeitig gerne am Computer arbeitet, für den ist das ein absoluter Traumjob.“

Pixel Project
© Pixel Project Lehrling Nora und Mitarbeiter Philip bei der Verarbeitung einer großformatig bedruckten Folie bei Pixel Project in Innsbruck.

Kreativ, technisch und unglaublich vielseitig

Der Lehrberuf Beschriftungsdesign und Werbetechnik ist noch relativ unbekannt – dabei vereint er Gestaltung, Handwerk und modernste Technik wie kaum ein anderer. Die Fachkräfte entwerfen Werbemittel, Fahrzeugbeklebungen oder Leuchtwerbung, beraten Kundinnen und Kunden, wählen Materialien aus und setzen Projekte mit Großformatdruckern, Schneideplottern und CNC-Fräsen um. Verarbeitet werden unter anderem Folien, Acrylglas, Aluminium, Textilien oder Verbundplatten. Zum Schluss werden die fertigen Produkte direkt beim Kunden montiert – an Gebäuden, Schaufenstern oder Fahrzeugen.

„Wir machen vom kleinen Büroschild über Fassadeneinhausungen bis hin zu kompletten Projekten für Betriebe eigentlich alles“, erklärt Span. Viele Produkte kennt jeder Tiroler – nur kaum jemand weiß, wo sie entstehen. „Was von uns kommt, aber kaum einer weiß, sind die M-Preis-Würfel und die komplette Beklebung der M-Preis-Filialen. Auch die Beklebung der IVB-Busse stammt von uns.“

Lehre mit Verantwortung und Zusatzqualifikationen 

Gerade diese Vielseitigkeit macht den Beruf aus. Kein Auftrag gleicht dem anderen und die Ergebnisse der eigenen Arbeit bleiben oft jahrelang im öffentlichen Raum sichtbar.

Bevor ein Lehrvertrag unterschrieben wird, absolvieren Interessierte zunächst eine Schnupperwoche. Danach zeigt sich rasch, ob der Beruf zu den Jugendlichen passt. Im Betrieb selbst wird von Anfang an auf Eigenverantwortung gesetzt. „Schon nach drei Monaten bekommen unsere Lehrlinge sehr viel Verantwortung. Nur so lernen sie wirklich etwas“, betont Span.

Die Lehrlinge durchlaufen bei Pixel Project bewusst alle Unternehmensbereiche: von der Grafik und Druckvorstufe über den Digitaldruck und die Produktion bis zur Konfektion mit Nähen und Ösen sowie zur Montage beim Kunden. Sie lernen den gesamten Ablauf kennen – von der ersten Kundenanfrage bis zum fertigen Produkt.
Besonders wichtig ist dem Unternehmen aber die Weiterbildung. Neben der Berufsschule absolvieren die Lehrlinge zusätzliche Verklebekurse, werden an modernsten Maschinen geschult und laufend intern weitergebildet. Denn die Werbetechnik entwickelt sich rasant weiter. „Der Wille zur Weiterbildung wird von uns vorausgesetzt. Wir arbeiten in einer Branche, die sich ständig verändert. Ob neue Drucktechnologien oder moderne CNC-Fräsen – es gibt laufend neue Entwicklungen.“

Pixel Project
© Pixel Project Lehrling Miriam bei der Arbeit an einer modernen Produktionsanlage - ein Beispiel dafür, wie digitale Technik, Präzision und handwerkliches Geschick im Lehrberuf Beschriftungsdesign und Werbetechnik zusammenspielen.

Span würde sich wünschen, dass auch die Berufsschulen diese Entwicklung noch stärker abbilden: „Die Lehrlinge müssen am Ende ihrer Ausbildung alles können. Dafür braucht es einen noch stärkeren Fokus auf digitale Technologien und moderne Arbeitsweisen.“

Eigene Fachkräfte für die Zukunft

Die Investition in die Ausbildung zahlt sich für Pixel Project aus. Das Unternehmen bildet seine Fachkräfte bewusst selbst aus – und viele bleiben nach der Lehre im Betrieb. Für Andreas Span ist das der beste Weg, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig zu gewinnen.

Seine Botschaft an Jugendliche ist klar: Wer einen Beruf sucht, der Kreativität mit moderner Technik verbindet, gerne im Team arbeitet und am Ende des Tages sichtbare Ergebnisse schafft, findet in der Beschriftungs- und Werbetechnik beste Perspektiven. „Man kommt viel herum, arbeitet an völlig unterschiedlichen Projekten und sieht jeden Tag das Ergebnis seiner eigenen Arbeit. Langweilig wird es bei uns garantiert nie.“

So zeigt Pixel Project eindrucksvoll, dass dieser noch wenig bekannte Lehrberuf weit mehr ist als das Gestalten von Schildern – nämlich eine abwechslungsreiche Ausbildung mit modernster Technik, viel Verantwortung und ausgezeichneten Zukunftschancen.

Weitere Infos: www.pixelproject.at

Im Bild oben: Geschäftsführer Andreas Span und Lehrling Nora bei der gemeinsamen Arbeit am Schneidetisch: Bei Pixel Project in Innsbruck werden bedruckte Beschriftungselemente präzise zugeschnitten, kontrolliert und für die weitere Verarbeitung vorbereitet.