Innerstädtischer Schienenverkehr 2025
Bahnen in der Stadt für weniger Stau, Lärm und Schmutz
Lesedauer: 3 Minuten
01 Umwelt & Klima
Der Trend zur Verstädterung nimmt weltweit zu – auch in Österreich. Bis 2050 werden rund eine
Million Menschen mehr in den Ballungsräumen des Landes leben. Damit steigt der Mobilitätsbedarf erheblich. Die zentrale Frage lautet: Wie können wachsende Bevölkerungszahlen und nachhaltige Mobilität in Einklang gebracht werden? Eine entscheidende Lösung ist der innerstädtische Schienenverkehr, der als umweltfreundliche Alternative zum Individualverkehr gilt.
Umweltbelastung: Schiene und Straße im Vergleich
Der innerstädtische Schienenverkehr
ist nicht nur umweltverträglicher als
der Individualverkehr, sondern trägt
auch dazu bei, Staus zu verringern.
Pro Stunde können um ein Vielfaches
mehr an Personen mit S-Bahn, U-Bahn
und Straßenbahn fahren, als mit
dem eigenen Auto
Kapazitäten Bahn Auto im Vergleich
Der Platzbedarf und die Transportkapazität sprechen für sich: Während ein PWK nur wenige Menschen befördert, ermöglicht der öffentliche Verkehr eine effiziente Nutzung des vorhandenen Raums.
- 1 Straßenbahnfahrt entspricht ca 200 Autofahrten
- 1 S-Bahnfahrt entspricht 775 Autofahrten
- 1 U-Bahnfahrt entspricht 880 Autofahrten
Klimaneutraler Verkehr bis 2040
Um die Klimaneutralität im Verkehr bis 2040 zu erreichen, sind drei Maßnahmen entscheidend:
die Elektrifizierung des Verkehrs, eine Steigerung der Energieeffizienz und eine signifikante Reduktion des motorisierten Individualverkehrs.
Konkret bedeutet das: Der Anteil des Individualverkehrs muss von 61% auf 42% sinken, während de öffentliche Verkehr von 16% auf 23% steigen soll. Der Schienenverkehr ist hier ein zentraler Hebel für die Verkehrswende.
02 Umwelt & Klima
Der Trend zur Verstädterung nimmt weltweit zu – auch in Österreich. Bis 2050 werden rund eine
Million Menschen mehr in den Ballungsräumen des Landes leben. Damit steigt der Mobilitätsbedarf erheblich. Die zentrale Frage lautet: Wie können wachsende Bevölkerungszahlen und nachhaltige Mobilität in Einklang gebracht werden? Eine entscheidende Lösung ist der innerstädtische Schienenverkehr, der als umweltfreundliche Alternative zum Individualverkehr gilt.
Öffentliche Verkehrsnetze: Mobilität in Stadt und Region
Öffentlicher Verkehr funktioniert in Österreich als Zusammenspiel verschiedener Systeme:
U-Bahn, Straßenbahn, Autobus, Obusse, und weitere.
Fünf zentrale Verkehrsunternehmen zeigen die Größe und Vielfalt der öffentlichen Verkehrsnetze
in Österreich.
Elektrisch unterwegs: Öffis verbinden Schiene und Straße
Elektrifizierung findet im öffentlichen Verkehr nicht nur auf der Schiene statt.
Neben U-Bahn und Straßenbahn zählen auch Obusse, E-Busse und elektrisch betriebene Regionalbahnen zu den elektrischen Netzen.
Die öffentlichen Verkehrsnetze in Österreich sind multimodal und zunehmend elektrisch.
Straßenbahnen, U-Bahnen, Obusse, E-Busse und elektrisch betriebene Bahnen ergänzen einander.
Zusätzlich werden auch weitere alternative Antriebe eingesetzt, in Wien beispielsweise
Wasserstoff für H2-Busse.
Wien zählt zu den Größten Europas
Die Wiener Linien betreiben das umfangreichste regionale Verkehrsnetz des Landes. Dazu zählen:
- 83 Kilometer U-Bahn-Strecken
- 888 Kilometer Buslinien
- 244 Kilometer Straßenbahnnetz
Umweltfreundlicher Stadtverkehr: Öffis mit kleinem Fußabdruck
Obwohl Wiener:innen rund 30 % ihrer Wege
mit Öffis zurücklegen, machen die Öffis in
Wien nur 1 % des gesamten ökologischen
Fußabdrucks der Stadt aus.
Dies liegt an der hohen Effizienz des öffentlichen Verkehrs: Die Fahrzeuge nutzen
den verfügbaren Platz optimal, vermeiden
Staus und reduzieren CO2 drastisch.
E-Mobilität: Wien als Vorreiter
Täglich nutzen rund 2 Millionen Fahrgäste das Wiener Öffi-Netz, und etwa 70 % der Wiener Bevölkerung fährt regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Dies zeigt, wie stark der Öffentliche Verkehr in Wien als nachhaltige Mobilitätsoption genutzt wird – und das mit einem Großteil der Fahrzeuge, die bereits vollelektrisch und mit 100 % grüner Energie betrieben werden. Rund 80 % der Fahrgäste sind somit umweltschonend elektrisch unterwegs.
Damit zeigt sich:
Wer in der Stadt nachhaltig unterwegs sein will, setzt auf den Schienenverkehr.
Quellen: BMK, Uweltbundesamt, Statistik Austria, Wiener Linien Geschäftsbericht, VCÖ, UITP, Stadt Wien/MA22
Innerstädtischer Verkehr Österreich 2025