Zum Inhalt springen
Man sieht das Symbol eines gelben Dreiecks mit einem schwarzen Rufzeichen auf blauem Hintergrund. Das Icon wird von einer Hand gehalten und symbolisiert Gefahr.
© vegefox.com | stock.adobe.com

Phishing: Aktualisierung von Gewerbedaten / Firmendaten

Zahlreiche betrügerische E-Mails in vielen Varianten mit simulierten (WKO) Absendern im Umlauf: Anhänge nicht öffnen, keine Daten eingeben

Lesedauer: 1 Minute

06.10.2026

Vorgangsweise

Viele Unternehmen erhalten derzeit betrügerische E-Mails zur angeblich notwendigen „jährlichen Aktualisierung der Gewerbedaten, E-Rechnungspflicht, Datenüberprüfung, ID Austria“ oder mit ähnlichen Betrefftexten. Es sind viele Varianten im Umlauf. 

Die Nachricht erweckt den Eindruck, von einer offiziellen Stelle oder der WKO zu kommen. Auffällig ist die Verwendung von Absender-Mail-Adressen mit der Endung ...@wko.com und vermeintlichen WKO Signaturen.

Empfänger:innen sollen ein beigefügtes HTML-Formular prüfen und zurücksenden. Diese E-Mails stammen nicht von der Wirtschaftskammer.

Empfohlene Reaktion

Für alle kursierenden Varianten gilt:

  1. Gehen Sie auf diesen Betrugsversuch nicht ein.
  2. Öffnen Sie vor allem den HTML-Anhang nicht, geben Sie keine Daten weiter.
  3. Antworten Sie nicht auf die E-Mail. 

Version "Gewerbeaufsicht"

Merkmale

  • Als Absender wird "Gewerbeaufsicht“ angegeben.
  • Als Absenderadresse wird z. B. gewerbe@wko.com verwendet. Die Domain „wko.com“ soll einen Bezug zur Wirtschaftskammer vortäuschen.
  • Der Betreff lautet "Jährliche Aktualisierung der Gewerbedaten“.
  • In der Nachricht wird behauptet, dass „gemäß den aktuellen Vorgaben zur Gewerbeüberwachung“ eine jährliche Aktualisierung der hinterlegten Betriebsdaten erforderlich sei.
  • Die Empfänger:innen werden aufgefordert, ihre Angaben in einem beigefügten Formular zu prüfen und dieses zurückzusenden.
  • Als Anhang wird z. B. die HTML-Datei „Sicherheitsdaten_Meldung_2026.html“ mitgeschickt.
  • Mit einer Frist bis zum 28. Februar 2027 wird zusätzlicher Handlungsdruck erzeugt.
  • Die Nachricht behauptet, die Aktualisierung sichere den „reibungslosen Fortgang Ihrer gewerblichen Tätigkeit“.
  • Als vermeintliche Absenderstelle werden ein „Gewerbeaufsichtsamt“ und ein „Referat für Betriebsüberwachung“ genannt.
  • Als Telefonnummer wird 059133-81100 angegeben.

Screenshot einer Mail

Muster der Phishingmeldung. Die Beschreibung befindet sich im Text oberhalb
© WKÖ

Versionen mit "Datenaktalisierung, E-Rechnung, ID-Austria oder NIS2"

Merkmale 

  • Die E-Mail trägt beispielsweise den Betreff "Hinweis: E-Rechnungspflicht 2026 – Bestätigung Ihrer Daten“, "Ihre Firmendaten: Bestätigung erforderlich" oder "Bestätigung der Daten für ID Austria".
  • Als Absender wird zB "WKO Abrechnung“, "WKO Polizei", "WKO-Verwaltung" angegeben.
  • Als Absenderadresse wird beispielsweise abrechnung@wko.com, verwaltung@wko.com oder polizei@wko.com verwendet.
  • Die Nachricht behauptet, die Wirtschaftskammer Österreich führe wegen der Einführung der elektronischen Rechnung ab 2026 eine „einmalige Prüfung der hinterlegten USt-Daten“ durch.
  • Empfänger:innen sollen ihre aktuellen Steuerdaten über ein beigefügtes Dokument bestätigen.
  • Im Anhang befindet sich beispielsweise die Datei mit unterschiedlichen Bezeichnungen wie „E-Rechnungspflicht 2026.html“.
  • Mit Formulierungen wie „Nur bei korrekten Angaben kann die Zuordnung in das neue System der Finanzämter reibungslos erfolgen“ wird zusätzlicher Druck aufgebaut.
  • Als Frist für die Rücksendung des angeblichen Formulars wird beispielsweise der 30. November 2026 genannt. Die E-Mail enthält eine vermeintliche WKO Signatur mit Kontaktdaten, um einen seriösen Eindruck zu erwecken.  

Screenshots einiger aktuell kursierenden Varianten

Bilder der Phishing-Mail. Die Informationen befinden sich oberhalb
© WKÖ
Bilder der Phishing-Mail. Die Informationen befinden sich oberhalb
© WKO
Bilder der Phishing-Mail. Die Informationen befinden sich oberhalb
© WKO
Muster der Phishing-Mail, Informationen befinden sich überhalb
© WKÖ