Basis Presseinformation Fachverband Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie
Der Fachverband stellt sich vor: Aufbau, Aufgaben und Ziele
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Der Fachverband stellt sich vor
Der Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie ist eine bundesweite Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit.
Mitglieder sind Unternehmen, die maßgeblich zur Energieversorgung und Mobilität in Österreich beitragen. Sie gewinnen und verarbeiten flüssige und gasförmige Energierohstoffe, setzen moderne Untertagetechnologien ein und entwickeln Geoenergiesysteme wie Geothermie sowie Lösungen für CO₂-Abscheidung und -Speicherung (CCUS). Darüber hinaus verarbeiten sie Erdöl in Kombination mit nachhaltigen Rohstoffen und treiben die Entwicklung konventioneller wie alternativer Kraftstoffe voran. Ebenso stellen sie die notwendige Infrastruktur und Technik für erneuerbare Mobilität bereit und gestalten damit den Weg in eine klimafreundlichere Zukunft.
Mitglieder des FVEK
ADX VIE GmbH
bp Austria GmbH
bp Retail Austria GmbH
Castrol Österreich Lubricants GmbH
Enilive Austria GmbH
Enilive Marketing Austria GmbH
Enimoov Austria GmbH
Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H.
Erdöl-Tanklagerbetrieb GmbH
Halliburton Company Austria GmbH
JET Tankstellen Austria GmbH
LUKOIL Lubricants Europe GmbH
MB Well Services GmbH
MOL Austria Handels GmbH
OMV Aktiengesellschaft
OMV Exploration & Production GmbH
OMV Austria Exploration & Production GmbH
OMV Downstream GmbH
OMV Solutions GmbH
ONEO GmbH
RAG Austria AG
RED Drilling & Services GmbH
REP GmbH
Services Petroliers Schlumberger
Schwerpunkte der Fachverbandsarbeit
Ein wesentlicher Aufgabenbereich ist neben der gesetzlichen Interessenvertretung die wöchentliche firmenneutrale Erhebung der Tankstellenpreise bei Kraftstoffen gemäß Preistransparenzgesetz für den öffentlich zugänglichen EU-weiten Vergleich durch die Europäische Kommission.
Der Fachverband betreut branchenrelevante Bereiche, Klima-, Umwelt- und Energiethemen wie Kraftstoffregulierungen, Emissionshandel, Energieeffizienz, Normen, Abwasser/Abfall und REACH sowie steuer-, gewerberechts- und sozialpolitische Themen in Zusammenarbeit mit Firmenvertreter:innen und Expert:innen (Arbeitskreise).
Der Fachverband ist zuständig für die Koordinierung und Verfassung von Stellungnahmen im Rahmen der branchenspezifischen Begutachtung von EU-Richtlinien und nationalen Gesetzes- und Verordnungsentwürfen gegenüber Ministerien und sonstigen Behörden.
Kollektivvertragsverhandlungen für die Mitgliedsfirmen
Die Kollektivvertragsverhandlungen mit der Gewerkschaft der Privatangestellten, GPA sowie mit der Gewerkschaft PRO-GE für rund 4.500 Beschäftigte sind eine weitere zentrale Aufgabe des Fachverbandes.
Eine Branche auf dem Weg in die Zukunft
Die österreichische Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie ist ein wesentlicher Player bei allen Anstrengungen, die auf nationaler wie auch europäischer Ebene in Richtung Energiewende unternommen werden, und setzt sich intensiv mit der Zukunft unseres Energiesystems auseinander.
Schwerpunkte sind die Reduktion von Emissionen, der Ausbau CO₂-ärmerer Energie- und Mobilitätslösungen und die Stärkung der Kreislaufwirtschaft.
Die Unternehmen optimieren ihre Produktionsprozesse – von der Förderung bis zur Verarbeitung flüssiger Energierohstoffe – wie auch ihre Produkte laufend.
Durch die Kommerzialisierung von neuen, saubereren Energieträgern gestaltet die Branche den Transformationsprozess des Energiesystems aktiv mit und leistet einen positiven Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen und zum Erreichen der Ziele des Pariser Klimaabkommens.
Die Branche engagiert sich mit hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung für innovative Lösungen und gilt als verlässlicher Partner bei der Erreichung der Klimaziele.
Umbenennung und inhaltliche Neuausrichtung
Mit Jahresanfang 2026 wurde aus dem Fachverband der Mineralölindustrie der Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie. Die inhaltliche Neuausrichtung und der neue Name spiegeln die Transformationsbestrebungen der gesamten Branche wider, stellen den Verband zukunftsorientiert auf und sind auch ein Bekenntnis zur aktiven Mitgestaltung der Energiewende in Österreich. Die rechtliche Grundlage für diese Anpassung wurde durch eine Änderung der Fachorganisationsordnung in einem offiziellen Beschluss im Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Österreich beschlossen und trat mit 1. Jänner 2026 in Kraft.
Tankstellenmarkt in Österreich
Die zum Jahresende 2025 erhobenen 2.694 öffentlich zugänglichen Tankstellen (davon 1.283 sogenannte Major Branded Stationen der FVEK-Mitgliedsunternehmen Enilive, bp, OMV mit Avanti, Shell und JET) sorgen dafür, dass die Lenkerinnen und Lenker von über 5 Mio. PKW ein dichtes Netz zur Kraftstoffbetankung vorfinden. Hinzu kommen noch hunderttausende Motorräder und Motorfahrräder, Autobusse und Lastkraftwägen, die ebenfalls an den Tankstellen mit Kraftstoffen versorgt werden.
Besonders dynamisch entwickelt sich der Bereich Elektromobilität: 2025 waren es bereits 334 Tankstellen, an denen E-Autos geladen werden können. Die Gesamtzahl der Ladepunkte an österreichischen Tankstellen ist im Jahr 2025 noch einmal um fast 57 Prozent auf 1.246 angestiegen. Davon entfallen 1.119 auf Schnellladepunkte ab 150 kW – also bereits die überwiegende Mehrheit.
Auch alternative Kraftstoffe sind im Netz verankert: 160 Tankstellen bieten die Dieselkraftstoff-Alternative HVO 100 (Hydrotreated Vegetable Oil) an, die aus Abfall und Reststoffen hergestellt wird. CNG (Erdgas) ist an 64 Standorten verfügbar, LNG (Flüssigerdgas) an 9 Standorten und LPG (Autogas) an 29 Standorten. Darüber hinaus dienen viele Tankstellen als Servicestationen und Rasteinrichtungen auf Reisen aber vielerorts auch als Nahversorger für schnelle Einkäufe.
Der heimische Kraftstoffmarkt unterlag in den letzten Jahren regelmäßigen Untersuchungen. Jedes Mal wurde die marktkonforme Preisgestaltung am österreichischen Tankstellenmarkt bekräftigt. Auch die BWB hat in ihrem Abschlussbericht festgehalten, dass die gestiegenen Preise nicht auf fehlenden Wettbewerb zwischen den Tankstellen zurückzuführen sind.
Die Unternehmen leisten in diesem kompetitiven Umfeld Wesentliches, um die Versorgungssicherheit in Österreichs zu stärken. Die Mitgliedsunternehmen sind bestrebt, die Preisentwicklung an ihren Tankstellen transparent zu kommunizieren und darzustellen. Über Apps und Internet können die Konsumenten die aktuellen Spritpreise jederzeit und ortsungebunden überprüfen
Die Fachverbandsführung
Obmann
Martijn van Koten
Vorstandsmitglied, Executive Officer Refining, OMV Aktiengesellschaft
Stellvertreter
Rainer Klöpfer
Vorsitzender der Geschäftsführung Shell Austria GmbH
Mag. Armin Springer, gewerber. Geschäftsführer
Enilive Marketing Austria GmbH
Geschäftsführerin
Dr. Hedwig Doloszeski
Rückfragen an: Pressestelle Fachverband der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie
ikp Wien GmbH, Telefon: +43 1 524 77 90 24, E-Mail: fvek@ikp.at