Präsidenten der Wirtschaftskammer Kärnten
1938 bis heute
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Max Hofer (1938)
Max Hofer ist, vom Jänner bis März 1938 amtierend, bis heute der Kammerpräsident mit der kürzesten Amtszeit. Am Gängelband der staatlichen Politik befindlich, gelang es ihm nicht, eigenständige Initiativen zu setzen.
Alois Winkler (1938-1942)
Alois Winkler hatte, von Gauleiter Hubert Klausner als kommissarischer Leiter in sein Amt eingesetzt, zudem noch Gauwirtschaftsberater und Teil der Landesregierung, hatte die Kammer während des Zweiten Weltkrieges ganz in den Dienst der NS-Wirtschaftspolitik zu stellen.
Fritz Kern (1942-1945)
Ambros Umlauft legte als Inhaber eines Putz- und Modewarengeschäft in Klagenfurt.den Fokus auf die Stärkung des regionalen Wirtschaftsstandorts und der Vernetzung der Kärntner Kaufleute. Zu diesem Zweck nutzte er wie seine Vorgänger seine Position als Kammerpräsident wie auch als Landtagsabgeordneter, um die Anliegen der Wirtschaft im Landtag zu vertreten.
Robert Rapatz (1945-1955)
Robert Rapatz wirkte in den schwierigen Jahren nach 1945 im organisatorischen und – seine Kenntnisse als Zivilingenieur sowie Baumeister nutzend – baulichen Wiederaufbau der Kammer verdienstvoll. Letzteres war ihm eine Herzensangelegenheit. In seine Amtszeit fällt der Beginn des Wirtschaftswunders. Kärnten vollzog die Transformation von einem Agrarland zu einem Industrieland.
Werner Pfrimer (1955-1972)
Werner Pfrimer ging es in seiner Amtszeit insbesondere um die Erhaltung der Kammer als repräsentative Körperschaft solidarischer Unternehmer, um ein geschlossenes Auftreten nach außen sowie um gute Kontakte zu den Sozialpartnern. Gleichermaßen wichtig waren ihm die Betreuung, Schulung und Beratung der Mitglieder.
Karl Baurecht, 1972-1990
Karl Baurecht begann mit einem Fruchimporthandel – speziell Bananen –, errichtete eine Bananenreiferei und war Marktführer in Kärnten. Später erfolgte der Umstieg auf die Sonnenbrillenerzeugung und -großhandel. Seine Ära als Präsident war geprägt von großen Strukturveränderungen in der Industrie, im Handel und auch im Tourismus. Dafür endete die verkehrstechnische und ökonomische Randlage Kärntens durch die Eröffnung der Tauernautobahn nach Norden (1986) und des Karawankentunnels nach Süden (1990).
Karl Koffler (1990-1999)
Karl Koffler übernahm 1955 den elterlichen Hotel- und Gastgewerbebetrieb in Finkenstein in vierter Generation, war Obmann der Sektion Fremdenverkehr und bekleidete viele öffentliche Funktionen, u. a. als Landtagsabgeordneter. Seine Amtsperiode war geprägt von der Öffnung der Kärntner Wirtschaft nach Oberitalien und Slowenien, das 1991 seine Unabhängigkeit erklärte. Die stark ausgebaute Serviceorientierung, die behutsame Liberalisierung des Gewerberechts und der Ausbau des WIFI mit ebenso innovativen wie praxisbezogenen Aus- und Weiterbildungsangeboten waren Teil von Kofflers ausgeprägtem wirtschaftlichpolitischem Grundverständnis.
Franz Pacher (1999-2014)
Franz Pacher galt als einer der Wegbereiter für die Modernisierung des Wirtschaftsstandorts Kärnten im neuen Jahrtausend. Seine Aufgaben sah er vor allem darin, für die Wirtschaftstreibenden ein unternehmerfreundliches Umfeld zu schaffen und ihnen bestmögliche Serviceleistungen zu bieten.
Jürgen Mandl (seit 2014)
Jürgen Mandl positioniert sich als Verfechter für Entlastungen und bessere Rahmenbedingungen für Kärntner Unternehmen und fordert regelmäßig Reformen unter dem Motto „Leistung muss sich wieder lohnen“, um den Standort Kärnten im Rahmen der globalen Konkurrenz wettbewerbsfähig zu halten. Der Abbau bürokratischer Hürden ist ihm eine Herzensangelegenheit.