Wirtschaft im Wandel
1874 bis 1921
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Forschung als Basis für die Produktion: das Laboratorium Carl Auer von Welsbachs
Carl Auer von Welsbach begründet 1898 in Treibach in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit den „Treibacher Chemischen Werken“ ein zukunftsweisendes Unternehmen und modernes Industriesegment: Forschung und Produktion werden miteinander verknüpft. Der Fokus richtet sich zunächst auf die Entwicklung und Produktion des Cereisens („Auermetall“). Sehr bald fand dieses weltweite Verbreitung als Zündstein in der Feuerzeugindustrie.
Das Ende: Erzquetsche aus dem 19. Jahrhundert in Lölling heute
Die Kärntner Eisenindustrie, über Jahrhunderte das Herz der Landeswirtschaft, mit dem Zentrum im Görtschitztal ist am Ende angelangt. Nur ein kleiner Rest der alten Montanherrlichkei wie der Erzabbau in Hüttenberg oder die Bleiberger Bergwerksunion bleibt erhalten.
Neue industrielle Segmente entstehen: die Papierfabrik Frantschach
Was sich 1894 mit der Errichtung der ersten Papierfabrik in Kärnten in Frantschach durch Hugo Henckel von Donnersmarck andeutet, erfährt um die Jahrhundertwende mit der Gründung von holzindustriellen Unternehmen eine Fortsetzung. Im Sinne des Schumpeter'schen „Entrepreneurs“ wagen sie den Einstieg in industrielles Unternehmertum und füllen das durch die Liquidierung großer Teile der Montanindustrie entstandene Vakuum. Aber: Kärnten ist noch immer kein Industrieland.