Wirtschaft im Wandel
1851 bis 1874
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Eisenhammerwerk Kollnitz im Lavanttal 1858
Kärntens Montanwirtschaft steht am Beginn der 1850er Jahren nach der Blütezeit des Vormärz am Anfang des Niedergangs. Die Rahmenbedingen für die Produktion verändern sich zum Nachteil für den Standort Kärnten. Die Produktivität sinkt. Immer öfter schreiben die Unternehmen Verluste. Unternehmerische Rettungsversuche bleiben erfolglos.
Villach als werdender Eisenbahnknotenpunkt 1868
Mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie Marburg – Bleiburg – Klagenfurt 1863 erfolgte der Anschluss Kärntens an das Eisenbahnnetz der Monarchie. 1864 ist auch Villach an dieses angeschlossen. In den folgenden Jahren verdichtet sich das Eisenbahnnetz – ein Meilenstein für die Wirtschaft des Landes ist gesetzt. Waren und Menschen können ab nun schneller und in größeren Mengen transportiert werden.
Der „Schwarzer Freitag“, 9. Mai 1873, an der Wiener Börse
Der „Schwarze Freitag“ markierte den Höhepunkt des Wiener Börsenkrachs. Abrupt beendete er die Hochkonjunktur der sogenannten „Gründerzeit“. Die Folge war eine schwere, mehrjährige Wirtschaftskrise („Große Depression“). Für die Kärntner Wirtschaft wirkte sie sich verheerend aus. Der kränkelnden Eisenindustrie versetzte sie den Todesstoß.