EEG-V: NÖ Energiehandel warnt vor neuem Preistreiber
NÖ Energiehandel schlägt Alarm: Das geplante EEG-V würde Treibstoff verteuern und einen neuen Inflationsschub auslösen. Mit Folgen weit über die Branche hinaus.
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„Wenn dieser Entwurf ohne wesentliche Änderungen umgesetzt wird, ist das der nächste Preistreiber für Treibstoff, Transport und Energie. Am Ende zahlen nicht nur die Energiehändler, sondern Betriebe, Pendlerinnen und Pendler sowie alle Konsumentinnen und Konsumenten mit“, erklärt Oliver Eisenhöld, Obmann des Energiehandels Niederösterreich. Gerade in einer Phase hoher Kosten und schwacher Nachfrage dürfe die Politik keine zusätzlichen Belastungen schaffen.
Klimaziele ja – aber praxistauglich
Der Energiehandel NÖ bekennt sich zum Ausbau erneuerbarer Energien im Verkehrsbereich. Die Vorgaben müssten jedoch machbar, nachvollziehbar und markttauglich sein. Zusätzliche Pflichten, Nachweise und Sanktionen dürften nicht eingeführt werden, ohne Verfügbarkeit, Infrastruktur und wirtschaftliche Tragfähigkeit ausreichend zu berücksichtigen.
„Klimaschutz gelingt nicht durch Strafandrohungen und Papierberge, sondern durch realistische Rahmenbedingungen. Wer Ziele festlegt, muss auch dafür sorgen, dass sie in der Praxis erfüllbar sind. Alles andere führt zu Kosten, Unsicherheit und Frust bei jenen Betrieben, die die Versorgung tagtäglich sicherstellen“, betont Eisenhöld.
Regionale Energiehändler unter Druck
Besonders kleine und mittlere Betriebe wären von den Auswirkungen der zusätzlichen Prüf-, Nachweis- und Erfüllungspflichten betroffen. Komplexe Verfahren, knappe Fristen und hohe Sanktionen könnten regionale Anbieter deutlich stärker treffen als große Marktteilnehmer. „Wir dürfen nicht zulassen, dass gut gemeinte Regelungen am Ende regionale Energiehändler aus dem Markt drängen. Wer Versorgungssicherheit, Wettbewerb und faire Preise will, muss gerade die mittelständischen Betriebe stärken und nicht mit zusätzlichen Hürden belasten“, weiß Eisenhöld.
Kurskorrektur statt Kostenlawine
Der NÖ Energiehandel fordert deshalb eine grundlegende Überarbeitung des Entwurfs. Notwendig seien weniger Belastung, mehr Planungssicherheit und echte Technologieoffenheit. Erneuerbare Energien im Verkehr müssten gemeinsam mit Versorgungssicherheit, Leistbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit gedacht werden. „Dieser Entwurf braucht eine echte Kurskorrektur. Wir brauchen keine Regelungen, die Energie weiter verteuern und Unternehmen zusätzlich verunsichern. Wir brauchen praxistaugliche Lösungen, die Klimaschutz ermöglichen, ohne Betriebe und Konsumenten über Gebühr zu belasten“, hält Eisenhöld fest.