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© Andreas Kraus

Hightech trifft Handwerk: WIFI NÖ-Werkstätten als Motor der Fachkräfteausbildung

Mit 48 modern ausgestatteten Werkstätten auf mehr als 5.000 m² fungiert das WIFI der Wirtschaftskammer NÖ als zentraler Knotenpunkt für die Fachkräfteausbildung in Niederösterreich. Von der traditionsreichen Schmiede über innovative Kosmetikkonzepte bis hin zum „digitalen Zwilling“ in der Zerspanungstechnik wird hier die Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlagen.

Lesedauer: 4 Minuten

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Aktualisiert am 20.03.2026

In den Werkstätten im WIFI St. Pölten wird die Verbindung von bewährter Expertise und digitaler Innovation täglich unmittelbar greifbar. „Unsere Werkstätten sind das Fundament für den Erfolg der niederösterreichischen Wirtschaft. Hier wird nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern Handwerk auf höchstem technischem Niveau gelebt“, betont WKNÖ-Vizepräsident und WIFI NÖ-Institutsvorstandsvorsitzender Christian Moser. Die enge Zusammenarbeit mit den Landesinnungen und Fachgruppen der Wirtschaftskammer NÖ garantiert dabei, dass Ausstattung und Lehrinhalte immer am Puls der Wirtschaft bleiben.

Zukunftsinvestitionen entlang dem Bedarf der Wirtschaft

Um den hohen Standard der Ausbildung weiterhin zu sichern, wird kontinuierlich in die Infrastruktur investiert. Zuletzt wurden Neuerungen wie das Retrofit der CNC-5-Achs-Fräsmaschine in der Zerspanungstechnik, einen neuen kollaborativen Roboter in der Automatisierungstechnik sowie modernste Prüftechnik für die Elektrowerkstätte realisiert. Auch für 2026 sind die ersten Weichen bereits gestellt: Geplant sind unter anderem die Anschaffung von KI-gestützten Hautbeurteilungsgeräten für den Kosmetikbereich, eine E-Tankstelle und neue Batteriespeicher-Systeme für die Elektrotechnik sowie ein hochmodernes Fahrwerksvermessungsgerät für die KFZ-Technik. „Diese Investitionen sind unser Versprechen an die Betriebe, Fachkräfte an jenen Maschinen auszubilden, die sie morgen auch tatsächlich im Betrieb vorfinden“, so der zuständige WIFI NÖ-Institutsleiterin-Stellvertreter Johannes Zederbauer.

Vielfalt der Fachkräfteausbildung: Von Metalltechnik bis Gesundheit

Das WIFI NÖ deckt mit seinen Werkstätten eine beeindruckende Vielfalt an Branchen ab. In der Zerspanungstechnik etwa lernen Teilnehmer:innen mithilfe des „digitalen Zwillings“, komplexe Bauteile erst virtuell zu programmieren und dann maßgenau zu fertigen. Im Bereich KFZ-, Land- und Baumaschinentechnik sorgt ein breiter Fuhrpark – vom E-Auto bis zum modernen Lehr-Traktor – für eine Ausbildung auf dem neuesten Stand der Technik. Stark nachgefragt ist mit rund 1.200 Teilnehmenden jährlich im Bereich KFZ beispielsweise die §57a Überprüfung.

Neben industriellen Schwerpunkten bietet das WIFI NÖ hochspezialisierte Nischenausbildungen wie den bundesweit einzigen Vorbereitungskurs für die Meisterprüfung der Orthopädieschuhmacher:innen an. Auch im Gesundheits- und Kosmetikzentrum wird die Professionalisierung kontinuierlich vorangetrieben, um Quereinsteiger:innen und erfahrenen Profis gleichermaßen moderne Karrierewege zu ermöglichen.

Rund 30 Prozent der Teilnehmenden im Bereich Mechatronik sind Frauen

In der Automatisierungstechnik liegt der Fokus auf effizienten Produktionsprozessen, wobei der Frauenanteil in der Weiterbildung im Bereich der Mechatronik mit rund 30 Prozent bereits eine starke positive Tendenz aufzeigt. Parallel dazu wird in der Elektrowerkstätte die Energiewende praktisch geschult – von Photovoltaik bis hin zum Lastmanagement. „Die hohe Zahl von rund 730 Teilnehmer:innen pro Jahr bei den Lehrabschlussprüfungen in der Elektrotechnik unterstreicht den enormen Bedarf an qualifizierten Fachkräften für diesen Bereich“, erklärt WIFI NÖ-Institutsleiterin-Stellvertreter Johannes Zederbauer.

Schweißtechnik: Rund 1.200 Zertifizierungen pro Jahr

Dass Handwerk auch Leidenschaft bedeutet, zeigen die Schmiede und die Schweißtechnik. Während in der Schmiede traditionelle Techniken mit modernen Maschinen ergänzt werden, sorgen in der Schweißtechnik jährlich rund 1.200 Zertifizierungen für höchste Qualitätsstandards in der niederösterreichischen Produktion – unterstützt durch einen modernen Schweißroboter. Neben dem klassischen Handwerk werden in der Schmiede beispielsweise auch innovative Weiterbildungen wie „Metall trifft Architektur“ angeboten. Generell wird das Kursangebot in den WIFI NÖ Werkstätten kontinuierlich entlang dem Bedarf der Wirtschaft weiterentwickelt. So sind im kommenden Kursjahr 2026/27 unter anderem auch ein Vorbereitungskurs für die Meisterprüfung Schuhmacher:innen, ein Kurs zur Energieoptimierung in der Gebäudetechnik sowie das Schmieden für Lehrlinge neu im Programm.

Das WIFI NÖ festigt durch seine Werkstätten die Rolle als der Aus- und Weiterbildungspartner für die Fachkräfte von morgen. Durch die konsequente Verbindung von technischer Exzellenz und gelebter Praxisnähe bleibt das WIFI NÖ der verlässliche Partner für Menschen und Betriebe, um die Herausforderungen einer sich stetig wandelnden Arbeitswelt nicht nur zu bewältigen, sondern die Zukunft aktiv mitzugestalten. „Die Werkstätten sind weit mehr als reine Kursräume. Sie sind lebendige Zentren der Innovation, in denen tagtäglich neue Karrierewege geebnet werden“, hebt WIFI NÖ-Institutsvorstandsvorsitzender Christian Moser hervor.

Mehr Einblicke in die WIFI NÖ-Werkstätten unter: noe.wifi.at/praxis

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© Andreas Kraus WKNÖ-Vizepräsident und WIFI NÖ-Institutsvorstandsvorsitzender Christian Moser (2.v.r.), WIFI NÖ-Institutsleiterin-Stv. Johannes Zederbauer (2.v.l.), WIFI NÖ-Werkstättenleiter Metalltechnik Christoph Brandauer (l.) und WIFI NÖ-Werkstättenleiter Fahrzeugtechnik Georg Riesenhuber (r.) beim Presserundgang durch die WIFI NÖ Werkstätten.

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