Junior Companies zeigten beim Landeswettbewerb der WKNÖ eindrucksvoll ihr unternehmerisches Können
Von nachhaltigem Hunde- und Katzenspielzeug über Maschinen für den 3D-Druck bis hin zu innovativen Spraysets: Beim diesjährigen NÖ Junior Landeswettbewerb der Wirtschaftskammer NÖ (WKNÖ) im WIFI NÖ in St. Pölten zeigten die angehenden Jungunternehmer:innen wieder eindrucksvoll ihr Können. Den ersten Platz sicherte sich die Junior Company Cord Buddys der LFS Hollabrunn, Rang zwei ging an Reco der HTL Mödling und Platz drei wieder nach Mödling – mit SprayAway der HTL Mödling. Den Sonderpreis für soziale und ökologische Nachhaltigkeit holte sich INUA der HTL St. Pölten.
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„Mit ihrem Engagement und ihrer Professionalität haben die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer eindrucksvoll überzeugt“, betonte Marin Skelo, Vorstandsmitglied der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft, mit Blick auf das hohe Niveau des diesjährigen Wettbewerbs. „Innerhalb eines Schuljahres haben die Teilnehmenden gezeigt, welches Potenzial in ihnen steckt: Sie entwickelten eigene Geschäftsideen, setzten diese unternehmerisch um und präsentierten kreative sowie nachhaltige Lösungsansätze. Es erfüllt uns mit großer Freude, sie auf diesem Weg begleiten und ihnen eine Plattform für ihre Talente bieten zu dürfen. Diese jungen Menschen machen deutlich, dass die Zukunft vielversprechend ist.“
BildergalerieNachhaltiges Tierzubehör: sicher, robust, kreativ
„Als Tierliebhaber möchten wir Tiere stilvoll und sicher durchs Leben begleiten. Die Idee für Paracord entstand, weil es ein besonders robustes, reißfestes und langlebiges Material ist, das bis heute auch im Fallschirmsport verwendet wird. Unsere Hunde- und Katzenspielzeuge fertigen wir zudem aus alten, nicht mehr verwendeten Stoffen – nachhaltig, kreativ und mit viel Herz“, erklärten die Schüler der Junior Company Cord Buddys der LFS Hollabrunn.
Recyceln statt wegwerfen. Filament neu gedacht
Reco entwickelt und vertreibt innovative Maschinen, die gebrauchte 3D-Druckteile sowie Kunststoffreste in hochwertiges Filament umwandeln. Damit ermöglicht das Unternehmen, die Company Reco der HTL Mödling, Anwendern, Materialkreisläufe im 3D-Druck eigenständig zu schließen, Abfall zu reduzieren und Ressourcen effizient zu nutzen. Der Fokus liegt ausschließlich auf der Herstellung und dem Verkauf der Geräte. Ergänzende Dienstleistungen wie Wartung, Schulung oder Beratung werden bewusst nicht angeboten. „Ziel ist es, eine nachhaltige, wirtschaftliche und einfach einsetzbare Lösung für den 3D-Druckmarkt bereitzustellen“, so die Company.
Graffitischutz: Zwei Schritte zur sauberen Lösung
SprayAway der HTL Mödling entwickelte ein innovatives Sprayset, bestehend aus zwei aufeinander abgestimmten Produkten. Das erste Spray entfernt bestehende Graffitis effizient und gleichzeitig schonend von der Oberfläche. Das zweite Spray bildet eine unsichtbare Schutzschicht, die neuen Verschmutzungen vorbeugt oder dafür sorgt, dass Graffitis später einfach mit Regen oder Wasser entfernt werden können.
INUA - Design aus Reststoffen
INUA – Interior | Upcycling | Art steht für die kreative Verbindung von Design, Handwerk und Materialinnovation. Die Idee der Company der HTL St. Pölten dahinter: Wohnaccessoires mit Charakter zu schaffen – regional gefertigt, individuell gestaltet und aus außergewöhnlichen Materialien. Dabei werden gezielt Reststoffe wie Eierschalen oder Holzreste eingesetzt, die durch neue Verarbeitungstechniken zu hochwertigen Produkten weiterentwickelt werden. So entstehen etwa dekorative Schmuckschalen aus Bio-Keramik oder personalisierbare Lampen aus Holz und Acryl. Jedes Stück erzählt seine eigene Geschichte und verbindet Ästhetik mit Nachhaltigkeit. Der Fokus liegt auf Qualität, Gestaltung und der Idee, aus dem Vorhandenen etwas Neues und Wertvolles zu schaffen.
Überzeugende Präsentationen der Jungunternehmer
Insgesamt haben zehn Companies aus fünf Schulen am Wettbewerb teilgenommen. Die Schüler:innen der LFS Hollabrunn, VBS Mödling, HTL Mödling, HAK St. Pölten und HTL St. Pölten haben ihre Unternehmen an eigenen Messeständen präsentiert. Zudem stellten sich die jungen Unternehmer:innen einer zehnköpfigen Jury — in Form eines Juryinterviews und eines Verkaufsgespräches am Messestand. Das Juryinterview kann mit einem Investor-Gespräch verglichen werden, während das Verkaufsgespräch aus Kundenperspektive durchgeführt wurde. Anschließend präsentierten die Schüler ihre Unternehmen auf der Bühne.