JW NÖ-Landesvorsitzender Patrick Mayer: „Wir brauchen Planungssicherheit und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen!“
Konjunkturbarometer der Jungen Wirtschaft NÖ zeigt: Mehr Zuversicht, aber auch klare Erwartungen an Politik.
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Die wirtschaftliche Stimmung unter Niederösterreichs Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern hellt sich auf. Laut aktuellem Konjunkturbarometer der Jungen Wirtschaft NÖ (JW NÖ) aus der Befragung im Februar 2026 rechnen 23 Prozent der befragten Betriebe mit einem Konjunkturaufschwung – das sind acht Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr. Auch bei der Ertragslage zeigt sich ein positiver Trend: 24 Prozent erwarten eine Verbesserung – der höchste Wert seit Juni 2021.
„Unsere Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer glauben an den Aufschwung. Jetzt gilt es, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit dieser Trend anhält und geopolitische Unsicherheiten ihn nicht ausbremsen“, betont der Landesvorsitzende der Jungen Wirtschaft NÖ Patrick Mayer.
Diese wachsende Zuversicht spiegelt sich auch in den Plänen der jungen Unternehmen aus Niederösterreich wider: 20 Prozent der Befragten wollen in den kommenden Monaten neues Personal einstellen, 22 Prozent möchten ihre Investitionen erhöhen.
„Unsere jungen Unternehmerinnen und Unternehmer haben den Willen zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen – daran mangelt es nicht. Was sie ausbremst, sind ganz klar die viel zu hohen Arbeitskosten und eine Bürokratie, die im Alltag einfach zu viel Zeit und Energie frisst. Wenn wir den Standort Niederösterreich und ganz Österreich zukunftsfit machen wollen, dann brauchen wir keine kurzfristigen Einzelmaßnahmen, sondern eine verlässliche, generationentaugliche Standortstrategie mit spürbaren Entlastungen für unsere Betriebe“, betont Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer NÖ.
Bürokratie bleibt größtes Hindernis für Jungunternehmen
Trotz der positiveren Stimmung sehen viele Betriebe weiterhin große Herausforderungen. 51 Prozent nennen die Bürokratie, 41 Prozent Umsatzeinbußen und 39 Prozent hohe Arbeitskosten als größte Belastungsfaktoren. Besonders Lohnnebenkosten (für 80 Prozent ein zentrales Problem) sowie bürokratische Hürden wie Genehmigungen und Meldepflichten bremsen derzeit das Wachstum.
„Was Jungunternehmen brauchen, sind Planungssicherheit und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen. Unsere Generation will gestalten, aber sie darf nicht durch strukturelle Hürden und fehlende Wertschätzung ausgebremst werden. Jetzt ist der Moment, Mut zu zeigen und junges Unternehmertum wieder auf Erfolgskurs zu bringen“, ist der Landesvorsitzende überzeugt.