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Patrick Mayer
© WKNÖ

JW NÖ-Mayer zum Tax Freedom Day: „Wir dürfen nicht stehen bleiben“

Niederösterreichs Steuerzahler:innen sind heuer bis zum 16. August für den Staat gelaufen - Junge Wirtschaft NÖ fordert echte Strukturreformen.

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 17.08.2026

Wie viel bleibt am Ende des Jahres wirklich übrig? Das versuchte die Junge Wirtschaft NÖ anlässlich des Tax Freedom Days anhand eines Marathons greifbar zu machen. „Den ersten Teil der Strecke laufen wir mit einem schweren Rucksack – der ist vollgepackt mit Lohnsteuer, Lohnnebenkosten sowie weiteren Steuern und Abgaben“, sagt Patrick Mayer, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft NÖ.

Der Tax Freedom Day zeigt, wie lange dieser Weg rechnerisch dauert. Heuer ist der symbolische Steuerzahlergedenktag auf den 16. August 2026 gefallen. Bis zu diesem Tag haben die Niederösterreicher:innen rein rechnerisch für den Staat gearbeitet, erst danach für das eigene Geldbörserl.

Für die Junge Wirtschaft NÖ macht der Tax Freedom Day einmal mehr sichtbar, wie hoch die Steuer- und Abgabenbelastung in Österreich ist. Während der Tax Freedom Day in den 1970er-Jahren noch Anfang Juli erreicht wurde, liegt er seit 2008 durchgehend im August. Im Vorjahr war es der 17. August.

„Der Tax Freedom Day ist kein Grund, stehen zu bleiben, sondern ein Auftrag. Ob er ein oder zwei Tage früher oder später stattfindet, darf nicht unser Maßstab sein. Wir müssen den Tag dauerhaft nach vorne verschieben und wieder mehr Freiräume für Menschen und Unternehmen schaffen“, betont Mayer.

Mehr Freiraum für Leitung

Die hohe Steuer- und Abgabenbelastung schränkt die Spielräume von Beschäftigten und Betrieben ein. Für junge Unternehmer:innen bedeutet das weniger Möglichkeiten, zu investieren, Mitarbeiter:innen einzustellen und neue Ideen umzusetzen. Gleichzeitig müsse der Staat sicherstellen, dass die eingehobenen Mittel effizient eingesetzt werden.

„Wer einen großen Teil der erwirtschafteten Leistung einhebt, muss auch einen hohen Anspruch an die eigene Effizienz haben. Wir brauchen moderne Verwaltungsstrukturen, weniger Bürokratie und echte Reformen, damit Leistung wieder stärker belohnt wird und wirtschaftliche Eigenständigkeit leichter möglich ist“, ist der Landesvorsitzende überzeugt.

Die Junge Wirtschaft Niederösterreich fordert daher, den Tax Freedom Day als Auftrag für nachhaltige Strukturreformen zu verstehen. Dauerhaft niedrigere Steuern und Abgaben seien ein wichtiger Hebel, um den Wirtschaftsstandort zu stärken und der nächsten Generation neue Aufstiegschancen zu eröffnen.

„Unser Ziel muss sein, dass die Menschen ihren Rucksack früher abstellen können – und mehr von dem behalten, was sie erwirtschaften“, so Mayer abschließend.

Patrick Mayer
© WKNÖ Patrick Mayer, der Landesvorsitzende der Jungen Wirtschaft NÖ, vergleicht den Tax Freedom Day mit einem Marathonlauf.

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