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Fitnessbranche
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NÖ Fitnessbranche weiter auf Erholungskurs

2025 lief für die rund 270 NÖ Fitnessbetriebe gut – Umsätze steigen moderat. Neuanmeldungen und Rückkehrer sorgen für Stabilität. Steigendes Gesundheitsbewusstsein stärkt die Position der Betriebe“, erklärt Karin Gerhartl, Sprecherin der Fitnessbetriebe in der Wirtschaftskammer NÖ (WKNÖ).

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 07.01.2026

Die NÖ Der Start ins neue Jahr verlief für die 270 NÖ Fitnessstudios positiv. „Die Neujahrsvorsätze führten viele sport- und bewegungswillige Menschen in unsere Betriebe“, freut sich Karin Gerhartl, Sprecherin der NÖ Fitnessbetriebe, über regen Zulauf. 2025 lief für die Branche gut: Viele Betriebe verzeichneten mehr Kundinnen und Kunden sowie eine insgesamt höhere Trainingsfrequenz. „Nach den herausfordernden Pandemiejahren setzt sich der Erholungskurs klar fort. Neuanmeldungen und Rückkehrer sorgten für stabilere Auslastungen. Auch wirtschaftlich zeigt die Branche eine klare Aufwärtstendenz. Die Umsätze steigen moderat, vor allem dank langfristiger Mitgliedschaften und eines gestiegenen Gesundheitsbewusstseins. Trends wie funktionelles Training, Angebote für ältere Zielgruppen und Gesundheitsprogramme stärken die Position der Studios zusätzlich. Wir rechnen damit, dass sich die positiven Entwicklungen der vergangenen Monate auch 2026 fortsetzen werden“, präzisiert Gerhartl.

Neujahrsvorsätze sorgen für zusätzlichen Schub

„Der Jahreswechsel bringt traditionell einen spürbaren Aufschwung“, erklärt Gerhartl. Viele Menschen nützen ihre guten Vorsätze, um wieder aktiver zu werden und mehr für ihre Gesundheit zu tun. „Entscheidend ist jedoch die langfristige Betreuung, um neue Mitglieder dauerhaft zu motivieren“, weiß die Expertin.

Mehrere Trends prägen derzeit die Branche. Besonders gefragt sind funktionelle Trainingsformen, die alltagsnahe Bewegungen, Mobilität und Ganzkörperübungen in den Mittelpunkt stellen. Stark wächst zudem das Angebot für ältere Zielgruppen – mit speziellen Programmen für Gesundheit, Kraftaufbau und Prävention. „Der gesundheitliche Nutzen des Trainings rückt immer stärker in den Fokus.“ Rückentraining, Stressabbau und Beweglichkeitseinheiten würden verstärkt nachgefragt. Ergänzend setzen viele Studios auf kurze, flexible Workout-Formate, die sich gut in den Alltag integrieren lassen. „Fitness wird heute breiter gedacht – weg vom reinen Sport, hin zu einem ganzheitlichen Lebensstil, der Gesundheit, Wohlbefinden und Flexibilität verbindet“, fasst Gerhartl zusammen.

Entscheidend ist jedoch die langfristige Betreuung, um neue Mitglieder dauerhaft zu motivieren.

Herausforderungen bleiben: Kosten, Fachkräfte, hohe Erwartungen

Trotz positiver Bilanz bleibt die Branche gefordert. „Eine der größten Herausforderungen ist der anhaltende Kosten- und Wirtschaftsdruck“, so Gerhartl. Steigende Ausgaben für Energie, Personal und Betriebskosten belasten viele Studios. Auch der Fachkräftemangel beschäftigt die Betriebe: Qualifizierte Trainerinnen und Trainer sind schwer zu finden und noch schwerer langfristig zu halten. Zudem steigen die Erwartungen der Mitglieder, etwa in Hinblick auf individuelle Betreuung und flexible Trainingsmöglichkeiten. „Wir brauchen die Anerkennung der Fitnessstudios als wichtigen Faktor für Gesundheit und Prävention“, fordert Gerhartl. Die Branche sehe sich nicht nur als Freizeit- oder Sportanbieter, sondern zunehmend als Teil des Gesundheits- und Präventionssystems. „Eine stärkere Einbindung in Gesundheitsförderung ist enorm wichtig“.