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© Erich Marschik

NÖ Innovationspreis 2026: Ensemo siegt mit SeedJection und setzt Maßstäbe für nachhaltige Saatgutbehandlung

Tullner Startup Ensemo setzte sich unter mehr als 60 Einreichungen durch und holte den Gesamtsieg bei der 38. Auflage des NÖ Innovationspreises. Zusätzlich wurden drei Sonderpreise für innovative Produktentwicklung, nachhaltige Innovation und digitale Innovation vergeben.

Lesedauer: 4 Minuten

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Aktualisiert am 10.06.2026

Mit dem NÖ Innovationspreis – seit 1996 als „Karl Ritter von Ghega-Preis“ bekannt – wurde heuer bereits zum 38. Mal eine der wichtigsten Innovationsauszeichnungen des Landes vergeben. Der Gesamtsieg ist mit einem Preisgeld von 10.000 Euro dotiert und ging dieses Jahr an die Ensemo GmbH aus Tulln.

Das Unternehmen hat mit dem Projekt „SeedJection“ eine Technologie entwickelt, die nützliche Mikroorganismen gezielt ins Innere von Saatgut einbringt. Damit wird eine verlässliche und skalierbare biologische Saatgutbehandlung im industriellen Maßstab möglich. Das erste Anwendungsfeld ist die Behandlung von Sojasaatgut mit Rhizobien, also Bakterien, die Stickstoff aus der Luft binden und der Pflanze zur Verfügung stellen. Durch die geschützte Platzierung im Saatkorn bleiben die Mikroorganismen länger lebensfähig und besonders wirksam.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte: „Niederösterreich lebt von Menschen, die Ideen haben und den Mut, daraus erfolgreiche Innovationen zu machen. Die Preisträgerinnen und Preisträger zeigen, wie aus Forschung, Kreativität und unternehmerischem Denken Lösungen entstehen, die Wertschöpfung und Arbeitsplätze schaffen und weit über die Landesgrenzen hinaus Anerkennung erfahren. Der NÖ Innovationspreis holt diese Erfolgsgeschichten vor den Vorhang und unterstreicht die Innovationskraft unseres Landes.“

Beeindruckt zeigte sich auch Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker: „Die Vielfalt und Qualität der eingereichten Ideen zeigen auf großartige Weise, wie aktiv und engagiert unsere Betriebe an der Zukunft arbeiten. Damit beweisen sie, dass Innovation in Niederösterreich nicht nur gedacht, sondern auch umgesetzt wird. Unsere Technologie- und InnovationsPartner NÖ begleiten Unternehmen dabei von der ersten Idee bis zur marktfähigen Lösung.“

Die drei Sonderpreise in der Höhe von je 4.000 Euro in den Kategorien Innovative Produktentwicklung, Nachhaltige Innovation und Digitale Innovation wurden von den jeweiligen Sponsoren – Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien, EVN und Wirtschaftskammer NÖ – vergeben.

Bildergalerie

Die Sieger in den einzelnen Kategorien


Gesamtsieger: Karl Ritter von Ghega-Preis
Ensemo GmbH, Tulln

Projekt: SeedJection – präzise Mikroorganismen-Injektion in Saatgut für nachhaltige biologische Saatgutbehandlung
SeedJection ist eine patentierte Technologie, mit der lebende Mikroorganismen gezielt in einzelne Samenkörner injiziert werden. Das ermöglicht eine industrielle, skalierbare und verlässliche Alternative zu synthetisch-chemischen Saatgutbehandlungen. Das System ist auf verschiedene Saatarten adaptierbar und eröffnet großes Potenzial für eine nachhaltigere Landwirtschaft.
Sponsor: Land NÖ

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© Erich Marschik Die Ensemo GmbH aus Tulln sicherte sich mit dem Projekt „SeedJection“ den Gesamtsieg und damit den „Karl Ritter von Ghega-Preis“ (v.l.): WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Birgit Mitter (Co-Founder und CEO) und Nikolaus Pfaffenbichler (Co-Founder und CTO).

Sonderpreis Innovative Produktentwicklung:
Gebauer & Griller Kabelwerke Gesellschaft m.b.H., Poysdorf (Bezirk Mistelbach)

Projekt: Power2Flow – flüssigkeitsgekühlter Hochvolt-Ladeleitungssatz für batterieelektrische Fahrzeuge
Power2Flow ist ein vollständig integrierter, flüssigkeitsgekühlter Hochvolt-Ladeleitungssatz, der Ladeleistungen bis zu 1 MW ermöglicht. Durch die direkte Wärmeabfuhr entlang des thermisch kritischen Pfads werden kurze Ladezeiten, hohe Stromtragfähigkeit und ein ressourcenschonender Materialeinsatz vereint.
Sponsor: Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien

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© Erich Marschik Für das Projekt „Power2Flow“ wurde die Gebauer & Griller Kabelwerke Gesellschaft m.b.H. aus Poysdorf mit dem Sonderpreis für „Innovative Produktentwicklung“ ausgezeichnet (v.l.): WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Stephan Krall (Senior Technology Engineer, Gebauer & Griller), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Stefan Veit (Gebauer & Griller) und Raiffeisen NÖ-Wien Generaldirektor-Stv. Reinhard Karl.

Sonderpreis Nachhaltige Innovation:
GKT GmbH, Gloggnitz (Bezirk Neunkirchen)

Projekt: VarioVap - CO2-neutrale und wirtschaftliche Dampferzeugung durch Nutzung multipler industrieller Abwärmeströme
VarioVAP bündelt mehrere kleine industrielle Abwärmeströme in einer Anlage und erzeugt daraus wirtschaftlich nutzbaren Prozessdampf. Damit werden Energieverluste reduziert, der Frischdampfbedarf gesenkt und CO2-Emissionen nachhaltig reduziert.
Sponsor: EVN

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© Erich Marschik Die GKT GmbH aus Gloggnitz holte sich mit dem Projekt „VarioVap“ den Sieg in der Kategorie „Nachhaltige Innovation“ (v.l.): WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Andrea Edelmann (Head of Innovation, Sustainability and Environmental Affairs, EVN), Thomas Gurker (Head of Business Unit Evaporation Technology), Julia Aichhorn (CEO), Luis Pereira (Process Engineer und Entwickler von VarioVAP), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Raiffeisen NÖ-Wien Generaldirektor-Stv. Reinhard Karl.

Sonderpreis Digitale Innovation
Farm-ING Smart Farm Equipment FlexCo, Horn

Projekt: Ultra High Precision Spot SprayING – Pflanzenschutz nur dort, wo er wirklich benötigt wird
Die KI-gestützte Ultra-Präzisions-Spotspritzung reduziert den Herbizideinsatz durch pflanzenindividuelle Behandlung um bis zu 95 Prozent. Kamerasensoren, neuronale Netze und schnell schaltende Düsen sorgen für eine punktgenaue Applikation und damit für ökologische wie wirtschaftliche Vorteile in der Landwirtschaft.
Sponsor: Wirtschaftskammer NÖ

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© Erich Marschik Der Sonderpreis in der Kategorie „Digitale Innovation“ ging an die Farm-ING Smart Farm Equipment FlexCo aus Horn (v.l.): WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Geschäftsführer und CEO Gregor Witzmann, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Geschäftsführer und CTO Gerhard Zimmermann sowie Raiffeisen NÖ-Wien Generaldirektor-Stv. Reinhard Karl.

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