Ökomanagement-Tag 2026: Die besten Umweltprojekte Niederösterreichs
Gestern fand in St. Pölten der Ökomanagement-Tag 2026, wo Best-Practice-Beispiele im Bereich Umwelt- und Klimaschutz ausgezeichnet wurden, statt. Ökomanagement NÖ unterstützt mit geförderten Beratungen Unternehmen und Gemeinden Energie einzusparen und alternative Energiesysteme einzusetzen.
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Im Rahmen der Veranstaltung kürte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf gemeinsam mit dem Präsidenten der Wirtschaftskammer NÖ, Wolfgang Ecker, hervorragende niederösterreichische Projekte aus den Förderprogrammen Ökomanagement NÖ und der Ökologischen Betriebsberatung in der WKNÖ. Maßnahmen mit Vorbildwirkung von Unternehmen, Gemeinden und gemeinnützigen Organisationen wurden so ins Rampenlicht gestellt.
„Betriebe und Gemeinden haben es gerade nicht leicht, daher kämpfe ich für jede Entlastung. Mit dem Beratungs-Programm machen wir ihnen das Leben und Wirtschaften ein Stück leichter,“ betont LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. „In Niederösterreich sinken die Emissionen und wächst die Wirtschaft. Denn der Ausbau der heimischen Energie und die Einsparungen beim Verbrauch helfen nicht nur der Umwelt, sondern vor allem den Betrieben selbst. Wer Strom spart, spart Kosten. Und wer Erneuerbare Energie ausbaut, erhöht die Unabhängigkeit von unsicheren Weltregionen.“
Spezielle Energieberatungen für Betriebe werden im Rahmen der Ökologischen Betriebsberatung ausschließlich von der Wirtschaftskammer NÖ (WKNÖ) abgewickelt. Für WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker der richtige Schritt: „Nachhaltiges Wirtschaften ist für unsere Betriebe kein Selbstzweck, sondern ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Wer Energie und Ressourcen effizient nutzt, senkt Kosten, stärkt seine Zukunftsfähigkeit und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Mit unserer Ökologischen Betriebsberatung unterstützen wir die Unternehmen dabei ganz konkret – praxisnah, gefördert und direkt vor Ort. Gleichzeitig braucht es die richtigen politischen Rahmenbedingungen: einen raschen Ausbau der erneuerbaren Energien, leistungsfähige Netze und faire Wettbewerbsbedingungen. Denn nur wenn Ökologie und Ökonomie gemeinsam gedacht werden, können unsere Betriebe auch in Zukunft erfolgreich wirtschaften.“
Energiepolitik als entscheidender Standortfaktor
Schwerpunkt-Thema beim diesjährigen Ökomanagement-Tag war die Frage, wie Energiepreis, Energieverfügbarkeit und erneuerbare Energien über den Erfolg von Unternehmen entscheiden. Sowohl Alfons Haber, Vorstand der E-Control, als auch Gerhard Christiner, Vorstand der Austrian Power Grid, gingen dieser Frage in ihren Keynotes nach. Denn Energie ist für die niederösterreichischen Unternehmen längst mehr als ein reiner Kostenfaktor. Leistbare Energiepreise, eine sichere Versorgung und der Ausbau erneuerbarer Energien sind entscheidende Voraussetzungen für Wettbewerbsfähigkeit, Planungssicherheit und wirtschaftlichen Erfolg. Gleichzeitig eröffnet die Energiewende neue Chancen: Durch Energieeffizienzmaßnahmen, moderne Technologien und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen können Betriebe ihre Kosten senken, ihre Unabhängigkeit stärken und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Eigenstromerzeugung und regionale Energielösungen schaffen dabei zusätzliche Stabilität in einem zunehmend volatilen Marktumfeld.
Die ausgezeichneten Ökomanagement NÖ Best-Practice-Projekte
Ökologische Betriebsberatung – Wirtschaftskammer NÖ
- NIKKO Photovoltaik GmbH
Die NIKKO Photovoltaik GmbH setzt mit einem naturnah gestalteten Firmenstandort, konsequentem Regenwassermanagement und dem Fokus auf Biodiversität ein starkes Zeichen für Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz. - RW Serviceteam GmbH
Die RW Serviceteam GmbH reduziert durch effiziente Produktionsprozesse und verstärkte Reparaturleistungen den Ressourcenverbrauch und spart bei 100 reparierten Schränken rund 930 Kilogramm CO₂ ein. - Bäckerei Richter e.U. (Richter Edwin Gustav)
Die Bäckerei Richter setzt mit der Umstellung ihrer Energieversorgung auf erneuerbare Energien, der Elektrifizierung von Produktion und Fuhrpark sowie der Nutzung von selbst erzeugtem PV-Strom konsequent auf Klimaschutz und spart damit jährlich rund 67 Tonnen CO₂ ein.
Ökomanagement NON-Profit
- Fernwärme St. Pölten
Die Fernwärme St. Pölten reduziert durch den Einsatz von Ökostrom, innovative Wärmerückgewinnung und die Dekarbonisierung ihrer Betriebsprozesse den Energieverbrauch deutlich und spart jährlich mehr als 45 Tonnen CO₂ ein. - Stift Altenburg aus Altenburg
Das Stift Altenburg verbindet Photovoltaik, Stromspeicher, intelligente Energiesteuerung und eine modernisierte Biomasse-Heizanlage zu einem zukunftsweisenden Gesamtkonzept für eine nachhaltige und effiziente Energieversorgung.
Ökomanagement Wirtschaft
- Schinnerl Metallbau GmbH
Die Schinnerl Metallbau GmbH setzt mit Photovoltaik, Stromspeicher, Wärmerückgewinnung und umfassenden Effizienzmaßnahmen konsequent auf eine nachhaltige Energieversorgung und reduziert dadurch ihren CO₂-Ausstoß um 87 Tonnen pro Jahr.
Mehr Informationen zu den Projekten auf: www.oekomanagement.at