Tanner/Ecker: Sicherheit und Wirtschaft zusammendenken
Bei der „Perspektive zum Frühstück“ in der Wirtschaftskammer NÖ wurde deutlich: Sicherheitspolitik und wirtschaftliche Stärke gehören untrennbar zusammen. Investitionen in das Bundesheer, regionale Wertschöpfung und ein starker Wirtschaftsstandort sind entscheidend, um Österreich auch in Zukunft arbeits- und leistungsfähig zu halten.
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„Die Rüstungsindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für das ganze Land. 60 Prozent der Wertschöpfung bleiben bei militärischen Beschaffungen in Österreich. Für mich als Verteidigungsministerin ist es entscheidend, dass Beschaffungen für das Bundesheer möglichst viel Wertschöpfung in Österreich schaffen. Dabei achten wir im Rahmen der Ausschreibungsgesetze darauf, dass möglichst viele heimische Unternehmen beteiligt sind. So setzen wir einen wichtigen Schritt für transparente, zukunftsorientierte und wirtschaftlich sinnvolle Kooperationen, die unserer Industrie und dem Standort Österreich zugutekommen“, stellt Bundesministerin Klaudia Tanner bei der Veranstaltung in der WKNÖ-Zentrale in St. Pölten klar. „Niederösterreich ist das größte Bundesland, und hat damit auch die meisten Liegenschaften, Soldatinnen und Soldaten – und dieses profitiert auch von allen Beschaffungen, von den neuen Tarnuniformen, neuen LKW, Sturmgewehren bis hin zu EDV-Funksystemen.“
Technologien "Made in NÖ" weltweit gefragt
Sicherheit ist kein Gegensatz zu Wohlstand – sie ist seine Voraussetzung. „Eine starke Wirtschaft ist ein zentraler Teil der Landesverteidigung. Umgekehrt ist Sicherheit ein wichtiger Faktor für wirtschaftliche Stabilität“, betont Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, und unterstreicht damit das enge Zusammenspiel von Wirtschaft und Militär.
Schon heute sind zahlreiche Betriebe Teil der Sicherheits- und Rüstungswirtschaft. „Unsere Unternehmen liefern Technologien, die sowohl im eigenen Land, als auch international gefragt sind. Um Innovation, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Niederösterreich langfristig sichern zu können, braucht es jedoch mehr Entlastung und weniger Bürokratie“, erklärt Ecker. Er verweist dabei auf große Hürden, etwa bei Vergabeverfahren oder beim Export sicherheitsrelevanter Waren.
Starker Austausch mit der Wirtschaft
Im Gespräch mit den Unternehmerinnen und Unternehmern wurden zahlreiche branchenspezifische Themen diskutiert – von Beschaffungsprozessen über Exporthemmnissen bis hin zu Cybersecurity und Digitalisierung. Dabei standen auch die weiterhin hohen Arbeits- und Energiekosten, die Bedeutung internationaler Kooperationen sowie die stärkere Einbindung heimischer Betriebe in sicherheitsrelevante Projekte im Fokus.