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Junge Frau schaut lächelnd in ein Tablet.
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Sie fragen - wir antworten: Wie fördert die WKNÖ den Handel in den Ortszentren?

Die „Niederösterreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Einkaufs in Orts- und Stadtzentren“, kurz NAFES, ist seit Jahrzehnten ein Erfolgsmodell.

Lesedauer: 4 Minuten

Aktualisiert am 02.07.2026
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Was kann ich mir unter NAFES vorstellen?

NAFES ist eine gemeinsame Förderaktion von Land NÖ und Wirtschaftskammer NÖ, die städtisch geprägte Ortskerne finanziell unterstützt, konkret niederösterreichische Werbegemeinschaften und Gemeinden. Der Fördertopf von Land NÖ und Wirtschaftskammer NÖ ist zu diesem Zweck mit 3,6 Millionen Euro dotiert. 

Was sind die Ziele von NAFES?

Die Förderaktion will die Infrastruktur in den Innenstädten und Ortszentren verbessern. Die dortigen Betriebe sollen zu mehr Kooperationen motiviert werden – dazu werden eigene Werbemaßnahmen angeboten. Und nicht zuletzt soll mit
NAFES auch der Branchenmix verbessert werden. 

Was sind die Förderschwerpunkte von NAFES?

Zunächst geht es um infrastrukturelle Maßnahmen: Das bedeutet, dass zum Beispiel die Erreichbarkeit der Innenstädte erleichtert wird, etwa durch die Errichtung von Parkplätzen, Radabstellplätzen oder Verkehrsleitsystemen. Zusätzlich wird an der Standortqualität gearbeitet, etwa durch Leerflächenprojekte, gestalterische Maßnahmen zur Attraktivierung von Gebäudefassaden oder Maßnahmen zur altersgerechten, barrierefreien Ausstattung. 

Hinweis
Regionale Gutscheinkarte
Viele niederösterreichische Ortsmarketingorganisationen bieten Gutscheine für den Einkauf in lokalen Geschäften an. Im Rahmen der Aktion #ichkauflokal hat die WKNÖ eine Landkarte zu diesen Gutscheinen erstellt.  

Und wie sieht es mit Projekten aus, die die Nahversorgung fördern?

NAFES hat das klare Ziel, in niederösterreichischen Gemeinden die Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs nachhaltig abzusichern. Deshalb werden Investitionen von Gemeinden unterstützt, die das letzte Lebensmittelgeschäft im Ortszentrum erhalten wollen: Das kann die Sanierung des Geschäfts oder eine neue Ladeneinrichtung sein. Dabei gilt: Die von der Gemeinde unterstützte Betriebsstätte darf maximal 500 m² Verkaufsfläche haben und wird von einem selbstständigen Betreiber mit insgesamt maximal zehn Standorten betrieben.

Fördert NAFES auch Marketing-Aktionen?

Ja, NAFES unterstützt Aktivitäten, die den Einkauf in den Ortszentren und Innenstädten ankurbeln sollen: Wenn sich Betriebe zusammenschließen und zum Beispiel eine gemeinsam Einkaufsnacht veranstalten oder eine Aktion im Sommer, bei der Einkauf mit gastronomischen Angeboten und Kulturgenuss verbunden wird. 

Wie kann ich bei NAFES mitmachen?

Alle Infos zu NAFES finden Sie auf www.nafes.at. Im Download-Bereich auf der Website finden Sie den Förderantrag, der von NÖ Gemeinden, Wirtschaftsvereinen und Stadtmarketingorganisationen genutzt werden kann.

In der Wirtschaftskammer Niederösterreich steht Ihnen für Ihre Fragen Wolfgang Fuchs unter nafes@wknoe.at zur Verfügung. 

www.nafes.at


Andreas Auer: "Geht um mehr als Einkaufen"

Der Vorsitzende des WKNÖ-Ausschusses für Nahversorgung und Innenstadtpolitik, Andreas Auer, über die Bedeutung der Innenstädte für den niederösterreichischen Handel.

Herr Auer, was möchte der Ausschuss für Nahversorgung und Innenstadtpolitik erreichen?

Es ist unsere Aufgabe, die Zukunft positiv mitzugestalten – und zwar für jene Betriebe, die als Nahversorger primär Kunden in ihrer näheren Umgebung ansprechen sowie für Betriebe in den Ortszentren. Das geht von Vorschlägen zur Vereinfachung des gesetzlichen Rahmens über Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung bis hin zur gezielten Förderung.

Welche Rolle spielen die Nahversorger in den Ortszentren?

Hier geht es um mehr als das Einkaufen. Die Betriebe sind Kommunikationszentrum und sozialer Treffpunkt. Sie sind Teil der Attraktivität einer Gemeinde als Wohnort, weil viele Menschen großen Wert auf lokale Angebote legen.

Welchen Vorteil haben Geschäfte, die ihren Standort im Ortszentrum haben?

Dort, wo Zentren noch gut funktionieren, sind das einzigartige Ambiente, eine gute Frequenz und ein vielfältiges Angebot an Waren, Dienstleistungen, sowie von ärztlichen und öffentlichen Einrichtungen die Pluspunkte.

Mit welchen Herausforderungen sehen sich Innenstadt-Geschäfte konfrontiert?

Der Innenstadt-Standort ist schon lange kein Selbstläufer mehr. Die Betriebe müssen stärker als früher hinterfragen, ob ihr Geschäftsmodell mit dem heutigen Konsumverhalten zusammenpasst.

Welche Service-Angebote hat die Wirtschaftskammer NÖ für Innenstadt-Händler:innen?

Das Top-Angebot ist sicher die Förderaktion NAFES, bei der wir gemeinsam mit dem Land NÖ Maßnahmen zur Attraktivierung der Ortszentren mit bis zu 30 Prozent der Kosten unterstützen. Das Thema findet sich aber genauso in unserem Beratungsangebot, etwa zu Fragen im Bau- und Anlagenrecht, zum Aufbau von Ortsmarketing oder im Förderservice. 

Was ist Ihr persönlicher Tipp für die Innenstadt-Unternehmen?

Betonen Sie die Einzigartigkeit Ihres Standortes und schärfen Sie den USP Ihres Geschäfts. Innenstädte bieten die Chance, sich von der Masse abzuheben.

www.nafes.at

Hinweis
Der Ausschuss für Nahversorgung und Innenstadtpolitik

Vorsitzender: Andreas Auer

Weitere Mitglieder: 
Mario Burger
Thomas Hagmann
Martina Klengl
Stefan Michalica
Andreas Minnich
Hubert Pelikan
Anita Schmidt
Rudolf Stolz
Gert Zaunbauer

WKNÖ-Mitarbeiter:
Karl Ungersbäck