Korngut Niedergrünbach mit NÖ Baupreis 2026 ausgezeichnet
Für „Innovation und zeitgemäß wirksame Funktionen“ wurde das Korngut Niedergrünbach mit dem hervorragenden 2. Platz beim NÖ Baupreis 2026 gewürdigt.
Lesedauer: 1 Minute
Das historische Speicherbauwerk Korngut in Niedergrünbach, aus den Steinen einer nicht mehr in Verwendung stehenden Burganlage errichtet, hatte bis vor kurzem in seiner Funktion keine aktive Verwendung mehr. Von einem beeindruckenden Teil von Waldviertler Kulturlandschaft umgeben, wurde das ehemalige Wirtschaftsgebäude zu einem Urlaubs- und Seminarhotel umgebaut.
Die massive, 320 Jahre alte Struktur des Natursteinmauerwerks wurde sorgfältig instandgesetzt und im Innenbereich mit den baulichen Erfordernissen der neuen Nutzung befüllt. Die so entstandenen Räume für die Hotelnutzung erfüllen nicht nur technisch bedingte Erwartungshaltung und innovative Möblierung, sondern auch jene notwendigen Aspekte, welche das Zusammenwirken mit dem neu errichteten Versorgungsgebäude, dem naheliegenden Golfplatz, aber besonders mit der umgebenden Landschaft ermöglichen. Dem in der Landschaft präsent wirkenden Baukörper wurden den Nebengebäuden zugewandt filigran anmutende Balkone gekonnt mit Abstand vorgesetzt und bieten damit Zimmern wie Seminarräumen der beiden Obergeschoße Zutritt ins Freie, im Dachgeschoß erfüllen eingeschnittene Loggien diesen Zweck.
Mit der bewusst umgesetzten Haltung, das in der Landschaft ungemein kräftig wirkende Großbauwerk mit zeitgemäß wirksamen Funktionen wiederzubeleben, ist es gelungen, mit Innovation den bestehenden Standort von Golfplatz und Gastronomie um ein weiteres die Region Waldviertel stärkendes Element zu ergänzen.
„Über 80 eingereichte Projekte, die praktisch durch die Bank von bemerkenswerter Qualität waren, stellten nicht nur die Jury vor große Herausforderungen, sondern belegen auch das hohe Niveau und die außerordentliche Qualität des Bauschaffens in Niederösterreich“, betonte Niederösterreichs Bau-Landesinnungsmeister Günther Lehner bei der gemeinsam mit LAbg. Florian Krumböck und dem Obmann der WKNÖ-Sparte Gewerbe und Handwerk, Jochen Flicker, vorgenommenen Siegerehrung.
Der NÖ Baupreis wird durch das Land Niederösterreich und die Landesinnung Bau NÖ für in Niederösterreich ausgeführte Hochbauten-Bauvorhaben vergeben.
Vier Kriterien standen für die Entscheidung besonders im Fokus:
- die Qualität der handwerklich-technischen Leistungen
- die zeitgemäße Planung, Gestaltung und Objektumsetzung
- die ökologische und nachhaltige Bauweise und
- die wirtschaftliche, nutzungsorientierte Funktionalität

