Bundesheer investiert 160 Mio.Euro im Industrieviertel – Chance für Wirtschaft
Neunkirchen
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Neue Intiative „Wirtschaft.Bundesheer.Beschaffung“ will Chancen regionaler Unternehmen auf Heeresaufträge verbessern – Vernetzungstreffen in der WKNÖ-Bezirksstelle Neunkirchen
160 Millionen Euro! Das ist laut NÖ Militärkommandant Georg Härtinger der Betrag, den Österreichs Bundesheer in den nächsten vier Jahren in Heereseinrichtungen im Industrieviertel investieren will. Wie regionale Unternehmen Ausschreibungen des Bundesheers bestmöglich zum Zug kommen können, stand im Zentrum einer Regionalkonferenz im Zuge der Initiative „Wirtschaft.Bundesheer.Beschaffung“, einer Initiative von Militärkommando und Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur ecoplus. Über 100 Unternehmerinnen und Unternehmer nutzten die Gelegenheit in der WKNÖ-Bezirksstelle Neunkirchen, um sich konkrete Informationen zu Vergabeprozessen des Bundesheers zu holen und sich mit Vertretern des Bundesheers zu vernetzen.
"Geschäftschancen erfolgreich wahrnehmen"
Das Bundesheer sei gleich in doppelter Hinsicht ein wesentlicher Standortfaktor, betonte WKNÖ-Vizepräsidentin Monika Eisenhuber – als Auftraggeber für Unternehmen von der Ausrüstung über die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs bis hin zur Bauwirtschaft und als Sicherheitsfaktor. „Mit der neuen Initiative wollen wir unseren Unternehmen in den Regionen die Möglichkeit bieten, sich direkt über geplante Investitions- und Beschaffungsvorhaben des Bundesheeres zu informieren, sich mit Verantwortlichen persönlich auszutauschen und in der Folge mögliche Geschäftschancen auch erfolgreich wahrzunehmen.“
"Wirtschaft ist auch Nährboden für Sicherheit"
LAbg. Hermann Hauer begrüßte das Vernetzungstreffen von Wirtschaft und Bundesheer als perfektes Beispiel für Zusammenhalt und Zusammenarbeit im Land. Das Bundesheer sei „fixer Bestandteil der Sicherheitsfamilie Niederösterreich“ und zugleich wesentlicher Wirtschaftsfaktor. „Wir wollen als Land die Wirtschaft in allen Facetten stärken“, erklärte Hauer in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. „Wirtschaft ist auch der Nährboden für Sicherheit. Ohne Wirtschaft geht gar nichts.“
Industrieviertel "Schwergewicht der militärischen Einrichtungen in NÖ"
„Das Industrieviertel bildet ein Schwergewicht der militärischen Einrichtungen in Niederösterreich“, verwies Militärkommandant Georg Härtinger auf die zehn Standorte Burstyn Kaserne (Zwölfaxing), Heeresbekleidungsanstalt Brunn am Gebirge, Jansa Kaserne (Haschendorf/ Großmittel), Flugfeld Kaserne, Maximilian-Kaserne und Militärakademie (alle Wiener Neustadt), Wallenstein-Kaserne (Götzendorf), das Heeres-Leistungssportzentrum (Seebenstein) sowie die Seminarzentren in Seebenstein und Reichenau an der Rax. In Summe befindet sich ein Drittel des gesamten österreichischen Bundesheers auf niederösterreichischem Boden.
Die Heeres-Investitionen im Industrieviertel betreffen unter anderem die Errichtung zusätzlicher Lagerkapazitäten, Sanierungen und Modernisierungen von Unterkünften und Sanitäranlagen, neue Werkstätten und Garagen für Fahrzeuge und Waffen sowie Einrichtungen zur Energieautarkie verschiedener Standorte. „Die Welt ist unsicherer geworden“, so Härtinger. „Wir investieren, um unser Bundesheer in jeder Hinsicht verteidigungsfähig zu machen – zu Lande, Wasser und im Luftraum ebenso wie im Weltall, dem Cyber- und Informationsbereich.“
Michael Burgstaller vom Bundesministerium für Landesverteidigung präsentierte bei der Regionalkonferenz Details zum präzisen Vorgehen bei Auftragsausschreibungen des Bundesheers. Abgerundet wurde das Programm mit einer Präsentation der „Initiative Wirtschaft und Sicherheit“ durch ecoplus-Geschäftsführer Claus Zeppelzauer. WKNÖ-Expertin Alexandra Hagmann-Mille informierte über das WKNÖ-Serviceangebot zu öffentlichen Vergaben für niederösterreichische Unternehmen.