Biosnacks mit KI gewürzt
Vom landwirtschaftlichen Betrieb zum internationalen Biosnack-Produzenten: Mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz will die Landgarten GmbH noch effizienter und nachhaltiger werden.
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Mit Sojabohnen als gesundem Snack hat es 1989 begonnen. Heute werden Cashews, Kürbiskerne, Himbeeren, Kirschen und Co. getrocknet, geröstet, mit Schokolade überzogen und dann in die ganze Welt verschickt. Aus einem Zwei-Mann-Biobetrieb wurde in 37 Jahren ein internationaler Produzent von Bio-Knabbersnacks – mit rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer Exportquote von 85 Prozent.
„Wir wollen innovative Produkte herstellen, die besser schmecken – und das so effizient und nachhaltig wie möglich“, sagt Gründer und Geschäftsführer Herbert Stava. Rund 700 Tonnen verarbeitete Schokolade und 300 Tonnen gefriergetrocknete Früchte werden pro Jahr in der Landgarten GmbH in Bruck an der Leitha produziert. Kein Wunder, dass Digitalisierung längst ein wesentlicher Bestandteil in der Produktion ist.
Raus aus der Zettelwirtschaft
„Wir wollen raus aus der Zettelwirtschaft – vom Analogen ins Digitale“, beschreibt Stava den jüngsten Entwicklungsschritt. Gemeinsam mit der Firma Fab4Minds wurde im Rahmen eines „digi4Wirtschaft"-Projekts ein modernes Produktionsplanungssystem (PPS) eingeführt. Es verknüpft Auftrags-, Produktions- und Lagerdaten in Echtzeit.
„Das System analysiert, welche Rohstoffe zu welchem Zeitpunkt gebraucht werden, welche Mengen produziert werden sollen und wann die Maschinen am besten ausgelastet sind“, erklärt Harald Falkner von Fab4Minds, der Landgarten seit 20 Jahren begleitet. Mobile Datenerfassungsgeräte erleichtern zusätzlich die Lagerlogistik: Etiketten werden gescannt, Bestände automatisch aktualisiert und Ressourcen optimal genutzt.
KI als Partner im Arbeitsalltag
Wie das funktioniert? Mit Künstlicher Intelligenz als Partnerin. Die KI wertet permanent Daten aus und erstellt daraus ideale Produktionspläne. So werden Überkapazitäten vermieden und Ressourcen wie Zeit und Material gezielter eingesetzt. „Die KI ersetzt keine Menschen, sie unterstützt sie“, betont Stava. „Wir wachsen weiter – und die digitale Unterstützung hilft unseren Mitarbeitenden dabei, effizienter zu arbeiten.“
Neben Effizienz zählt für Landgarten auch Nachhaltigkeit: Durch datenbasierte Planung werden Ausschuss und Energieverbrauch reduziert – ein wichtiger Schritt hin zu einer ressourcenschonenden Snackproduktion.
Bewusst & Regional produziert
Vom Pionier der ersten Bio-Sojabohnen bis zum innovativen Digitalunternehmen bleibt Landgarten seiner Linie treu: bewusst, regional und zukunftsorientiert zu produzieren. „Unser Ziel ist es, der beste Biosnack-Erzeuger zu sein – und das gelingt nur, wenn wir Tradition und Technologie verbinden“, ist Herbert Stava überzeugt.
www.digi4wirtschaft.at
landgarten.at
digi4Wirtschaft
Das Impulsprogramm digi4Wirtschaft, finanziert durch das Land NÖ sowie die Wirtschaftskammer NÖ, dient zur Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben in niederösterreichischen Unternehmen. Die Einführung neuer Technologien sowie deren organisatorische Einbindung in betriebliche Prozesse werden dadurch gefördert.
Zwei Förderschienen stehen aktuell zur Verfügung: digi Kickstart & digi Assistent. Für digi Investition: data ist derzeit keine Einreichung möglich.
Bei Fragen zum Impulsprogramm unterstützen die TIP NÖ:
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