Smarte Wasseranalyse mit KI
Zwerndorfer Wasser-Monitoring-Firma VWMS nutzt Förderung aus „digi4Wirtschaft“ für Revolution: Geräte sollen selbstständig Messdaten analysieren und beurteilen.
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Das Zwerndorfer Unternehmen „Vienna Water Monitoring Solutions GmbH“ (VWMS) hat die Wasserqualitätsmessung revolutioniert. Messgeräte bestimmen die mikrobiologische Belastung von Wasser vollautomatisch in nur 15 Minuten. Bisher dauerte das im Labor ein bis fünf Tage. Schon jetzt kommt die Technologie weltweit zum Einsatz – von Kanada über Australien und Neuseeland bis nach Afrika. Besonders prominent war der Einsatz bei den Olympischen Spielen in Paris, wo die Seine mit der Zwerndorfer Technik überwacht wurde.
Nun setzt Gründer und Geschäftsführer Wolfgang Vogl auf KI, um das System noch autarker und global skalierbar zu machen. Im Rahmen von „digi4Wirtschaft“, dem Impulsprogramm des Landes NÖ und der Wirtschaftskammer NÖ, wird nun die nächste Entwicklungsstufe angegangen. „Der Plan ist, dass wir aus dieser Datenmenge vernünftige Muster herausfiltern können“, erklärt Vogl. Das Ziel: Das Gerät soll selbstständig beurteilen, ob die Messdaten in Ordnung sind. Aktuell werden die Rohdaten nämlich noch von einer Fachperson begutachtet.
Das Produkt ist modular aufgebaut: Ein Modul misst, eines reguliert das Wasser, dazu kommen noch ein Elektro- und ein Computermodul. „Unser Ansatz basiert auf Stoffwechsel, wir messen Enzym-Assay – das macht das Gerät. Damit sind wir sehr schnell unterwegs“, so Vogl. Hoffentlich mit viel Gewinn. Denn 30 bis 40 Prozent des Gewinns werden direkt wieder in Forschung und Entwicklung investiert. „Die Technologie ist ganz neu und hat wirklich Potenzial“, betont er.