Erfolgreich mit der HTS: Peter Schönfelder
Peter Schönfelder war von 2006 bis 2011 an der HTS St. Pölten und ist heute Marketingleiter bei der ecoplus Alpin GmbH.
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Welche beruflichen Stationen haben Sie durchlaufen?
Nach der Matura habe ich als Privatkunden- und Jugendclub-Betreuer bei Raiffeisen begonnen. Nach fünf sehr lehrreichen Jahren bei Raiffeisen wechselte ich im Jänner 2017 ins Marketing-Team der Zurich Versicherung Österreich. Im Frühjahr 2025 ergab sich über meinen damaligen Schulkollegen und mittlerweile besten Freund und auch Trauzeugen, Jakob Zeh, eine neue berufliche Möglichkeit für mich. Jakob ist schon seit knapp vier Jahren sehr erfolgreich und ambitioniert als Projektmanager bei ecoplus Alpin, einer Tochtergesellschaft der Wirtschaftsagentur des Land Niederösterreich, tätig. Bei ecoplus Alpin wurde eine neue Rolle geschaffen, um die Marketing-Agenden organisatorisch zu strukturieren sowie die strategische Marketingplanung weiterzuentwickeln – eine Position, die perfekt zu meiner Ausbildung und persönlichen Karriereplanung passt.
Wie würden Sie Ihre Tätigkeit beschreiben?
Unsere Funktion ist die Errichtung, der Betrieb und die Professionalisierung von Bergbahnen sowie Infra- und Suprastruktureinrichtungen an ausgewählten Standorten in Niederösterreich. Unser Ziel ist das Vorantreiben einer ganzjährigen Nutzung unserer Gebiete – vom Wintersport bis hin zum ganzjährigen Bergerlebnis – indem wir Erlebnisräume schaffen, Produkte mit Mehrwert entwickeln und die Digitalisierung unserer Betriebe forcieren. Meine Aufgabe als Marketingleiter ist es, aus der Holding heraus, bergbahnübergreifend das Angebot in unseren Gebieten als Bergerlebnis zu vermarkten und natürlich wirtschaftlich betrachtet die Gästeanzahl zu steigern. Engagiert, flexibel und wissbegierig zu sein ist das Um und Auf. Und ganz wichtig: Es geht nur gemeinsam als Team, das an einem Strang zieht, sich vertraut und voll auf die Strategie und die Ziele fokussiert.
Wie haben Sie Ihre Schulzeit erlebt?
Ich darf auf eine sehr schöne, aber auch fordernde Zeit in der Tourismusschule zurückblicken. Die Ausbildung war gesamtheitlich betrachtet für meine bisherige berufliche Laufbahn extrem hilfreich, da theoretische Grundlagen im wirtschaftlichen Bereich sehr praxisnah, mit hohem Bezug auf tagesaktuelle Themen und Entwicklungen, vermittelt wurden. Ich denke, dass uns die Schulzeit auch persönlich und sozial positiv geprägt hat. Wir alle durften während der gesamten Schulzeit und im Rahmen unserer Praktika in Tourismusbetrieben sehr viele Menschen kennenlernen, mit denen wir teilweise sogar bis heute sehr guten Kontakt und enge Freundschaften pflegen.
Gibt es Geschichten, Anekdoten oder besondere Erinnerungen?
Da wir einen sehr abwechslungs- und facettenreichen Unterricht mit vielen Aktivitäten hatten, durften wir natürlich auch sehr viel erleben. Es gab jedes Jahr einen von den Schülerinnen und Schülern organisierten Ball, der als besonders Highlight des Schuljahrs galt. Wir waren auf Skikurs am Hochkar, außerdem auf Sportwoche in Kroatien, auf Sprachreise in Modena und in Irland – zum krönenden Abschluss fand dann noch die Maturareise in die Türkei statt.
Wie hat Ihnen die Tourismusschule bei Ihrer gegenwärtigen Tätigkeit geholfen?
Auf jeden Fall im Bereich „Tourismusmarketing“, bei betriebswirtschaftlichen Themen und natürlich über die Entwicklung von Softskills, im Sinne von Kreativität, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Empathie. Die erlernten Servier- und Kochfähigkeiten helfen zugegeben auch im privaten Bereich, da ich für meine Familie sehr gerne koche und bereits meinen Sohn in der Küche einbinde und ihm den Umgang mit Lebensmitteln näherbringe. Hier hat uns die gesamte Schulzeit auch praktisch sehr viel für unsere Zukunft mitgegeben – dafür bin ich noch heute sehr dankbar.
Verfolgen Sie die Schulentwicklung?
Natürlich verfolge ich das Geschehen und die Entwicklungen an meiner ehemaligen Schule auch jetzt noch. Die Tourismusschule hat sich meiner Wahrnehmung nach großartig mit den gesellschaftlichen und auch wirtschaftlichen Veränderungen mitbewegt. Vor allem den neuen Zweig „Digitales Marketing“ finde ich sehr spannend, denn dieser Bereich ist heutzutage aus der Marketingstrategie nicht mehr wegzudenken. Aus meiner Sicht sehr gut, dass sich Marketing-Interessierte hier schon sehr früh mit der Thematik befassen können – ein absoluter Vorteil für alle Absolvent:innen, die sich später für eine weitere Ausbildung oder einen Job in diese Richtung entscheiden.
Was würden Sie Schulinteressierten raten?
Die Tourismusschule bietet unbestritten viele Möglichkeiten und später viele und vor allem verschiedenste weiterbildende bzw. berufliche Optionen. Das ist meiner Meinung nach auch am Puls der Zeit für viele Jugendliche in diesem Alter, wo es oft darum geht, die richtige Entscheidung für sich und die zukünftige Karriere zu treffen. Ich kann auf jeden Fall dazu raten, sich am jährlichen Tag der offenen Tür der HTS näher mit der Schule auseinanderzusetzen und sich selbst ein Bild davon zu machen. Der positive Spirit der Schule und der aktiven Schüler:innen ist einfach mitreißend – jedenfalls war es vor knapp 19 Jahren bei mir genau so!