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Helmut Schwarzl
© Josef Bollwein

WKNÖ-Industriespartenobmann Schwarzl: Massive Verschlechterungen bei der Forschungsprämie erfolgreich abgewehrt

„Wesentlicher Erfolg für Unternehmen und den gesamten Forschungs- und Innovationsstandort“ – Ursprünglich hatten Verluste bei Forschungsprämie von bis zu 500 Millionen Euro gedroht

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Aktualisiert am 10.04.2026

Wichtiger Erfolg für Niederösterreichs Industriebetriebe: Nach heftigen Protesten wurden nun vom Finanzministerium ursprünglich geplante, drastische Verschlechterungen bei der Forschungsprämie erfolgreich abgewehrt. „Das ist ein ganz wesentlicher Erfolg für die zahlreichen im Bereich Forschung und Entwicklung aktiven Unternehmen in Niederösterreich und damit zugleich für den gesamten Forschungs- und Innovationsstandort“, ist Helmut Schwarzl, der Obmann der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), zufrieden.

Neue Verordnung mit 1. April - "Forschungsprämie als Standort-Vorteil"

Mit 1. April hat das Finanzministerium nun eine neue, abgeänderte Verordnung erlassen, die unter anderem Prototypen und Pilotanlagen generell von einer Einschränkung ausnimmt. Die Verbesserungen lassen sich auch in Zahlen messen: Hatten Experten aufgrund der ursprünglichen Regelung einen Entfall von bis zu 500 Millionen Euro an Forschungsprämien befürchtet, geht das Finanzministerium nunmehr von einem Entfall von lediglich 15 Millionen Euro aus. „Gerade in der wirtschaftlich allgemein angespannten Lage ist Forschung als Grundlage für Innovationen ein unverzichtbarer strategischer Vorteil, um unsere internationale Konkurrenzfähigkeit zu stärken“, betont Schwarzl. „Nicht umsonst hat sich auch die Bundesregierung in ihrer Industriestrategie klar zur Forschungsprämie als echten Standort-Vorteil bekannt. Diesen Vorteil gilt es zu nutzen, auszubauen und weiterzuentwickeln, nicht zuletzt auch mit möglichst schlanken und unbürokratischen Zugängen für unsere Unternehmen.“  

Forschung in Unternehmen muss auf Markt ausgerichtet sein

Aufgrund der ursprünglichen Fassung der sogenannten Forschungsprämienverordnung des Finanzministeriums hätten Materialien und Rohstoffe, die für Forschung und Entwicklung eingesetzt werden, ab 2026 weitgehend nicht mehr für die Forschungsprämie berücksichtigt werden dürfen. Vereinfacht ausgedrückt, hätte es keine Prämie mehr gegeben, wenn aus Forschungsmaterialien Produkte für den Verkauf geworden wären. Letztlich müsse Forschung in Unternehmen aber immer auf den Markt ausgerichtet sein, alles andere wäre widersinnig, hatte Schwarzl in seiner Kritik an der ursprünglichen Verordnung argumentiert und deren Aus gefordert.

Helmut Schwarzl
© Josef Bollwein Helmut Schwarzl, Obmann der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer NÖ

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