Paketabgabe trifft die Falschen: NÖ Handel warnt vor neuen Belastungen für Betriebe und Konsumenten
Spartenobmann Franz Kirnbauer sieht steigende Preise und Wettbewerbsnachteile für heimische Unternehmen.
Lesedauer: 1 Minute
Die Bundesregierung plant offenbar eine Abgabe von 2 Euro pro Paket für große Onlinehändler ab 100 Mio. Euro Umsatz. „Die Maßnahme trifft nicht nur große Versender, sondern auch zahlreiche kleine heimische Onlinehändler, die über Plattformen verkaufen und dadurch indirekt belastet werden“, warnt Franz Kirnbauer, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer NÖ (WKNÖ), und betont: „Damit geht die geplante Paketabgabe am Ziel vorbei: Statt unfaire Geschäftspraktiken und Wettbewerbsvorteile von Anbietern aus Drittstaaten einzudämmen, geraten heimische Betriebe zusätzlich unter Druck.“
Trifft vor allem regionale Händler
„Die Paketsteuer wird zum weiteren Kostentreiber für den heimischen Handel und führt zwangsläufig zu zusätzlichen Preiserhöhungen. Besonders betroffen sind unsere regionalen Betriebe, die bereits massiv unter steigenden Energie-, Transport- und Bürokratiekosten leiden“, weiß Kirnbauer.
Braucht europäische Lösungen
Aus Sicht des NÖ Handels droht ein weiterer Wettbewerbsnachteil für (nieder)österreichische Händlerinnen und Händler. „Während internationale Billigplattformen vielfach Wege finden dürften, zusätzliche Belastungen zu umgehen, tragen heimische Betriebe – und letztlich die Konsumentinnen und Konsumenten – die Kosten. Es braucht dringend europäische Lösungen gegen unfairen Wettbewerb, anstatt zusätzlicher nationaler Belastungen für heimische Unternehmen“, appelliert Kirnbauer.