„Wirtschaft.Bundesheer.Beschaffung“ - Bessere Chancen für regionale Unternehmen
Vernetzungstreffen zwischen Bundesheer und Regionalwirtschaft in der WKNÖ-Bezirksstelle Hollabrunn
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Von Bauaktivitäten, etwa im Zuge von Modernisierungen von Garnisonsgebäuden, bis zur Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs – das Bundesheer ist für Unternehmen ein breit gefächerter und interessanter Geschäftspartner. Mit der neuen Initiative „Wirtschaft.Bundesheer.Beschaffung“ wollen das Militärkommando und die Wirtschaftskammer Niederösterreich gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur ecoplus Regionalwirtschaft und Bundesheer verstärkt vernetzen und die Chancen für regionale Betriebe verbessern, bei Beschaffungsprozessen des Bundesheeres zum Zug zu kommen. Bei einer Regionalkonferenz in der WKNÖ-Bezirksstelle Hollabrunn stand jetzt die Vernetzung im Raum Weinviertel im Zentrum.
Heeres-Investitionen von 21,5 Millionen Euro im Weinviertel
Angesichts der zunehmenden internationalen Bedrohungen habe das Bundesheer mit der Strategie „Mission Vorwärts – Aufbauplan 2032+“ einen Investitionskurs eingeschlagen, betonte dabei NÖ Militärkommandant Georg Härtinger. Mit dem
Landesverteidigungs-Finanzierungsgesetz stehen dafür 16 Milliarden Euro für Beschaffungen, Infrastruktur und Personal zu Verfügung. „Das Ziel ist klar: In allen Bereichen - Land, Luft, Cyber, Space und Information – Verteidigungsfähigkeit herzustellen“, so Härtinger. Im Raum Weinviertel sind laut dem Militärkommandanten in den nächsten vier Jahren Heeres-Investitionen von in Summe 21,5 Millionen Euro geplant. Im Zentrum stehen dabei Investitionen im Bau-Bereich in der Bolfras-Kaserne in Mistelbach und der Dabsch-Kaserne in Korneuburg. Die wirtschaftliche Bedeutung der Heeres-Standorte für die Region unterstreicht auch, dass allein Bolfras-Kaserne für Konsumausgaben von rund 450.000 Euro im Jahr im Raum Mistelbach steht.
„Mögliche Geschäftschancen erfolgreich wahrnehmen“
„Es ist ganz entscheidend, dass niederösterreichische Unternehmen bei Aufträgen des Bundesheers bestmöglich zum Zug kommen“, unterstrich Alfred Babinsky, der Obmann der WKNÖ-Bezirksstelle in Hollabrunn. „Wir wollen unseren Unternehmen in den Regionen mit den Regionalkonferenzen die Möglichkeit bieten, sich direkt über geplante Investitions- und Beschaffungsvorhaben des Bundesheeres zu informieren, sich mit Verantwortlichen persönlich auszutauschen und in der Folge mögliche Geschäftschancen auch erfolgreich wahrzunehmen.“
Johannes Salesny, der im Bundesministerium für Landesverteidigung für Vergaben zuständig ist, präsentierte Details zum präzisen Vorgehen bei Auftragsausschreibungen des Bundesheers. Abgerundet wurde das Programm mit einer Präsentation der „Initiative Wirtschaft und Sicherheit“ durch ecoplus-Prokurist Bernhard Ebner. WKNÖ-Expertin Alexandra Hagmann-Mille informierte über das Serviceangebot zu Vergaben der WKNÖ für niederösterreichische Unternehmen.