Technik, die Wissen zeigt
Was als Auftrag für die Lehre begann, wurde bei Protovation zum innovativen Serienprodukt – und zwar zur Wärmepumpe „HeatXpump“.
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Ein Wärmepumpendemonstrator für den Bildungsbereich, den es am Markt noch gar nicht gibt. So lauten die Aufträge, die bei der Protovation GmbH in Kilb (Bezirk Melk) eintrudeln. Und dieser Auftrag war ein ganz besonderer, denn daraus ist ein sehr erfolgreiches Serienprodukt entstanden: die HeatXpump.
Das Ingenieurbüro rund um Gründer und CEO Stefan Stadlbauer entwickelt und baut Pilotanlagen und Prototypen für Fachhochschulen, Universitäten und KMU. Aus dem konkreten Bedarf der Fachhochschule Wiener Neustadt wurde die HeatXpump entwickelt.
Für Stadlbauer ist das Produkt aber weit mehr als nur eine Wärmepumpe: „Sie ist ein Demonstrator für Lehre und Forschung. Man kann das Thema Thermodynamik hinter einer Wärmepumpe oder Kältemaschine genau untersuchen. Wir haben hier sehr viele Druck- und Temperatursensoren, Schaugläser, integrierte Log-PH-Diagramme und eine Echtzeitdatendarstellung. Wir bieten damit eine sehr gute Plattform, um Kältetechnik und Wärmepumpentechnik zu lehren und zu verstehen.“
Bis aus der ersten Idee ein marktreifes Produkt wurde, war es allerdings ein weiter Weg. Die Protovation GmbH entwickelte den ersten Prototyp innerhalb von neun Monaten, weitere sechs Monate waren für die CE-konforme Marktzulassung notwendig.
Unterstützung, die neue Märkte öffnet
Unterstützung kam dabei von den Technologie- und InnovationsPartnern NÖ (TIP NÖ) und der Wirtschaftskammer NÖ. „Wir haben den Kontakt zur Außenwirtschaftsstelle hergestellt, wodurch Protovation das go-international-Förderprogramm für den Export nach Deutschland bekommen hat“, erzählt TIP-Innovationsexperte Helmut Kahrer. Auch bei Fragen zur CE-Kennzeichnung und beim digitalen Zugriff auf die Anlage griff Stadlbauer auf die Expertise der WKNÖ zurück. Besonders gefragt ist die HeatXpump aktuell am deutschen Markt. Ziel ist es, auch in der Schweiz und in Frankreich Fuß zu fassen – die ersten Anfragen liegen schon auf dem Tisch.
Davon abgesehen arbeitet das Unternehmen bereits am nächsten Serienprodukt: der CoXer-Anlage. Sie soll Kohlendioxid oder Kohlenmonoxid unter hohem Druck in Feinchemikalien umwandeln und neue Forschungsansätze eröffnen. „Das bieten wir dann wieder für Fachhochschulen und Universitäten an, die damit Forschung betreiben können“, erklärt Stefan Stadlbauer.
Die TIP NÖ sind auch bei diesem Projekt mit an Bord. „Wir unterstützen aktuell bei der CO2-Reduktionsmaschine in der Patentrecherche, wo die ersten Erhebungen ergeben haben, dass das Produkt patentierfähig sein wird. Und wir begleiten Protovation im gesamten Patentverfahren“, informiert Helmut Kahrer.
TIP-Beratungsfördermodell
Mit dem einfachen und unkomplizierten Beratungsfördermodell unterstützen die TIP NÖ bei der Umsetzung von:
- Strategie und Organisationsentwicklung
- IP-, Technologie- und Schutzrechtsmanagement
- Projektplanung und Innovationsfinanzierung
- Produktentwicklung und Design
- Prozess- und Technologieentwicklung
- Marktstrategien und Vertriebsinnovationen
Die Förderhöhe richtet sich nach Dauer und Art des Projektes.
T 02742/851-16601
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