Umfrage bestätigt: Es braucht Anreize für E-Mobilität, keinen teuren Sachbezug
Vor den Budgetverhandlungen erneuert der NÖ Fahrzeughandel seine Kritik an der geplanten Einführung eines Sachbezugs für E-Firmenfahrzeuge. Eine aktuelle Umfrage zeigt zudem breite Unterstützung in der Bevölkerung für Anreize und steuerliche Begünstigungen beim Umstieg auf klimafreundliche Mobilität.
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Mit der Budgetrede des Finanzministers am 10. Juni starten die Verhandlungen zum Doppelbudget 2027/28. Der Fahrzeughandel warnt dabei vor der geplanten Einführung eines Sachbezugs für E-Firmenfahrzeuge. „Die geplante Einführung eines Sachbezugs für E-Firmenfahrzeuge wäre ein Fehler“, betont Wolfgang Schirak, Obmann des Fahrzeughandels in der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), „weil er eine Abkehr von der dringend geforderten und politisch gewünschten Mobilitätswende darstellt.“ Unternehmen hätten den Ausbau alternativer Antriebe in den vergangenen Jahren maßgeblich vorangetrieben. Ein Sachbezug könnte E-Autos für Nutzerinnen und Nutzer um mehrere hundert Euro monatlich verteuern und damit „die Bereitschaft zum Umstieg ersticken“, so Schirak.
Wunsch nach Anreizen und Förderungen für E-Mobilität
Rückendeckung erhält diese Position durch eine aktuelle Marketagent-Umfrage: 56,1 Prozent der Befragten sehen E-Autos als wichtigen Beitrag zur Erreichung nationaler und globaler Klimaziele. 41,5 Prozent sprechen sich für Anreize und Förderungen aus, 32,2 Prozent sehen steuerliche Vorteile als Aufgabe der Politik. Nur 25,9 Prozent der Befragten hingegen halten eine Einschränkung der Vorteile für E-Autos für den richtigen Weg, rund drei Viertel lehnen dies ab.
Sechs von zehn Neuzulassungen mit Hybrid- oder Elektroantrieb
Die Bedeutung von Unternehmen für die Mobilitätswende zeigt auch die Zulassungsstatistik: Sechs von zehn neu zugelassenen Pkw verfügen bereits über Hybrid- oder Elektroantrieb, 66 Prozent aller Neuzulassungen entfallen auf Unternehmen. „Es wäre einfach ökologisch und ökonomisch der völlig falsche Weg, einen Sachbezug einzuführen“, betont Schirak. „Nun sind die Parlamentarier und Experten am Zug. Sie werden hoffentlich auch die Gefahr für die Erreichung der Klimaziele erkennen und die Regierung zum Umdenken bewegen.“
"Braucht vertretbare Kosten und gewisse Anreize für den Umstieg"
Die Branche bekennt sich weiterhin zur Antriebsoffenheit. Gleichzeitig brauche es laut Schirak passende Rahmenbedingungen für den politisch gewünschten Umstieg: „Der Umstieg muss stattfinden, das hat die Politik klar ausgerufen. Dafür braucht es dann aber auch vertretbare Kosten und gewisse Anreize. Der Sachbezug wäre ein fast vernachlässigbarer Baustein in einem Budgetplan für zwei Jahre, er würde aber zur nachhaltigen Katastrophe für unsere Mobilitäts- und Klimapolitik.“