Zum Inhalt springen
Transportverkehr
© Guido Khoury | stock.adobe.com

NÖ Verkehrswirtschaft fordert weniger Lohnnebenkosten und Bürokratie

Spartenobfrau Färber-Venz: Bei Lohnnebenkostensenkung „kann und darf es kein ‚Zurück‘ geben“ – Scharfe Kritik an Maut-Plänen im Burgenland

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 16.08.2026

Niederösterreichs Transport- und Verkehrswirtschaft pocht auf niedrigere Lohnnebenkosten und weniger Bürokratie. 91,2 Prozent der Unternehmen sehen einen Bürokratieabbau als zentral für eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts, für 83,2 Prozent sind geringere Lohnnebenkosten für die Zukunft des Standorts entscheidend. Das zeigt das aktuelle WKNÖ-Wirtschaftsbarometer. „Der Bürokratieabbau muss stärker in Schwung kommen, bei den Lohnnebenkosten sind nach den ersten angekündigten Schritten noch weitere nötig. Da kann und darf es kein ‚Zurück‘ geben“, betont Beate Färber-Venz, die Obfrau der Sparte Transport und Verkehr der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ). „Die hohen Zustimmungswerte mit 91 und 83 Prozent zeigen deutlich, wie groß hier der Leidensdruck der Unternehmen bereits ist.“

Entlastungsschritte statt "existenzbedrohende Maut-Fleckerlteppiche auf Landstraßen"

Der Blick der Branche in die Zukunft ist gedämpft. Knapp 20% der Unternehmen erwarten in den kommenden 12 Monaten eine Steigerung der Kapazitätsauslastung. 33% rechnen mit einer gleichbleibenden Entwicklung, 47% mit Rückgängen. Ähnlich sehen die Erwartungen zur Auftragslage aus: Auch hier gehen knapp 20% der Unternehmen von einer Verbesserung der Lage aus. Aber gleich 52% befürchten hier Rückgänge. „In dieser Situation brauchen wir positive Signale für unsere Betriebe und unsere Kundinnen und Kunden – und keine unausgegorenen, für unsere Betriebe existenzbedrohenden Maut-Fleckerlteppiche auf Landesstraßen, wie sie jetzt im Burgenland geplant sind“, so Färber-Venz. „Wir brauchen keine neuen Verteuerungen, die erst recht wieder die Inflation anheizen, gerade regionale Wirtschaftskreisläufe belasten und letztlich alle treffen“, warnt die WKNÖ-Spartenobfrau. „Es geht um Entlastungsschritte, auf die sich unsere Branche verlassen kann.“

Die Sparte Transport und Verkehr in Niederösterreich umfasst 6.520 aktive Unternehmen mit rund 46.750 Beschäftigten. Rund 500 junge Menschen erhalten hier als Lehrlinge eine bestens qualifizierte Berufsausbildung. 


Beate Färber-Venz
© David Schreiber Beate Färber-Venz, Obfrau der Sparte Transport und Verkehr

Foto-Download