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Matthias Reichl
© Antje Wolm

Vom NDU-Studenten zum CEO: Matthias Reichl gestaltet die digitale Zukunft

Der 27-jährige Linzer und NDU-Absolvent Matthias Reichl zeigt, wie interdisziplinäres Denken und Mut zum Experiment Unternehmertum neu definieren.

Lesedauer: 4 Minuten

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Aktualisiert am 13.03.2026

Was hast du vor der NDU gemacht?

Ich war Schüler am Adalbert Stifter Gymnasium in Linz mit dem Schwerpunkt Bildnerische Gestaltung und Werkerziehung. Parallel dazu habe ich mich bereits früh für Startups und digitale Projekte begeistert. Mit 17 Jahren habe ich mein erstes eigenes Unternehmen gegründet, was meine Leidenschaft für Unternehmertum und Innovation unterstrichen hat. 

Warum hast du dich entschieden, an der NDU zu studieren?

Design, Kreativität und Wirtschaft waren schon immer meine Kerninteressen, und ich war auf der Suche nach einem Studium, das diese Bereiche verbindet. Mein Vater hat mir das Pilotstudium „Management by Design“ empfohlen. Beim Tag der offenen Tür habe ich den Studiengangsleiter Professor Wecht kennengelernt – seine Visionen und internationale Expertise haben mich endgültig überzeugt, dass die NDU der perfekte Ort für meine Ausbildung ist. 

Auf welches Projekt oder Auszeichnung während deiner Studienzeit bist du besonders stolz?

Ich habe während meiner Studienzeit den German Design Award für eines meiner Startups erhalten – eine Auszeichnung, die mich mit Stolz und Motivation erfüllt hat. Bei einem EU-Hackathon haben wir für ein Projekt den dritten Platz belegt, das war schon toll, da mehr als 20.000 Personen daran teilgenommen haben. Darüber hinaus waren die praxisorientierten Projekte mit echten Unternehmen im Studium ein Highlight. Diese Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und die „Hands-on“-Erfahrungen waren sowohl herausfordernd als auch enorm bereichernd. 

Woran denkst du gerne zurück, wenn du an deine Studienzeit in St. Pölten denkst?

Der Austausch mit inspirierenden Professor:innen aus der ganzen Welt, die internationale Atmosphäre und die persönliche Betreuung und Unterstützung waren prägend. Auch die Architektur der Universität hat eine kreative Umgebung geschaffen. Dazu kommt noch, dass meine Mitstudierenden alle unterschiedliche Perspektiven mitbrachten, was den Austausch besonders spannend gemacht hat. 

Hast du während deines Studiums an der NDU gearbeitet? Wenn ja, wo?

Vor und während meines Studiums habe ich bereits mehrere Unternehmen und Projekte aufgebaut, darunter die App „Smatterling“, die Marke „Tau Olive Oil“ sowie die Plattform „halloSophia“, die von der EU-Kommission unterstützt wird. Seit 2020 arbeite ich außerdem bei Reichl und Partner Digital, wo ich digitale Strategien entwickle und im Dezember 2020 eine neue Unit namens „Future Thinking“ gegründet habe.  

Wie würdest du dein Studium in wenigen Worten beschreiben?

Zukunftsweisend, innovativ, interdisziplinär und inspirierend. 

Würdest du den Studiengang erneut wählen?

Definitv ja.  

Welchen Tipp möchtest du jungen Studierenden mit auf den Weg geben?

Bleibt neugierig und mutig. Experimentiert, scheitert, lernt und wachst daran. Der wichtigste Schritt ist, einfach anzufangen. Es ist nie zu früh, etwas zu versuchen – Erfahrung und Erfolg kommen durch das Tun. 

Inwiefern hat dich dein Studium auf deinen aktuellen Job vorbereitet? Was in deinem Studium war am wichtigsten für deinen späteren Beruf?

Das Studium hat mir unternehmerisches und ganzheitliches Denken nahegebracht, Design- und Kreativmethoden vermittelt sowie zukunftsweisende Ansätze wie Design Thinking und Rapid Prototyping gelehrt. Auch der Fokus auf kritisches Denken und Durchsetzungsvermögen hat mich geprägt und ist essenziell für meinen Berufsweg. 

Bist du noch mit der NDU verbunden?

Ja, ich halte regelmäßig Kontakt mit Professor Wecht und habe einmal eine Lunch-Time-Lectures gehalten. Auch Alumni-Treffen sind für mich eine wertvolle Möglichkeit, weiterhin vernetzt zu bleiben. 

Wie bist du zum Unternehmertum gekommen?

Ich bin zunächst 2020 in unser Familienunternehmen als Projektmanager eingestiegen. 2021 wurde ich Geschäftsführer der digitalen Unit und aktuell, seit 1. Jänner, bin ich als Group CEO tätig. REICHLUNDPARTNER hat mittlerweile rund 170 Mitarbeiter:innen in Wien, Linz und Graz. 

Was unterscheidet euch vom Mitbewerb?

Unsere ganzheitliche Full-Service-Betreuung. Wir bieten alles aus einer Hand – Kommunikation, Design, Strategie, Analog, Digital. Wir setzen ausschließlich auf festangestellte Mitarbeiter:innen und verzichten auf Freelancer, was uns eine starke Wissensbasis bringt. 

Woran arbeitest du gerade?

Derzeit sind viele spannende Projekte in Bearbeitung – einige davon leider vertraulich. Aber wir dürfen mit internationalen Kunden und dem öffentlichen Sektor zusammenarbeiten und freuen uns auf neue Herausforderungen. 

Was sind die Herausforderungen in der Selbstständigkeit?

Selbstständigkeit bedeutet Verantwortung – für sich selbst, die Mitarbeiter:innen und die Kunden. Es erfordert Beharrlichkeit, Kampfgeist und die Bereitschaft, sich ständig weiterzuentwickeln. Für mich ist es jedoch der erfüllendste Weg, da ich meine Ideen direkt umsetzen kann. 

Wie hat dich das Studium darauf vorbereitet?

Durch praxisorientierte Methoden wie Design Thinking und Prototypen-Techniken konnte ich frühzeitig das Mindset und die Werkzeuge entwickeln, die heute entscheidend für meine Arbeit sind. 

Wer zählt zu deinen Kunden, bzw. gibt es Referenzprojekte?

Unsere Kunden reichen von großen Namen wie ÖBB, EVN/Netz NÖ, Honda, Fronius, Intersport, Omnibiotics oder voestalpine. Daneben arbeiten wir mit Medienhäusern wie dem ORF und Marken wie Kleider Bauer und Diners Club – ein vielfältiges Portfolio, das für spannende Projekte sorgt.

reichlundpartner.com

www.ndu.ac.at