WKÖ-Präsidentin Schultz und WKNÖ-Präsident Ecker besuchen Wittmann Möbelwerkstätten: Tradition, Exportstärke und weibliche Führung im Fokus
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Die Möbelmanufaktur Wittmann mit Sitz in Etsdorf am Kamp steht seit über 130 Jahren für handwerkliche Qualität und zeitloses Design „Made in Austria“. Mit Februar 2026 hat Alice Wittmann, Ururenkelin des Firmengründers, die Führung übernommen und setzt auf familiäre Werte, weibliche Führung und den Ausbau der internationalen Präsenz. Bei einem Betriebsbesuch informierten sich WKÖ-Präsidentin Martha Schultz und WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker über die Entwicklung des Unternehmens und die täglichen betrieblichen Herausforderungen.
Das 1896 als Sattlerei gegründete Unternehmen wird damit in fünfter Generation wieder von der Familie geführt. „Es war für uns der richtige Zeitpunkt, das Unternehmen wieder selbst zu leiten – mit Herz, mit Persönlichkeit und mit dem besonderen Verantwortungsgefühl, das entsteht, wenn der eigene Name an der Tür steht. Wittmann ist ein Familienunternehmen in fünfter Generation, und das soll man auch spüren“, betont Wittmann. Rund 80 Mitarbeiter:innen schaffen Möbel, die die Handschrift von Menschen tragen, die ihr Handwerk lieben.
„Österreichs Familienbetriebe stehen für das erfolgreiche Zusammenspiel von handwerklicher Tradition, Innovationskraft und internationaler Ausrichtung. Die Möbelmanufaktur Wittmann ist dafür ein herausragendes Beispiel und zugleich ein bedeutender Leitbetrieb für die Region. Ihr Erfolg unterstreicht die Qualität und Attraktivität österreichischer Produkte auf internationalen Märkten“, zeigt sich Schultz beeindruckt und verweist auf die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der WKÖ, die heimische Betriebe gezielt bei internationalen Aktivitäten unterstützt.
„Wittmann ist ein Paradebeispiel dafür, wie sich traditionelles Handwerk und internationale Wettbewerbsfähigkeit erfolgreich verbinden lassen. Die konsequente Produktion am Standort Niederösterreich, kombiniert mit hoher Exportorientierung, zeigt eindrucksvoll die Stärke unserer heimischen Betriebe“, betonte Ecker. „Gerade die gelungene Übergabe an die nächste Generation und die starke Rolle von Frauen in der Unternehmensführung sind wichtige Signale für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts.“
International ist Wittmann stark positioniert: Neben dem DACH-Raum zählen Nordamerika und die Benelux-Staaten zu den wichtigsten Märkten, insgesamt ist das Unternehmen in über 50 Ländern vertreten. Neben dem Privatbereich gewinnt vor allem das Objektgeschäft – etwa in Hotels und Gastronomie – weiter an Bedeutung. Die Ziele für die Zukunft sind klar: Stärkung von Partnerschaften, mehr persönliche Sichtbarkeit der Marke – insbesondere in Österreich – sowie der Ausbau des Contract-Geschäfts. Gleichzeitig sollen die Marke geschärft und gezielt eine jüngere, qualitäts- und designorientierte Zielgruppe angesprochen werden.