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Hanffeld
© Hanfred

Hier haben Hunde Hunger auf Hanf

Das südoststeirische Unternehmen „Hanfred“ produziert Leckerlis aus Hanf für Hunde, Katzen und Pferde. Die naturbelassenen Produkte sollen die Tiere beruhigen und auch bei Gelenksschmerzen und Co. unterstützen. 

Lesedauer: 4 Minuten

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Aktualisiert am 04.03.2026

Alles begann mit Batman. Und wie der bekannte Comic-Held über seine Stadt, Gotham, wacht, wachte Batman über seine Familie. „Aber so mutig er in manchen Situationen war, so ängstlich und gestresst war er in anderen – beispielsweise zu Silvester oder während Gewittern“, erinnert sich Isabella Hörtner-Fraiss. Ihre  Beschreibung bezieht sich natürlich nicht auf den sogenannten „Dark Knight“, sondern auf „ihren“ Batman – ihren gemeinsamen Hund mit Mann Gernot Hörtner. Weitere gesundheitliche Probleme ließen die beiden nach funktionalen Leckerlis und gesunden Nahrungsmitteln suchen. „Wir haben aber schnell gemerkt, dass die meisten Tierfutter mysteriöse Zutaten enthalten, ohne jegliche Rückverfolgbarkeit.“ Und so sei man selbst tätig geworden – gemeinsam mit Laura Habel wurde 2020 das Unternehmen „Hanfred“ gegründet.

Hund mit Tier-Snacks Hanfred
© Hanfred

Dabei dreht sich alles um besagte funktionale Tier-Snacks, für Hunde, Katzen, aber auch Pferde. „Die Funktion ergibt sich aus den Kräutern, die wir selbst anbauen. Grob gesagt geht es um das Wohlbefinden der Tiere, das wir über die Ernährung verbessern“, erklärt Habel. Dabei sei man rasch auf Hanf gekommen und habe festgestellt, dass die Produkte daraus nicht nur Stress mindern, sondern auch bei Gelenksschmerzen unterstützen sowie positive Effekte auf Magen/Darm/Verdauung oder auch bei Allergien haben. 

Natürlich zum Erfolg 

„Wir haben bei einer eigenen Problemstellung gestartet und sind mit unserer Lösung dafür auf den Markt“, erzählt Hörtner-Fraiss. Im Fokus stand immer: möglichst natürliche Produkte, ohne Zusätze oder Zucker – mit Fleisch von einem regionalen Produzenten. Dabei sei auch Kreativität gefragt gewesen, wie Hörtner-Fraiss betont: „Das braucht es auch, wenn man nicht etwas kopieren will, das es am Markt bereits gibt.“

Laura Habel und Isabella Hörtner-Fraiss, Hanfred
© Hanfred „Hunde und Katzen sind wie Familienmitglieder. Deshalb wollen wir dafür sorgen, dass sie das bestmögliche Futter in den Napf bekommen – für ein schönes, langes Tierleben.“ - Laura Habel und Isabella Hörtner-Fraiss, Hanfred

Begonnen habe man entsprechend bei Null – in fast jeglicher Hinsicht: „Wir haben einfach einmal am grünen Feld einen Hektar Hanf angebaut und uns mal angeschaut, wie sich das entwickelt. Ohne überhaupt zu wissen, wie man das dann erntet“, lacht Habel. Dann ging es an die Entwicklung – zu Anfang vertrieb man drei Produkte, heute sind es bereits rund 45. Denn auch, wenn mit Hunden gestartet wurde – im Kundenkontakt sei häufig nach Varianten für Katzen gefragt worden. „Dann haben wir das auch versucht und es hat super funktioniert“, erzählt Habel. Auch bei weiteren Entwicklungen sei man stets in engem Kontakt mit Tierärzten, aber eben auch den Kunden – und passe die Rezepturen entsprechend an die jeweiligen Bedürfnisse an. Von Tiergröße bis hin zum Alter oder Lebensabschnitt. 

Der Erfolg gibt dem Gründungstrio Recht. Heute bepflanzt man mit einem rund zehnköpfigen Team bereits 15 Hektar. „In Österreich sind wir mittlerweile flächendeckend bei allen großen Retailern im Tierfutterbereich erhältlich“, erzählt Hörtner-Fraiss. „Und natürlich läuft es auch online sehr gut – da orientieren wir uns aktuell schrittweise nach Deutschland“, ergänzt Habel. Nächster Schritt: ein eigenes Tagesfutter. Die Entwicklung laufe bereits.


QUERGEFRAGT

Was ist Ihre Vision?

Hörtner-Fraiss: Tieren natürliche, qualitative Nahrung zu bieten.

Was sind die nächste Ziele Ihres Unternehmens?

Habel: Aktuell arbeiten wir an einem Tagesfutter, um mehr als nur Snacks anzubieten. Auch der Schritt nach Deutschland steht an.

Und die größten Herausforderungen?

Habel: Prozesse dem stetigen Wachstum rechtzeitig anzupassen.